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Michael Schindhelm "Letzter Vorhang"

Mit einer Lesung aus seinem neuesten Roman „Letzter Vorhang“ – erschienen im Verlag Theater der Zeit – kehrt Michael Schindhelm am 7. November für einen Abend ans Theater Gera zurück, dessen Intendant er von 1992 bis 1996 war.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Puppentheater am Gustav-Hennig-Platz. Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 0365-8279105.
1960 in Eisenach geboren, studierte  Michael Schindhelm Quantenchemie in Woronesch und war zunächst Mitarbeiter am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. Danach arbeitete er als Autor und Übersetzer. Er war Theaterleiter in Nordhausen,  aus Gera führte Schindhelm der Weg als Theaterintendant nach Basel (Schweiz). Von 2005 bis 2007 war er Generaldirektor der Opernstiftung in Berlin, danach Kulturdirektor in Dubai. Er ist heute als Schriftsteller, Dokumentarfilmer und Kulturforscher international tätig und lebt in Lugano und London.
Michael Schindhelm erzählt in seinem neuesten Roman die Geschichte des Matthias Pollack, Chefdramaturg am Berliner Liebknecht-Theater, das nach 25 Jahren als das Nonplusultra des deutschen Theaters nun zur Beute eines kosmopolitischen Kulturmanagers werden soll. Was wie eine Allegorie auf die Gegenwart der Berliner Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz erscheint, wird mehr und mehr zur beklemmenden Einsicht in die Selbstentfremdung des Protagonisten. Pollack, Ende fünfzig, Sohn Ostberliner Intellektueller, gerade von seiner jungen Freundin verlassen, ist auf dem Weg zur 463. Vorstellung von „Einer flog über das Kuckucksnest“: Entstanden im Herbst 1989 als Abrechnung mit der Staatswillkür der DDR, dann transformiert in eine Attacke auf die Zumutungen des Kapitalismus, soll diese Inszenierung, die den Ruhm des Liebknecht begründet hat, heute in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters zum letzten Mal gespielt werden. Niemand kann vorhersehen, was an diesem Abend geschehen wird.



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