Globaler Triumph des Populismus?

  • Di 20.06.2017 / 19:00 Uhr Eintritt frei
    Bühne am Park Gera

 

Was ist Populismus und wie sollte die Zivilgesellschaft damit umgehen?

Refenernt: Prof. Jan-Werner Müller (Princeton University, USA)


„Wer über Populismus redet, kann von
Demokratie und Liberalismus nicht schweigen.“
(Jan-Werner Müller)


In den USA haben es rechte Populistinnen und Populisten in die Regierung geschafft. Auch in Europa halten sie Einzug in Regierungen. Dort, wo dies bisher nicht der Fall ist – unter anderem in Österreich, in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland – gelingt es rechten Populistinnen und Populisten zunehmend, Themen privater und öffentlicher Diskussionen zu bestimmen, Ängste und Unsicherheiten von Menschen zu politisieren, Grenzen des Sagbaren zu verschieben und Rassismus wieder salonfähig zu machen. Bisweilen treiben sie die etablierte Politik und Medien geradezu vor sich her.
Aufklärung und Versachlichung sind gefragt gegen die Verführungskraft des „Post-Faktischen“: Was ist eigentlich Populismus? Ist er ein neues Phänomen? Was sagt er aus über eine Gesellschaft? Kann Populismus als radikaldemokratisches Projekt verstanden werden? In welchem Verhältnis stehen Populismus und Demokratie? Wie sollten Zivilgesellschaft und Politik mit Populismus umgehen?

Jan-Werner Müller, Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der renommierten Princeton University, gibt Antworten unter anderem auf diese Fragen. Er ist Autor der Bücher „Was ist Populismus?“
(2016), „Das demokratische Zeitalter“ (2013) und „Verfassungspatriotismus“ (2010). Als öffentlicher Intellektueller tritt er in zahlreichen TV-Talkshows auf und schreibt für die Neue Züricher Zeitung, die Financial Times und die Süddeutsche Zeitung.

Veranstalter: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft - Thüringer Dokumentationsund Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit

www.idz-jena.de


In Kooperation mit: Aktionsbündnis Gera gegen Rechts

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.