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Ninotschka

von Melchior Lengyel
Moskau – Paris. 1924. Ninotschka, linientreue Kommissarin aus Moskau, wird als Sonderbeauftragte in heikler Mission nach Paris abkommandiert. Doch Ninotschka ist eine Frau und Paris ist Paris. Eine klug-charmante Komödie über Kommunisten und Kapitalisten und den Zauber der Seine-Metropole, dem sogar der KGB erliegt.
Jeder Satz des Stückes ist eine Pointe; subtil, klug und kritisch werden die Folgen der bolschewistischen Herrschaft am Beispiel der kleinen russischen Gemeinschaft in Paris ebenso beleuchtet wie die Konsequenzen, die alle Ideologien, sei es Kapitalismus oder Kommunismus haben können, wenn da nicht die sich um keine Doktrin scherende Liebe wäre, die den Menschen erst wirklich zu einem neuen (und nur nun vielleicht besseren) Menschen werden lässt.
Das Theaterstück ist sehr viel facettenreicher und fundierter und auch komischer als die schon recht gelungene Drehbuchvorlage.
Verfilmung von Ernst Lubitsch mit Greta Garbo als „Ninotschka“, USA 1939

Menyhért (Melchior) Lengyel (1880 – 1974), ist ungarischer Dramatiker, Journalist und Kritiker. Er schrieb auch das Drehbuch für Ernst Lubitsch berühmten Film “Sein oder Nichtsein”. Nach Deutschland ging er 1919 und lernte Ernst Lubitsch kennen. Er emigrierte 1933 nach England, und wie Lubitsch dann 1935 nach Amerika. Dort arbeitete er als Drehbuchautor. Lubitsch verfilmte einige seiner Arbeiten: „Das verbotene Paradies“, „Engel“, „Ninotschka“ (das Drehbuch wurde 1936 für einen Oscar nominiert) und „Sein oder Nichtsein“. Nach dem Zweiten Weltkrieg reiste Lengyel oft nach Europa zurück und 1960 siedelte er nach Italien über. Nach der 1956er Revolution in Ungarn besuchte er oft sein Geburtsland und kehrte 1970 nach Ungarn zurück.