Der gestiefelte Kater - Vertrauen will gelernt sein

Vertrauen will gelernt sein
Schauspiel frei nach dem Märchen der Brüder Grimm
Für die Bühne bearbeitet von Christine Bossert
Ab 6 Jahren

[1 Std. 10 Min.]

 

„Das wäre doch gelacht, wenn die Welt nicht zu erschaffen wär, die wir uns träumen!“
Kater

Ach, du Schreck! Der Bäckerin Frau Grimm ist das Mehl ausgegangen! Wo ist denn nur die Lieferung von Müller Weiß hingekommen? Die Kundschaft ist verärgert. Da müssen sie wohl doch bei Frau Vapyrs neuer Backshopkette einkaufen! Auch Herr Weiß ist völlig aufgelöst: Er kann sich nicht erklären, wohin die Mehlsäcke verschwunden sind. Die Lieferung war doch schon unterwegs. Alles scheint verworren und niemand hat den Durchblick, was da geschehen ist. Niemand? Oh doch! Denn, von den Menschen kaum wahrgenommen, aber immer da, hat der Katzen-Agenten-Ring um Kater alles im Blick und macht sich daran, die Sorgen der Menschen zu vertreiben. Kater hat auch schon einige Pläne, die verfahrene Situation zu retten. Gemeinsam mit seinen Katzen-Kumpels begibt er sich auf eine abenteuerliche Jagd nach den Mehldieben und entdeckt in Frau Vapyrs Backlabor so einige Überraschungen. Was sie brauchen, um den Fall zu lösen, sind kleine menschliche Attribute, sei es ein Fahrradhelm oder ein Paar Stiefel …

Die Figur des gestiefelten Katers aus dem Grimmschen Märchen ist Ausgangspunkt der von Christine Bossert geschaffenen Geschichte, in welcher man unvermutete Helfer entdecken kann: Katzen, die auf Freundschaft bauen. Die von Schauspielkapellmeister Olav Kröger komponierten und live zu den Vorstellungen interpretierten Lieder runden die Geschichte ab und sind alles andere als Katzenjammer.

Mit freundlicher Unterstützung der Vereinigung der Theaterfreunde für Altenburg und Umkreis e. V.

 


Mit freundlicher Unterstützung


Rezensionen

Ein (sehr) modernes Märchen - Osterländer Volkszeitung 28. Nov. 17

... ist in der 75-minütigen Inszenierung auf der Bühne so allerhand los. Da wird gesungen und getanzt (komponiert und live gespielt von Schauspielkapellmeister Olav Kröger), gelacht und geweint, sorgen Mehl-Gespenster für ein bisschen Schauer, und zwei herrlich dicke und wilde, zugleich aber unendlich einfältige Jungs ... für Klamauk. Zudem bietet die Drehbühne, die die Zuschauer mühelos sowohl in die Grimmsche Backstube als auch die Vapyrsche „Giftküche“, sowohl in die Mühle als auch den Angelteich entführt, jede Menge Abwechslung. Auch die Kostüme, beides in der Verantwortung von Ulrike Reinhard, bedienen die Erwartungen nach Buntem, mitunter Schrillem.... Ganz besondere Hochachtung verdienen aber die Schauspieler und – nicht minder – die guten Geister hinter den Kulissen in Ankleide und Maske.... Nichtsdestotrotz hat das Premierenpublikum zum Schluss herzlich und stark applaudiert. Den Zuschauern hat es also gefallen, und darauf kommt es ja vor allem an.

Ellen Paul

Mediathek

Fotos: Sabina Sabovic (Die Fotos können für redaktionelle Zwecke und Berichterstattung zum betreffenden Stück honorarfrei genutzt werden. Der/die Fotograf/in muss stets genannt werden.)