• Piaf - La vie en rose

    Ballett von Silvana Schröder · Uraufführung

  • Piaf - La vie en rose

    Ballett von Silvana Schröder · Uraufführung

  • Piaf - La vie en rose

    Ballett von Silvana Schröder · Uraufführung

  • Piaf - La vie en rose

    Ballett von Silvana Schröder
    Musik von Édith Piaf und ihren Zeitgenossen (live und vom Band)
    Uraufführung

     

    „Moral ist, wenn man so lebt, dass es gar keinen Spaß macht, so zu leben.“
    Edith Piaf

    „Non, je ne regrette rien” („Nein, ich bereue nichts“) – ein Chanson, das nicht nur um die Welt ging, sondern auch das Lebensmotto seiner Interpretin war: Edith Giovanna Gassion (1915-1963), die kleine Französin mit der faszinierenden Stimme, die als Edith Piaf zur Legende wurde. Sie sang von Liebe und Abschied, von Glück und von Tod; sie verstand es, die Tragik ihres Lebens in ihren Liedern auszudrücken – allgemeingültig und allgemeinverständlich.

    Edith Piafs Karriere wurde begleitet von heftigen Liebesaffären, tragischen Unfällen, Zusammenbrüchen, Alkohol und Drogen. Lange kämpfte sie gegen ihr Krebsleiden an und stand selbst noch schwerkrank auf der Bühne. Doch sie wollte nur eines: Singen. Ihre Herkunft hatte Piaf den Stempel aufgedrückt: Ihr expressives Leben und ihre starke Stimme wurden auf der Straße ausgebildet. Von der Mutter verlassen, bei den Großmüttern aufgewachsen, mit dem Vater, einem Schlangenmann und Alkoholiker, im Wanderzirkus unterwegs gewesen und irgendwann von der Brutalität und Alkoholsucht aus ihrem familiären Umfeld getrieben, floh sie mit fünfzehn Jahren, um auf den Straßen von Paris selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Dort entdeckte sie Louis Leplée und holte sie in sein Kabarett. Damit setze er den Grundstein für ihre fulminante internationale Karriere.

    Der Schwerpunkt von Silvana Schröders Choreografie liegt in der Gegenüberstellung der privaten, zumeist leidenden, kranken Piaf, die ihre Kindheit verarbeitet und mit ihren Krankheiten, Unfällen und Abstürzen zu kämpfen hat, und einem singenden Weltstar, der mit seinen Liedern berührt, für sein Publikum lebt und bis heute Bewunderung auf sich zieht und Kraft spendet.

     


    Rezensionen

    Spiegelungen einer zerrissenen Seele · Thür. Landeszeitung 15.2.16

    Silvana Schröder, die Choreografin und Leiterin des Thüringer Staatsballetts, hat alles, was sie aufbringen konnte, in die Waagschale geworfen – eine doppelte Piaf, ihre virtuos zwischen klassischen Elementen, Walzer und Tango wechselnde Tanzcompany und ein ebenso minimalistisch wie berauschend aufspielendes Musikerquartett – und hat gewonnen. „Piaf – La vie en rose“ übertrumpft sogar ihren „Keimzeit“-Abend, weil die Collage über das Leben der mit nicht einmal 48 Jahren gestorbenen Sängerin wenig gefällig, dafür um so authentischer ist.

    Frank Quilitzsch

    Männerfresserin ohne Männer · Leipziger Volkszeitung 15.2.16

    Als Gast singt Vasiliki Roussi sich parallel durch alle berühmten Piaf-Chansons: Immer heftiger werden gegen Ende die Applauskaskaden des Premierenpublikums angesichts dieser rückhaltlosen Identifikation. Die Mimik, der Hilferuf aus den Augen, der übers Gesicht verschmierte Lippenstift – Roussi ist viel mehr als eine Piaf-Inkarnation. Sie hat die Töne des historischen Vorbilds in der Kehle und im Verstand. Sie röhrt, skandiert und röchelt, als ginge es an die eigene Existenz. Aus dem dokumentarisch erschlossenen Skelett von Erinnerungen modelliert sie ein in seiner Fahrigkeit faszinierendes Wesen. Labil, ordinär, charismatisch.

    Roland Dippel

    Der Spatz von Paris · Freie Presse 15.2.16

    Zur begeisterten Aufnahme der Premiere trug das sorgfältig konzipierte, gelegentlich recht handfeste Elemente einbeziehende Bühnenbild von Andreas Auerbach bei. So illustriert ein Flaschen-Panorama die verhängnisvolle Leidenschaft des Stars für Hochprozentiges. Das live begleitende, subtil musizierende Instrumental-Quartett, für das Olav Kröger die Arrangements schrieb, konnte gut neben dem vollen Sound der Einspielungen bestehen.

    Volker Müller

    Umjubelter Ballettabend über Sängerin Edith Piaf in Gera · dpa 13.2.16

    Das Thüringer Staatsballett hat die Chanson-Diva Edith Piaf auf der Bühne wiederaufleben lassen und damit den Nerv des Publikums getroffen.

    Andreas Hummel

    Bildgewaltiges Piaf-Ballett · Ostthür. Zeitung 15.2.15

    Legenden sterben jung, heißt es. Edith Piaf – als Spatz von Paris bis in die Gegenwart verehrt – wurde 47 Jahre alt. Mit ihrer unglaublich tragischen Lebensgeschichte und vor allem mit ihren großartigen Chansons rührt sie bis heute ein Millionenpublikum zu Tränen. Auch Freitagabend, nach der zweistündigen und lange vorher ausverkauften Uraufführung von Silvana Schröders Ballett „Piaf – La vie en rose“ in Gera, ist ein Teil des Publikums zu Tränen gerührt. Es regnet rote Rosen für eine Inszenierung voller Leidenschaft, für die Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Staatsballetts und die sie begleitenden Musiker, vor allem aber für die Sängerin und Schauspielerin Vasiliki Roussi, mit deren Besetzung Silvana Schröder ein Glücksgriff gelungen ist.

    Sabine Wagner

    Mediathek