Zeitzeugengespräch

Mit Anita Lasker-Wallfisch und Simon Wallfisch

Im Rahmen der Opernaufführung Die Passagierin

 

Zeitzeugen zu Gast
Anita Lasker-Wallfisch und Simon Wallfisch in Gera
Begleitprogramm zur Oper Die Passagierin

Zeitzeugengespräche
Mit Anita Lasker-Wallfisch und Simon Wallfisch
Fr. 17. Mai 2019 · 18:00 Uhr
So. 19. Mai 2019 · 13:00 Uhr
Gera · Bühne am Park
Eintritt frei

Cellistin in Auschwitz
Gespräch mit Anita Lasker-Wallfisch und Simon Wallfisch
In Kooperation mit der Häselburg und der Ökumenischen Akademie Gera/ Altenburg
Sa. 18. Mai 2019 · 17:00 Uhr
Gera · Häselburg
Eintritt frei

Begleitend zur überregional vielbeachteten Operninszenierung „Die Passagierin“ von Mieczysław Weinberg, die am Freitag, 17. um 19.30 Uhr und am Sonntag, 19. Mai um 14.30 Uhr letztmalig im Theater Gera zu erleben sein wird, hat Theater&Philharmonie Thüringen die Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch und ihren Enkel Simon Wallfisch eingeladen. Die Zeitzeugengespräche finden am 17. Mai um 18 Uhr und am 19. Mai um 13 Uhr in der Bühne am Park sowie am 18. Mai um 17 Uhr in der Häselburg Gera statt. Der Eintritt ist frei.

Anita Lasker-Wallfisch wurde 1925 in Breslau (jetzt Wroclaw) in eine assimilierte deutsch-jüdische Familie geboren. Sie wurde 1942 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Als Cellistin überlebte sie, da sie in das Mädchenorchester von Auschwitz aufgenommen wurde. Nach der Befreiung ging sie nach Großbritannien. Erst 40 Jahre später konnte sie über ihre Erfahrungen sprechen, woraus ihr Buch „lhr sollt die Wahrheit erben“ entstand. Seit über 20 Jahren ist Anita Lasker-Wallfisch regelmäßig zu Gast in Schulen und auf Vortragsreisen, um im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus und für eine bessere Welt von Ihren Erlebnissen in Auschwitz zu erzählen. Für ihr Engagement wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt und erhielt das Bundesverdienstkreuz.

Nun kommt Anita Lasker-Wallfisch nach Gera. Sie wird von ihrer Zeit im Mädchenorchester in Auschwitz berichten, vom Überleben und vom Neuanfang als Musikerin. Auch ihr Enkelsohn Simon ist heute ein international gefeierter Cellist und Sänger, der sich für die Aufklärung über den Holocaust sowie gegen den Brexit engagiert. Er wird seine Großmutter in Gera begleiten, gemeinsam mit ihr und dem Publikum ins Gespräch kommen und die Zeitzeugengespräche musikalisch umrahmen.