Der gestiefelte Kater

Vertrauen will gelernt sein
Schauspiel frei nach dem Märchen der Brüder Grimm
Für die Bühne bearbeitet von Christine Bossert
Ab 6 Jahren [1 Std. 10 Min.]

  • Mo 11.12.2017 / 09:00 Uhr Ausverkauft
    Großes Haus Altenburg

 

„Schau in den Spiegel und sieh Dich an. Wer bist Du? Was wirst Du? Und was ist Deine Bestimmung?“
Kater

Der junge Alex ist unglücklich: Er soll in der nicht gut gehenden Mühle seiner Familie arbeiten, die nicht viel abwirft, schwärmt unglücklich für die „Prinzessin“ einer Bäckerei und hat dann noch diesen eitlen Kater am Hals, der ihm als vollkommen nutzlos erscheint.
Doch dieses Fellknäuel entpuppt sich als großer Retter. Der Kater kann nämlich nicht nur sprechen und singen, sondern ist zudem ein äußerst schlaues Köpfchen. Er ist der festen Überzeugung, dass es nichts bringt, kleine Brötchen zu backen. Der Kater hat größere Pläne!
Zusammen mit seinen Katzen-Kumpels hilft er Alex trickreich, sodass sich dessen Sorgen und Probleme lösen.
Was er dafür haben will? Nichts weiter als ein Paar schöne Stiefel. Vielleicht kann er mit ihnen ja auch seinem Herzenskätzchen imponieren?!

In ihrer eigenen Textfassung holt Christine Bossert das Grimmsche Märchen in die Gegenwart und entführt Groß und Klein in Mühlen, kleine Backstuben und einflussreiche Großbäckereien; denn warum sollen Märchen nicht auch heutzutage geschehen können?
Die Lieder des Stückes runden die Geschichte ab und sind alles andere als Katzenjammer.

Mit freundlicher Unterstützung der Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umkreis e. V.

 



Rezensionen

Ein (sehr) modernes Märchen - Osterländer Volkszeitung 28. Nov. 17

... ist in der 75-minütigen Inszenierung auf der Bühne so allerhand los. Da wird gesungen und getanzt (komponiert und live gespielt von Schauspielkapellmeister Olav Kröger), gelacht und geweint, sorgen Mehl-Gespenster für ein bisschen Schauer, und zwei herrlich dicke und wilde, zugleich aber unendlich einfältige Jungs ... für Klamauk. Zudem bietet die Drehbühne, die die Zuschauer mühelos sowohl in die Grimmsche Backstube als auch die Vapyrsche „Giftküche“, sowohl in die Mühle als auch den Angelteich entführt, jede Menge Abwechslung. Auch die Kostüme, beides in der Verantwortung von Ulrike Reinhard, bedienen die Erwartungen nach Buntem, mitunter Schrillem.... Ganz besondere Hochachtung verdienen aber die Schauspieler und – nicht minder – die guten Geister hinter den Kulissen in Ankleide und Maske.... Nichtsdestotrotz hat das Premierenpublikum zum Schluss herzlich und stark applaudiert. Den Zuschauern hat es also gefallen, und darauf kommt es ja vor allem an.

Ellen Paul

Mediathek

Fotos: Sabina Sabovic (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)