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COHN BUCKY LEVY

Seit Tagen wird über die Beziehungen zu Israel in der Presse diskutiert. Während deutsche Minister in Israel um ein politisches und diplomatisches Miteinander ringen,  gelingt in Altenburg der internationale Diskurs auf künstlerischer Ebene bereits seit über drei Wochen.
Seit Ostern nämlich probieren hier deutsche, israelische, palästinensische, rumänische und türkische Schauspielerinnen und Schauspieler an dem Stück „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“. Das besondere dabei ist, dass sich bei dem Stück atheistische, christliche, jüdische und muslimische Künstlerinnen und Künstler mit der Geschichte der vertriebenen Juden beschäftigen. Eine Produktion, die sowohl international als auch regional von Bedeutung ist:
International, weil durch die Kooperation mit dem Jaffa Theatre und dem Qarar House for Music, Theatre and Arts zwei Partner aus Tel Aviv gewonnen werden konnten, die sowohl den israelischen als auch den palästinensischen Teil der Bevölkerung Tel Avivs vertreten.
Regional, weil sich das Stück nah an der Geschichte der Familien Cohn, Bucky und Levy orientiert, die 1890 bis in die 1930er Jahre in Altenburg gelebt und gewirkt haben.

So wird ein wichtiges Stück Zeitgeschichte in der Stückentwicklung aufgegriffen und mit aktuellen politischen Themen und persönlichen Geschichten verwoben. Damit stellt die Inszenierung einen Höhepunkt der Spielzeit 2016/2017 im Schauspiel  bei Theater&Philharmonie Thüringen dar.

Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) fördern das Projekt des Schauspielensembles von Theater&Philharmonie Thüringen  in Kooperation mit dem Jaffa Theatre Tel Aviv und dem Qarar House of Music, Theatre and Arts Tel Aviv „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“.


Premiere am 20. Mai in Altenburg: 20 Nachfahren der Familien aus Kanada, Südafrika, USA und England erwartet

Das Stück

„Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ ist von der Autorin Mona Becker in Zusammenarbeit mit der israelischen Autorin Gabriela Aldor und dem palästinensischen Autor Mahmoud Abo Arisheh geschrieben worden. Es erzählt zum einen die Geschichte der jüdischen Familien Cohn, Bucky und Levy, die ab Ende des 19. Jahrhunderts in Altenburg als Inhaber des Kaufhauses „M. & S. Cohn“ lebten. Als Juden waren sie trotz ihres wirtschaftlichen Erfolgs und sozialen Ansehens in der Stadt ab den 1920er Jahren mehr und mehr von Ausgrenzung, Demütigung und Enteignung betroffen. Einigen Familienmitgliedern gelang rechtzeitig die Flucht, andere wurden deportiert und ermordet.

Zum anderen fragt das Stück nach heutigen Bezügen, Erfahrungen von Ausgrenzung in Deutschland und Israel und der persönlichen Verbindung der Darstellerinnen und Darsteller mit der Geschichte.

Das Theaterstück spielt als Stadtspaziergang an authentischen Orten in Altenburg. Am Markt 23, den ersten Geschäftsräumen der Schwestern Cohn beginnend, ziehen die Zuschauer mit den Darstellerinnen und Darstellern dann ins Paul-Gustavus-Haus, wo einst die Familie Levy lebte. Dort werden mehrere Etagen, die Veranstaltungshalle und die Kellerräume bespielt.

Regie führt Schauspieldirektor Bernhard Stengele, für die Gestaltung der Spielorte zeichnet Marianne Hollenstein verantwortlich. Der arabische Musiker Mohammad Kundas aus Tel Aviv hat die musikalische Leitung und bereits Musikstücke für das Projekt komponiert. Für Soundinstallationen an den einzelnen Orten ist zudem Heiner Diemer tätig.

Nachfahren der Familien kommen zur Premiere / Spendenaktion
Bei dem Heimatforscher Christian Repkewitz, der mit den Familien Cohn, Bucky und Levy in regem Austausch steht, haben inzwischen 20 Familienmitglieder ihre Teilnahme an der Premiere zugesagt. Neben einem Sohn Gerhard Julius Buckys mit Ehefrau und zwei Söhnen werden eine Tochter von Hans Levy, dem ältesten Kind und einzigen Sohn des Ehepaars Levy, erwartet. Zudem werden die zwei noch lebenden Kinder der Levy-Tochter Ruth, die beiden noch lebenden Söhne von Lotte Levy sowie Ur- und Ururenkel der Levys im Mai nach Altenburg reisen. Die Gäste kommen aus England, Kanada, Südafrika und den USA.

-    20.5. A-Premiere
-    21.5. B-Premiere
-    Weitere Vorstellungen:
Mittwoch, 24. Mai; Freitag, 26. Mai; Samstag, 27. Mai; Sonntag, 28. Mai; Mittwoch, 31. Mai; Donnerstag, 1. Juni Freitag, 2. Juni
jeweils um 19:30 Uhr in der Stadt Altenburg, Beginn Markt 23

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 03447-585177.



Vorschlag für Bildunterschrift
Foto: Mike Langer
v.l.n.r.: Anna Borcherding (FSJ Dramaturgie), Svea Haugwitz (Dramaturgin), Schauspieldirektor Bernhard Stengele (Regisseur), Kfir Livne-Amram (Schauspieler), Christiane Nothofer (Schauspielerin), Gabriela Aldor (Autorin), Christian Repkewitz (Heimatforscher), Mechthild Scrobanita (Schauspielerin), Yasin Baig (Regieassistent), Marianne Hollenstein (Ausstatterin), Mona Becker (Autorin), Peter Prautsch (Schauspieler), Heinrich Diemer (Sounddesign), Meshi Elbar (Schauspielerin), Mohammad Kundas (musikalischer Leiter, Leiter Qarar), Shahir Kabaha (Schauspieler), Ioachim Zarculea (Schauspieler), Öykü Oktay (Schauspielerin), Yara Jarrar (Schauspielerin)
Das Team von „Cohn Bucky Levy“ hat gemeinsam die verschiedenen Aufführungsorte des Stückes in Altenburg erkundet, darunter auch das Paul-Gustavus-Haus (Foto), das eine der Hauptspielstätten sein wird. Die vier palästinensischen und israelischen Schauspieler aus Jaffa und Tel Aviv werden begleitet von der hebräischen Autorin Gabriela Aldor und dem palästinensischen Musiker Mohammad Kundas. Gemeinsam mit dem Altenburger Team werden sie die kommenden Wochen in der Regie von Bernhard Stengele das Stück proben, das sich auf die Spuren der jüdischen Familien Cohn, Bucky und Levy begibt und Bezüge zur aktuellen politischen Situation in Israel und Deutschland herstellt. Dabei spielt die historische Familiengeschichte ebenso eine Rolle wie persönliche Erfahrungen der Schauspieler.

https://youtu.be/rfw7RhieFKE
Mike Langer hat lizenzfrei Video- und Audiomaterial im Angebot:
- Erste Probe im Landestheater Altenburg
- Gesangsprobe "Kein schöner Land" und "Buchenwaldlied"
- Stadtrundgang an die Spielorte des Stückes
- O-Töne zur Erläuterung, was an den Spielorten passieren wird
- Rundgang durch das Paul-Gustavus-Haus in Altenburg (Hauptspielort)
Die Aktionen sind auch als kompletter Beitrag (vertont mit deutschem Off-Text) für TV- und Internetnutzung verfügbar!

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