Von Paris nach Berlin, über Budapest und Wien

Der große Operettenwettstreit

Mit Musik von Jacques Offenbach, Paul Lincke, Eduard Künneke, Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Johann Strauß, Paul Abraham u. a. [2 Std. 20 Min., 1 Pause]

 

Sie wollten schon immer mal bestimmen, was in Ihrem Theater gespielt wird? Jetzt können Sie’s! Denn nachdem Generalintendanz, Kapellmeisterschaft, Dramaturgie und Marketing keinen Konsens darüber erzielen konnten, welchem Operette in dieser Spielzeit gespielt werden soll, muss das Publikum entscheiden.
Offenbachiade, unter diesem Begriff versteht man die ursprüngliche, die Pariser Operette. Ihr Markenzeichen ist die schwungvolle Verkehrung der Welt: Räuber, Straßensänger und Bettler triumphieren über die bürgerliche Wohlanständigkeit von Politik, Wirtschaft und Militär. Aber ist der Cancan wirklich das Allheilmittel gegen den Alltagsfrust? Ist da nicht der Berliner Operette mit ihrer zackigen Marschmusik und Weißbierseligkeit der Vorzug einzuräumen? Oder der gefühlvollen ungarischen Operette, die mit Csárdás, Gulasch und Paprika aufwartet? Triumphiert am Ende gar die Sinnlichkeit der Wiener Operette?
Theater&Philharmonie Thüringen lässt sing- und spielfreudige Sängerinnen und Sänger sowie den Opernchor mit beliebten Operettennummern gegeneinander antreten. Am Ende ist Ihr Votum gefragt. Wie der Wettstreit ausgeht, entscheiden Sie!

 

Ausschnitte aus:

Paul Abraham
(1892-1960): Ball im Savoy

Ralph Bernatzky (1884-1957): Im weißen Rössl

Emmerich Kálmán (1882-1953): Die Csárdásfürstin, Gräfin Mariza

Eduard Künneke (1885-1953): Der Vetter aus Dingsda

Franz Lehár (1870-1948): Die lustige Witwe

Paul Lincke (1866-1946): Frau Luna

Jacques Offenbach (1819-1880): Schöne Helena, Orpheus in der Unterwelt, Pariser Leben

Robert Stolz (1880-1975): Frühling im Prater

Johann Strauß (1825-1899): Eine Nacht in Venedig, Wiener Blut

Franz von Suppé (1819-1895): Boccaccio

 


Rezensionen

Konzertsaal wird zum Traumland - Ostthür. Zeitung 21.3.17

Die Akteure brechen eine Lanze für das beileibe nicht unumstrittene Genre. Das wiederum eröffnet dem Ostthüringer Mehrspartenhaus die Möglichkeit, mal so richtig zu zeigen, was man alles kann.

Volker Müller

Koloraturzauberin Akiho Tsujii stiehlt dem Dirigenten die Show - OVZ 18. Jan. 17

Man griff mit vollen Händen in den Operettenfundus, fischte rund 20 Melodien heraus und verband diese unter dem Thema zu einer attraktiven Revue, die vom Umfang der Mitwirkenden, von den Kostümen der Akteure, vom Schmiss der Inszenierung und von der musikalischen Qualität vieler Programmnummern durchaus "staatstheatergemäßes" Format erreichte.

Manfred Hainich

Mediathek

© Fotos: Sabina Sabovic (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)