1. Philharmonisches Konzert 2018/19

Festkonzert: 130 Jahre Reußische Hofkapelle

  • Do 20.09.2018 / 19:30 Uhr
    Konzertsaal Gera

 

Carl Kleemann (1842-1923): Ouvertüre zu Der Klosterschüler von Mildenfurth
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Anton Bruckner (1824-1896): Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“
Anton Bruckner

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Die Gründung der Reußischen Hofkapelle im Jahr 1888 stellte einen absoluten Glücksfall für die damals aufstrebende Industrie-und Handelsstadt Gera dar: einerseits bekam die musikbegeisterte Bürgerschaft ein Orchester zur Pflege des einschlägigen Repertoires, andererseits führte dies zum Bau eines eigenen Konzertsaals. Im Gründungsjahr wurde der Dirigent, Pianist sowie Komponist Carl Kleemann zum Hofkapellmeister ernannt. In dieser Zeit schuf er zahlreiche Werke, u. a. drei Sinfonien und verschiedene festliche Ouvertüren.
Anlässlich des 130. Gründungsjubiläums und Beginns der großen Orchestertradition erklingen neben der Ouvertüre zwei Höhepunkte der Konzertliteratur. Das Klarinettenkonzert von Mozart ist das bedeutendste Bläserkonzert des Salzburger Meisters und das wohl berühmteste Werk dieser Gattung überhaupt. Darin führt Mozart die Qualitäten des damals noch jungen Instrumentes vor: den warmen Ton, die geschmeidige Geläufigkeit sowie seinen Klangfarbenreichtum.
Daniel Ottensamer konzertiert sowohl als Solist und Kammermusiker sowie in seiner Funktion als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den Musikzentren der Welt.
Keine andere Sinfonie Anton Bruckners festigte den Weltruhm ihres Schöpfers wie die glanzvolle Siebte, die er König Ludwig II. von Bayern widmete. Ein Charakteristikum der Orchestrierung ist die in Bruckners Œuvre erstmalige Verwendung von vier Wagner-Tuben. Doch auch sonst lassen sich Stilmittel Richard Wagners in Bruckners 7. Sinfonie finden, wie z. B. das Spiel mit der „unendlichen Melodie“. Das berühmte Adagio in cis-Moll, ein von Bratschen und Tuben bestimmter Trauergesang, wird mit seinem feierlichen Ausklang gar als Klage auf den Tod des Bayreuther Meisters gedeutet.