Sonderprogramm im Metropol Kino

 

Partner des Festivals ist das Programmkino Metropol in Gera, nur wenige Straßen vom Puppentheater entfernt. Das Kino lockt mit zwei Sonderveranstaltungen zum Festival, bei denen Puppen zu Leinwandhelden werden. Zum Festivalauftakt am Donnerstag, 30. Mai um 11:00 Uhr steht „Die Spur führt zum Silbersee“ auf dem Programm. Am Samstag, 1. Juni um 16:00 Uhr lädt ein Kurzfilmprogramm für Erwachsene ein, die Welt des Puppenanimationsfilmes im Gespräch mit deren Machern zu ergründen. Kartenverkauf ausschließlich über Metropol Kino.

www.metropolkino-gera.de oder Tel. 0365 20448460
 

Do. 30. Mai 2019 · 11:00 Uhr
Die Spur führt zum Silbersee
Regie: Günter Rätz, Animationsfilm
DEFA-Studio für Trickfilme, 1985-1989 
nach Karl May „Der Schatz im Silbersee“

Ein Saloon-Pianist sitzt am Klavier und ruft seine Fans zusammen. Er erzählt, was im vorherigen Teil geschah. Die erfahrenen Westerner Hobble Frank und Tante Droll haben dem alten Indianerhäuptling "Weiser Bär" versprochen, den Plan seines wohlbehüteten Heiligtums im Silbersee seinen Erben, dem Großen und dem Kleinen Bären, zu übergeben. Der Banditenchef Brinkley stiehlt diesen Plan und will mit seiner Bande den Schatz rauben. Winnetou und Old Shatterhand beteiligen sich an der Verfolgung der Gangster und sorgen für ihre Gefangennahme. Die Räuber werden in die Hände des Militärs übergeben, ihnen gelingt aber die Flucht und der Diebstahl einiger Pferde. Der Klugheit der Bärenindianer und der Pfiffigkeit der Westerner sind die Banditen allerdings nicht gewachsen. Sie werden unschädlich gemacht. Winnetou und Old Shatterhand haben wie immer der Gerechtigkeit zum Sieg verholfen.

Animation: Sibille Rätz und Günter Rätz 

Sprecher: Klaus Manchen, Viktor Deiß,  Dieter Wien, Gerd Grasse,Henry Hübchen, Reinhard Michalke

 

Sa. 1. Juni 2019 · 16:00-17:30 Uhr
Mystische Figuren und fantastische Welten
Kurzfilmprogramm mit Puppenanimationsfilmen von Sublunare Welt und deren Macher Jörg Weidner im Gespräch
Für Erwachsene 
90 Min

„Der lustige König“ sucht – Käfer kauend – einen Sinn in seinem allmächtigen, endlosen Leben. Es fehlt ihm an Reibung und entsprechend an Unterhaltung in der unendlichen Ödnis seiner Existenz. Deshalb baut er sich zu seiner Unterhaltung einen Diener. 
Im Gegensatz dazu erlebt „Dionysos“, als Kind aus der Affäre zwischen Zeus und der Königstochter Semele hervorgegangen, gleich mehrere (Wieder-)Geburten: sowohl aus dem Schoße seiner Mutter, als auch aus dem Schenkel seines Vaters. „Gestorben und wiedergeboren, wird Dionysos zum Verkünder der Selbstaufgabe, zum Gott der Masken“, beschreibt Jörg Weidner seine Interpretation des Mythos, die er filmisch umgesetzt hat.

Seit über zehn Jahren machen Jörg Weidner und sein Team von Sublunare Welt Kurzfilme mit Puppenanimation, Stoptrick, Austauschtrick und anderen Techniken. So unterschiedlich die einzelnen Kurzfilme in ihrer Thematik sind, so sehr ähneln sie sich doch in ihrer besonderen Ästhetik, die skurrile Figuren und fantasiereiche Landschaften offenbart. Oftmals inspiriert von Mythen und Märchen, setzten sich die Filme inhaltlich in einer vielmehr assoziativen als linear stringenten Erzählweise mit Themen wie Zeit, Schicksal und Psyche auseinander. Dabei bedient sich Weidner der vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Animationsfilms: Die Szenarien, die er schafft, sind fernab jeglichen Realismus und spielen mit dem Genre, das bizarre Wesen und erstaunliche Metamorphosen ermöglicht. Die dabei entstehenden Filme sind eindrücklich in ihren Ausstattungs-Details, überraschend in ihren Wendungen und Wandlungen und offenbaren sowohl eine besondere Komik als auch Tiefgründigkeit.

Das Kurzfilmprogramm präsentiert ausgewählte Filme aus dem Studio von Sublunare Welt und kommt mit dem Filmemacher Jörg Weidner über seine Werke und die Techniken dahinter ins Gespräch.

http://sublunarewelt.de/Filme.html