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Berlin Calling

URAUFFÜHRUNG
Stück nach dem Film von Hannes Stöhr,
für die Bühne eingerichtet von Gunnar Dreßler

Ickarus macht keine Party. Ickarus ist die Party. Als Berliner DJ und Musikproduzent tourt er durch die Clubs der Partywelt und die Leute lieben ihn. Das neue Album ist beinahe fertig und natürlich wird es super. Um die Tage und Nächte durchzuhalten, nimmt er Drogen, um abschalten zu können mehr Drogen, um endlich mal schlafen zu können andere Drogen. Das Leben läuft verdammt gut. Nachdem Ickarus jedoch bei einem Auftritt eine falsche Tablette bekommt, wird er in die Nervenklinik eingeliefert. Er soll eine Ruhepause einlegen, etwas langsamer machen, alles freiwillig – und unter Aufsicht von Chefärztin Dr. Paul.
Er darf auch an seinem Album weiterarbeiten, bekommt sein Notebook und seinen Midicontroller. Alles wie im Hotel, nur dass ihm hier dringend geraten wird, sein Leben mit einem anderen zu tauschen, weil es so nicht weitergehen kann. Und tatsächlich geht es so nicht weiter. Das Label sagt das neue Album ab, die Freundin verlässt die gemeinsame Wohnung und tröstet sich mit der lesbischen Türsteherin Corinna, das  Finanzamt will plötzlich 25.000 Euro und die Klinikleiterin erklärt, Ickarus könne nicht in der Klinik bleiben, weil er die Therapieanweisungen nicht befolgt und unabgesprochen die Klinik verlässt.
Also gibt Ickarus eine nächtliche Abschiedsparty und wandert dafür in die geschlossene Abteilung der Klinik, aus der er erst wieder herauskommt, wenn er seine Lektion gelernt hat. Und das Ende? Natürlich das beste Album aller Zeiten: Berlin Calling

BERLIN CALLING zeichnet ein Musikerporträt in der Großstadt von heute, handelt von Kunst und Wahnsinn, Rausch und Ekstase, von Hoffnung und Zukunft, Freundschaft und Familie, von Musik und der Lust am Leben – und natürlich von der Liebe.
Es ist ein Porträt der Zeit, ein Sittengemälde, eine Sozialstudie. Der meist selbstzerstörerische Kampf des Künstlers wird zur Metapher für eine Generation. Mit der Uraufführung von BERLIN CALLING bringen wir den Soundtrack einer Generation auf die Bühne. Es ist die Geschichte eines leidenschaftlichen, eigenwilligen Helden der Nacht, dem fast jeder von uns nachts im Badezimmerspiegel gute Nacht gesagt hat.