18. Philharmonisches Schlosskonzert

In der Reihe Zukunftsmusik ostwärts
Im Rahmen der Liszt Biennale Thüringen

 

Anton Reicha (1770-1836): Quintett D-Dur für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 91,3
Franz Liszt (1811-1886): Etüde Nr. 5 B-Dur Feux follets (Irrlichter) aus Études d'exécution transcendante
Karl Goepfart (1859-1942): Trio für Klarinette, Fagott und Klavier op. 75
Franz Liszt: Etüde Nr. 4 d-Moll Mazeppa aus Études d'exécution transcendante
Ludwig Thuille (1861-1907): Sextett B-Dur für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 6

„Zur Bildung des Künstlers ist vor allem Emporwachsen des Menschen nötig.“
Franz Liszt

Vier Tonkünstler – vier Generationen von Schülern und Lehrern, die die Musik durch die Zeit hinweg prägten und erneuerten. Das musikalische Erbe, das sie uns hinterlassen haben, ist nicht nur an ihren Kompositionen und ihrem Bekanntheitsgrad zu messen, sondern vielmehr an den Innovationen und Ideen, durch die sie die Musik weiterentwickelten. Im Zentrum befindet sich der Großmeister Franz Liszt, ergänzt durch drei bedeutende Lehrer-Schüler-Konstellationen aus seinem näheren Umfeld.
Am Anfang steht der glänzende Theoretiker und Stammvater des Bläserquintetts, Anton Reicha, der durch neugierigen Forschergeist seinen jungen Kompositionsschüler Liszt inspirierte. Denn auch der gefeierte Klaviervirtuose schlug neue Wege ein: Als erster Pianist wagte er, solistisch zu konzertieren und läutete so das „silberne Zeitalter“ im musikalischen Weimar ein.
Dort machte der Thüringer Karl Goepfart Liszts Bekanntschaft. Bald einer seiner Lieblingsschüler, blieb Goepfart seinem Vorbild Zeit seines Lebens stilistisch treu. Liszt-Schüler in zweiter Generation war Ludwig Thuille. Zunächst noch unter dem Einfluss der Klassik stehend, überzeugte der Liszt-Verehrer Alexander Ritter ihn von der Neudeutschen Schule, von der er später maßgeblich geprägt wurde.
Simon Bürki wurde 2000 in St. Gallen geboren und begann im Alter von fünf Jahren Klavierstunden zu nehmen. Trotz seines jungen Alters spielte Bürki bereits zahlreiche Konzerte in Spanien, Frankreich, der Schweiz, der Ukraine sowie in Russland und nahm erfolgreich an zahlreichen Musikwettbewerben teil. Zuletzt gewann er 2017 im Alter von 17 Jahren den 5. Internationalen FRANZ LISZT Wettbewerb für Junge Pianisten in Weimar.
Das ensemble diX, bestehend aus Solobläsern des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera, gründete sich in der Geburtsstadt des Malers Otto Dix, um Kammermusik in ungewöhnlichen Besetzungen und Formen zu präsentieren. Eine rege internationale Konzerttätigkeit sowie zahlreiche CD-Einspielungen dokumentieren die Qualität des Ensembles.