Das Triadische Ballett

Ballett von Oskar Schlemmer
Rekonstruiert von Gerhard Bohner
Bayerisches Junior Ballett München
Unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. h.c. Irène Lejeune
Zum Bauhausjahr

 

Die Bauhaus-Bewegung, die 1919 durch Walther Gropius in Weimar ins Leben gerufen wurde, prägte nicht nur nachhaltig die bildende Kunst, die Architektur und das Design des 20. Jahrhunderts, sondern schuf mit Oskar Schlemmers Das Triadische Ballett auch eines der faszinierendsten Tanzstücke der Weimarer Republik. Es wurde 1922 in Stuttgart uraufgeführt.

Gerhard Bohners spektakuläre choreografische Neufassung des Balletts und die Kostümrekonstruktion unter der Mitwirkung von Ulrike Dietrich, die er 1977 im Auftrag der Akademie der Künste realisierte, war eine der erfolgreichsten Produktionen der jüngeren Tanzgeschichte und kann als beispielhaft für einen künstlerischen Rekonstruktionsprozess gesehen werden. 20 Jahre nach Bohners Tod und 70 Jahre nach dem Tod Oskar Schlemmers rekonstruierten Ivan Liška und Colleen Scott – beide hatten als Solisten in 85 Aufführungen von Bohners Triadischem Ballett getanzt – dieses intelligente, heitere Tanzexperiment mit dem Bayerischen Staatsballett II, dem heutigen Bayerischen Junior Ballett München. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer erfahren darin eine Auseinandersetzung mit den Prinzipien des Bauhauses, Material und Geometrie.

Das Triadische Ballett, dessen Titel sich vom griechischen tri (Drei, Dreiheit, Dreiklang) ableitet, spielt mit dem Konzept einer dreifachen Ordnung, die den Tänzen zugrunde liegt: Raum – Form – Farbe, Kreis – Quadrat – Dreieck, Bewegung – Kostüm – Musik. Das bedeutende Werk ist einmalig im Rahmen des Bauhausjahres 2019 in Gera zu erleben.

Schlemmer Bohner Hespos
Das Triadische Ballett
Neuproduktion 2014

Kooperation
Bayerisches Staatsballett
und
Akademie der Künste, Berlin
Ein TANZFONDS ERBE Projekt

 



Mediathek

Fotos: Wilfried Hösl