• So machen’s alle

    Komödie mit Musik von Manuel Kressin und Olav Kröger

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    Komödie mit Musik von Manuel Kressin und Olav Kröger

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    Komödie mit Musik von  Manuel Kressin und Olav Kröger
    Uraufführung

     

    Küsse niemals unbedacht,
    wie du’s machtest letzte Nacht;
    denn wenn du nicht achtsam bist,
    weißt du oft nicht, wen du küsst.
    Fiordiligi

    Oh, wie sind sie verliebt, die beiden Herren Ferrando und Guglielmo! Bis über beide Ohren schwärmen sie für ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi, und natürlich verehren auch die Damen ihre Männer abgöttisch, sind sie doch attraktiv und schnittig ohnegleichen – eine Liebe, die scheinbar ewig hält!

    Das aber kann und will Don Alfonso, der Freund der beiden Männer, nicht glauben. Der weitgereiste Philosoph weiß, dass die Liebe ein flüchtiger Geselle ist, und zweifelt an der Treue der Frauen. Um das zu beweisen, schlägt er eine Wette vor: Die Männer sollen vorgeben, in den Krieg ziehen zu müssen, um dann, in Verkleidung, der jeweils anderen Braut den Hof zu machen. Wenn sie das Spiel gewinnen, gehen die Kosten der Doppelhochzeit auf Alfonsos Rechnung. Da der Preis lohnt, willigen die beiden Verliebten ein. Die Maskerade der Herren trifft bei ihren Damen zuerst auf allerhöchsten Widerstand und so scheint die Wette beinahe gewonnen, als ein unvorhergesehener Kuss alle Pläne ins Schleudern bringt. Schnell entsteht ein turbulentes Wirrwarr, in welchem die große, wahre Liebe jedem und jeder immer wieder aufs Neue begegnet.

    Basierend auf dem Libretto von Mozarts Oper Così fan tutte entwickeln Manuel Kressin und Olav Kröger eine spritzig heitere Komödie, die mit Charme, Komik und Musik dem Publikum die lauen Sommernächte versüßt. Musikalisch begleitet eine Liveband das Spektakel mit Kompositionen, die
    nicht nur an Mozarts Oper, sondern vor allem an die eingängigen Rhythmen der 1950er Jahre erinnern. So finden die heißen Sommertage bei Schauspiel, Wein und anderen Köstlichkeiten einen heiteren und erfrischenden Ausklang.

     


    Rezensionen

    Komm ein bisschen mit nach Italien · Ostthüringer Zeitung 13.6.16

    Wie in Cosi fan tutte ist Italien der Schauplatz. Wie da gibt es zwei Schönheiten und ihre Bräutigame. Wie da kommt ein abgeklärter Freund namens Don Alfonso (Ulrich Milde) und wettet: Stellt die Bräute auf die Probe und ihr Männer erlebt euer blaues Wunder. Wie da gibt es eine Despina, die die Mädels mahnt: Die Männer sind im Krieg, ungewiss, wann und ob sie wiederkommen, aber eure biologische Uhr tickt, jung und schön ist man nur für kurze Zeit. Wie Mechthild Scrobanita als verblühte Alte die hohe Stirn in Falten legt und mit dem Stock fuchtelt, das muss man gesehen haben. Es ist die Kunst der Übertreibung, der Regisseur Stengele und Ausstatterin Marianne Hollenstein freien Lauf lassen. Sind alle quietschbunt bis zu den Schuhkappen gekleidet, verwischen alle Geschlechterklischees.

    Angelika Bohn

    Wie im wahren Leben · Osterländer Volkszeitung 15.6.16

    Kressin hat das Libretto neu bearbeitet und für seinen Text gereimt. Es war noch nicht bekannt, dass er Lyrik verfasst und die Sprache in fünffüßige Jamben formen kann. Olav Kröger hat diese zu Teilen in sangbare und teilweise bewusst schnulzige Musik nach Mustern der 50er-Jahre gekleidet. Nein, das ist keine neue Oper, es ist ein Schauspiel mit Musik. Und das ist gut gelungen.

    Manfred Hainich

    Heiteres Sommertheater in Gera - Ostthüringer Zeitung 6.6.17

    Manuel Kressin macht aus der italienischen Oper eine gereimte deutsche Schauspielfassung. Zusammen mit Olav Kröger garniert er dazu Schlager im Stil der 50-er Jahre ...und lässt eine Live-Band ... spielen. Alles ist überzogen, bunt und klischeebehaftet - ganz in der Art der alten italienischen Commedia dell Arte, deren oberstes Anliegen die Unterhaltung des Publikums war.

    Ulrike Kern

    Mediathek

    © Fotos: Sabina Sabovic (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)