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Philharmonisches Schlosskonzert Nr. 5

» Die gute alte Zeit

Edvard Grieg (1843-1907): „Aus Holbergs Zeit“, Suite im alten Stil op. 40
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sextett Es-Dur op. 81b für 2 Hörner und Streicher
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Sinfoniesatz c-Moll MWV N 14
Peter Tschaikowski (1840-1893): Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48

Ob früher alles besser war als heute, sei dahin gestellt. Zweifelsohne erfreut sich die Musik vergangener Epochen bis heute großer Beliebtheit, so auch Griegs Suite im alten Stil „Aus Holbergs Zeit“, die 1884 anlässlich des 200. Geburtstags des dänischen Dichters Ludwig Holberg entstand. In ihr verband der Komponist barocke Elemente einer Tanzsuite mit der Tonsprache der Romantik. Ludwig van Beethoven komponierte Kammermusik für Bläser und Streicherbesetzungen nur in der frühen Phase seines Schaffens. Das Sextett für zwei Hörner und Streicher ist stark von der Tradition der gehobenen Unterhaltungsmusik des ausklingenden 18. Jahrhunderts geprägt. Ebenfalls zu den beliebtesten Kammerorchesterstücken überhaupt gehört Tschaikowskis Serenade für Streichorchester. Tschaikowski imitierte im ersten Satz sein großes Vorbild Mozart, der selbst viele Serenaden komponiert hatte. Der zweite Satz, ein Walzer, ist sehr populär geworden und fand u. a. als Filmmusik Verwendung. Zwölf bis vierzehn Jahre alt war Mendelssohn Bartholdy, als er zwischen 1821 und 1823 seine zwölf Streichersinfonien zu Papier brachte. Sein Sinfoniesatz c-Moll ist durch die Bezugname auf eine ältere Vorlage ebenfalls ein nostalgischer Rückblick.