• Verbrechen

    Zwei Kriminalstücke · Frei nach Erzählungen von Ferdinand von Schirach

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    Zwei Kriminalstücke
    Frei nach den Erzählungen Grün und Fähner von Ferdinand von Schirach
    In einer Fassung von Caren Pfeil und Stefan Wey · Uraufführung

    • Sa 13.05.2017 / 19:30 Uhr Restkarten
      Puppentheater Gera

     

    „Die meisten Dinge sind kompliziert,
    und mit der Schuld ist es so eine Sache!“
    aus Verbrechen

    Seit Monaten geht das nun schon, dass die Bauern tote Schafe finden, bestialisch abgestochen und mit herausgerissenen Augen. Graf von Nordeck zahlt einen hohen Preis für die Kadaver, die die Bauern zum Herrenhof bringen. Er zahlt, um jedes Aufsehen um die Taten seines Sohnes zu vermeiden. Seit dem Tod seiner Frau lebt Graf von Nordeck allein mit seiner kleinen Tochter und seinem 18-jährigen Sohn Philipp. Keiner versteht, warum der stille Junge das tut.
    Doch jetzt ist die 16-jährige Sabine verschwunden. Die Tochter des Grundschullehrers war mit Phillipp befreundet, mit ihm wurde sie auch zuletzt gesehen. Und dann steht Philipp blutverschmiert und verwirrt vor der Polizeistation ...
    Ganz anders Friedhelm Fähner. Über den pensionierten und seinerzeit sehr angesehenen praktischen Arzt gab es eigentlich nichts zu erzählen. Er hatte immer in Rottweil gewohnt und hier auch seine spätere Frau Ingrid kennengelernt. Sie war seine große Liebe. Auf ihrer Hochzeitsreise nach Kairo aber hatte er ihr ein Versprechen gegeben, das ihm und letztlich ihr über viele Jahre hinweg zum Verhängnis werden sollte.
    Die Erzählungen Grün und Fähner sind in der ersten Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel Verbrechen erschienen, die Ferdinand von Schirach basierend auf authentischen Fällen seiner Berufspraxis schrieb. Als Strafverteidiger versucht er, im möglichen Täter den Menschen zu sehen, die Motive der Tat zu ergründen und zu verstehen sowie Begriffe wie Verbrechen, Schuld und Strafe differenzierter zu definieren, als es eine Strafprozessordnung vermag.
    Seine Geschichten sind keine fiktionalen Krimis, sondern reale Straftaten, die aber überall und jedem passieren könnten. Denn mitunter ist es nur ein sehr kleiner Schritt zwischen der Möglichkeit einer Tat und einem tatsächlichen Geschehen.
    Ferdinand von Schirach (*1964) ist zum Bestsellerautor avanciert. Nach Verbrechen folgte das Buch Schuld mit weiteren Gerichtsfällen. Zwischenzeitlich philosophierte Schirach auch regelmäßig im Spiegel über den deutschen Rechtsstaat. Gesammelt publizierte er diese Essays 2014 in dem Band Die Würde ist antastbar. Sein Stück Terror wurde in der Spielzeit 2015/16 an 16 Theatern gespielt und 2016 für das Fernsehen adaptiert.
    Die Erzählungen Grün und Fähner sind dem Buch Verbrechen von Ferdinand von Schirach entnommen, das im Piper Verlag, München erschienen ist.

     


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    © Fotos: Sabina Sabovic (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)