Die Dreigroschenoper

Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht nach John Gays „The Beggar's Opera“
Musik von Kurt Weill

„Ein guter Mensch sein. Ja wer wär´s nicht gern?“
Macheath


Jonathan Peachum hat die Stadt fest im Griff. Als erfolgreicher Großunternehmer im organisierten Betteln kommt keiner an ihm vorbei. Nur eine Person entzieht sich seinem Einfluss: seine Tochter Polly, die ausgerechnet mit dem berüchtigsten Ganoven der Londoner Unterwelt durchgebrannt ist: Macheath, genannt Mackie Messer. Er ist der Prototyp des neuen Menschen, der sich in der Welt des wirtschaftlichen und moralischen Verfalls wie ein Fisch im Wasser bewegt. Seine Heimat ist die Krise. Aber Jonathan Peachum kann Mackie in seiner Skrupellosigkeit leicht das Wasser reichen. Und er will Mackie um jeden Preis hängen sehen.
Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ ist das weltweit vielleicht populärste deutsche Theaterstück des 20. Jahrhunderts. Dieses Stück schaffte es, mit bitterböser Ironie die gesellschaftlichen Zerfallsprozesse gnadenlos, aber unterhaltsam zu sezieren. Es ist die Geschichte eines Verbrechers, den fallen zu lassen sich die Gesellschaft gar nicht leisten kann, soll nicht das ganze System zusammenbrechen – die Geschichte eines Kampfes aller gegen alle.