Die verkaufte Braut

Komische Oper in drei Akten
Libretto von Karel Sabina
Musik von Bedřich Smetana
Deutsch von Kurt Honolka

  • So 17.06.2018 / 14:30 Uhr
    Großes Haus Altenburg

 

„Für diesen Preis, jetzt hört und schaut, verkauft der Mensch die eigne Braut.“
Kecal

Marie und Wenzel sollen gemäß dem Wunsch ihrer Vater heiraten. Kruschina und Micha wollen mit der arrangierten Ehe Erbe und Wohlstand der beiden sichern. Nachdem Michas erstgeborener Sohn als verschollen gilt, erscheint der naive Wenzel dem alten Kruschina als der ideale Schwiegersohn. Doch Marie setzt sich gegen den Plan ihres Vaters zur Wehr, liebt sie doch den Knecht Hans. Der Heiratsvermittler Kecal versucht, Hans umzustimmen. Der Außenseiter willigt scheinbar gegen Zahlung einer hübschen Summe ein und sagt sich von der Enttäuschten los. Er stellt allerdings die Bedingung, dass nur ein Sohn Michas Marie zur Frau nehmen dürfe. Dieser obszöne Handel wird von der empörten Dorfgesellschaft missbilligt und Marie ist zutiefst gekränkt. Doch dann gibt sich Hans als Michas erstgeborener Sohn zu erkennen. Mit ihrer Liebesheirat sichern sich Marie und Hans auch das Erbe. Die bestehende Ordnung gerät ins Wanken …

1866 in Prag uraufgeführt, gilt Die verkaufte Braut als eine zugleich komödiantische wie doppelbödige Buffo-Oper, die zu den beliebtesten ihres Genres überhaupt zählt. Das Meisterwerk Bedřich Smetanas (1824-1884) besticht durch seine böhmische Volkstümlichkeit, Melodienreichtum und eine farbige Instrumentation. In Ostthüringen ist es erstmals seit 1984 wieder zu erleben.

 


Rezensionen

"Die benutzte Braut" - Smetana-Premiere als perfides Satyrspiel - nmz online

Hinter der bunt frisierten „Volksoper“ blitzt es geistesgewandt.

Roland H. Dippel

Braut erfolgreich verkauft - Osterländer Volkszeitung

Kay Kuntze hat ein feines Gespür für die Unberechenbarkeit menschlichen Handelns, für die Poesie der Liebesgeschichte und legt nach und nach die Schichten dieses so heiter anmutenden Volksstückes mit tragischem Gehalt offen. Dabei zeigt er, wie man auch aus einem gängigen Repertoirestück ein großes Opernerlebnis formen kann. Die Umsetzung der vielschichtigen Handlungsmomente erfordert ein Ensemble mit hohem musikalisch-sängerischen wie auch schauspielerischen Können und Freude am Ausspielen skurriler Episoden. Das Theater hat solches Potential in allen Bereichen durchweg zu bieten.

Manfred Hainich

Mediathek

Fotos: Ronny Ristok