Judith Christ

Foto: Stephan Walzl

Judith Christ, geboren in Mainz, studierte am dortigen Peter-Cornelius-Konservatorium in der Klasse von Sead Buljubasic Gesang. Sie schloss ihre Ausbildung mit der Auszeichnung „Staatlich anerkannte Opern- und Konzertsängerin“ ab. Ein Aufbaustudium im Fach Oper führte sie von 1996 bis 2001 an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Frankfurt am Main, wo sie ihr Diplom in der Klasse von Paula Page und Hedwig Faßbender machte. Meisterkurse belegte sie u. a. bei William Cochran, Elio Battaglia und Julia Hamari. Seit der Spielzeit 2014/15 ist sie festes Ensemblemitglied von Theater&Philharmonie Thüringen.

Erste Bühnenerfahrung sammelte die Mezzosopranistin an der Oper Frankfurt am Main. Dort debütierte sie als 3. adelige Waise in Strauss’ Rosenkavalier. Weitere Engagements führten sie zum Festival „Opera Classica“, ans Theater Koblenz, das Staatstheater Mainz sowie das Staatstheater Wiesbaden.
Die Sängerin arbeitete mit Regisseuren wie Nicolas Brieger, Sandra Leupold, Christof Loy, David Mouchtar-Samorai, Arila Siegert und Christof Nel zusammen. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von Catherine Rückwardt, Paolo Carignani, Enrico Delemboye und Toshiyuki Kamioka.

Im August 2013 erreichte Judith Christ beim Internationalen Gesangswettbewerb in der Oper Frankfurt am Main, ausgerichtet von www.artopera.de, den zweiten Preis, bei Nichtvergabe eines ersten Preises.
Ihr Repertoire umfasst Partien wie Erda (Das Rheingold, Siegfried), die Stimme aus der Höhe (Parsifal), 1. Norn (Götterdämmerung), 3. Dame (Die Zauberflöte), Mutter Gertrud sowie die Hexe (Hänsel und Gretel), Frau Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Mércédes (Carmen), Ludmila (Die verkaufte Braut), Mamma Lucia (Cavalleria rusticana), Flora (La Traviata) und Ulrica (Un ballo in maschera). Besondere Erfolge konnte sie als Tante Berta in Burkhards Feuerwerk am Staatstheater Wiesbaden, als Öffentliche Meinung in Offenbachs Orpheus in der Unterwelt am Theater Koblenz sowie als Marcellina in Mozarts Le nozze di Figaro am Staatstheater Mainz feiern.

Kammersängerin Brigitte Fassbaender bescheinigt Judith Christ eine „technisch gut geführte Stimme, die man als imponierendes Material bezeichnen kann“. Weiterhin lobte sie deren „Musikalität, Temperament, Spielfreude und überaus sympathische Ausstrahlung“. Die Presse lobt ihre „große Stimme, die von leuchtkräftiger Wärme erfüllt“ ist (Nikolas Furch, Allgemeine Zeitung Kirn). Alfons Molitor schrieb in der Mainzer Allgemeinen Zeitung über die Sängerin, dass sie „durch deutliche Aussprache und wohltuende Klangfarbe bei ansprechendem Volumen überzeugen“ konnte. „Imponierend“ nannte Richard Hörnicke im Wiesbadener Tagblatt den Auftritt der Mezzosopranistin. Joe Ludwig bezeichnete sie in der Mainzer Allgemeinen Zeitung als „beeindruckende Solistin“ und betonte, dass sie „mit bewundernswert interpretierten Weisen aus dem Oratorium Elias und der Gebetsarie aus Rossinis Moses in Ägypten ihrem Ruf gerecht“ wurde. Und Anja Baumgart-Pietsch attestierte der Sängerin im Wiesbadener Tagblatt eine „gesanglich tadellose“ Leistung.

Jüngst schrieb Gerhard Hoffmann im Neuen Merker bzgl. des zweiten Preises, den die Sängerin beim Internationalen Gesangswettbewerb der ArtOpera 2013 in der Oper Frankfurt am Main gewonnen hat: „Als einzige Altistin ließ Judith Christ aufhorchen, intonierte in bester Manier, bot eine herrliche Erda, frei strömte die wunderbare Stimme im tiefen Register und verblüffte mit dramatischen Höhenflügen bei Santuzzas Klage um sodann, unglaublich schlicht im Ton, herzbewegend Didos Lamento folgen zu lassen.“

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