Coppelia
Ballett von Léo Delibes
"Coppelia oder Das Mädchen mit den Emaille-Augen" wurde am 25. Mai 1870, wenige Wochen vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges, an der Grand Opéra Paris mit triumphalem Erfolg uraufgeführt. Léo Delibes (1836 - 1891), der damals 34-jährige Komponist, begründete mit seiner "Coppelia"-Musik seinen Weltruhm. Die "Coppelia" trat von Paris aus ihren Siegeszug über die Bühnen der Welt an. Die erste deutsche Aufführung schuf 1881 Paul Taglioni am Berliner Opernhaus Unter den Linden mit Antonietta dell'Era in der Titelrolle. Léo Delibes, als Sänger ausgebildet und später am Konservatorium in Paris als Organist und Theaterkorrepetitor tätig, gab mit seinen Ballettkompositionen dieser Kunst neue anregende Impulse. Er komponierte unter anderem auch verschiedene Opern und Operetten, die ihn als Schüler Adolphe Adams in die große Tradition der Opéra Comique stellen. Von bleibendem Erfolg waren jedoch seine Ballette "Coppelia" und die sieben Jahre später entstandene "Sylvia". Mit der Musik zu "Coppelia" schenkte Léo Delibes der Nachwelt eine Fülle schöner Melodien und tanzgerechter Rhythmen. Uwe Scholz choreographierte auf eine poetische Weise den wunderbaren Stoff zur wunderbaren Musik 1989 für das Opernhaus Zürich. Dort war er bis 1991 Chefchoreograph, wechselte dann als Ballettdirektor an die Oper Leipzig und verschaffte auch dem dortigen Publikum einen beeindruckenden Ballettabend mit der Premiere "Coppelia" am 2. Februar 1992. Diese Choreographie wird es auch sein, zu der sich am 25. Mai der Vorhang in Gera öffnen wird.

