• Seide

    Nach dem Roman von Alessandro Baricco

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    Nach dem Roman von Alessandro Baricco

  • Seide

    Nach dem Roman von Alessandro Baricco

  • Seide

    Nach dem Roman von Alessandro Baricco
    für die Bühne bearbeitet von Tobias Goldfarb

    • Fr 24.03.2017 / 19:30 Uhr
      Puppentheater Gera

     

    „Ich wollte eine Geschichte schreiben wie weiße Musik, eine Geschichte, die klingt wie die Stille.“
    Alessandro Baricco


    Videotrailer

    Mitte des 19. Jahrhunderts zeichnet sich Hervé Joncour für die Beschaffung neuer Seidenraupeneier verantwortlich, die für die Seidenproduktion in seinem französischen Dorf Lavilledieu unabdingbar sind. Mit seiner Frau Hélène führt er dort ein unaufgeregtes Leben, das ihn weder glücklich macht noch betrübt. Als eine Seuche die Raupen seiner bisherigen Handelspartner befällt, rät man Hervé, die Eier aus Japan zu beziehen. So macht er sich auf die lange Reise in das fremde Land, das bisher kaum ein Europäer betreten hat. Hervé gelingt es tatsächlich, einen Handel mit Hara Kei, dem Fürsten eines Dorfes, abzuschließen und dabei verliebt er sich in den Anblick eines jungen Mädchens. Bezaubert von den Eindrücken der fremden Kultur kehrt er nach Frankreich zurück, wo dank seiner erfolgreichen Geschäfte die Produktion in Lavilledieu wieder gesichert ist. Als er im folgenden Jahr erneut in das japanische Dorf reist, beobachtet Harvé wieder fasziniert das geheimnisvolle Mädchen. Vor seiner Abreise gibt sie ihm einen Zettel: „Kommen Sie zurück, oder ich sterbe.“

    Seide ist ein zutiefst poetischer Roman, der zart und einfühlend die Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung beschreibt. Dabei geht es nicht allein um die sanfte Verbindung zwischen Hervé und der Japanerin, sondern auch um die sich dadurch verändernde Beziehung des Händlers zu seiner Frau Hélène. Es sind die unausgesprochenen Wünsche, die aufmerksamen Beobachtungen und die melodischen Wiederholungen, die der Erzählung eine beflügelnde Leichtigkeit verleihen, die Sinne und Fantasie anregen.


    Themen: langjährige Liebe, Fernweh, Sehnsucht
    Altersempfehlung: ab 15 Jahren

     


    Rezensionen

    Zauberhaft, zart und edel wie Seide . Ostthüringer Zeitung

    Holk Freytags Inszenierung in der Geraer Puppenbühne ist ein Kleinod, großartig erzählt, mit zauberhaften Figuren und Kostümen (Sylvia Wanke) auf die Bühne (Christian Werdin) gebracht. Der Zuschauer reist mit der Akkordeon-Musik (Olav Kröger) nach Südfrankreich und erfährt durch die fantasievollen Videos von René Grüner vom Leben der Bewohner und ihren exotischen Bräuchen in dem kleinen japanische Bergdorf. Der Riesenapplaus des Publikums nach gut einer Stunde aber gilt vor allem Sabine Schramm und Lutz Großmann. Wie sie in den einzelnen Rollen agieren, mit welcher Kraft, mit welcher Innigkeit sie die Figuren führen – das ist ganz große Puppentheater-Kunst.

    Sabine Wagner

    Das Ende der Welt · FIDENA - Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst

    ... zeigt sich die große Kunst von Lutz Großmann und Sabine Schramm, behände zwischen den verschiedenen Rollen zu wechseln, mal Spieler, mal Schauspieler, mal Erzähler zu geben.

    Franziska Reif

    Mediathek