Calmus Ensemble

Calmus Ensemble

Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz – das ist es, was Calmus auszeichnet und zu einer der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands macht. Die breite Palette an Klangfarben, die Musizierfreude, die die Musiker auf der Bühne vermitteln, ihre Klangkultur aber auch ihre abwechslungs- und einfallsreichen Programme begeistern immer wieder. Die fünf Leipziger haben eine ganze Reihe internationaler Preise und Wettbewerbe gewonnen, und neben 50 bis 60 Konzerten im Jahr in ganz Europa hat das Quintett bereits zwei Gastspiele in Südamerika gegeben und ist dreimal im Jahr gern gesehener Gast in den USA.
Die Musiker sind bestrebt, immer wieder neues Repertoire zu entdecken. Da sie alle groß geworden sind in der vielhundertjährigen Tradition großer deutscher Knabenchöre sind sie natürlich in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause, aber Musik unserer Zeit ist ihnen ebenfalls ein echtes Anliegen. Sie haben über die Jahre zahlreiche Kompositionsaufträge vergeben, u. a. an Paul Moravec (Pulitzer Price Winner), Mathew Rosenblum, Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Wolfram Buchenberg, Bill Dobbins, Mia Makaroff, Dan Dediu und Harald Banter, und die Uraufführung dieser Werke gemacht. Natürlich singen und arrangieren sie auch gerne Pop, Folk und Jazz sowie Chansons und Evergreens der zwanziger Jahre, wovon zahlreiche Notenveröffentlichungen zeugen!
In allen Sparten gibt es immer wieder interessante Partnerschaften mit Kollegen wie dem MDR Sinfonieorchester (Weill, Sieben Todsünden), dem Raschèr Saxophone Quartet, der Hamburger Ratsmusik oder der Bigband des Hessischen Rundfunks. Ganz aktuell ist die Zusammenarbeit mit mit Elke Heidenreich (Nachtgedanken), mit der Lautten Compagney Berlin (BachArkaden) und mit Bruno Ganz mit einem Mendelssohn Programm.
Ein Teil ihrer Zeit ist der Nachwuchsförderung gewidmet: Unterricht, Workshops und Jurytätigkeiten gehören zu ihrem Alltag, zu Hause in Leipzig und unterwegs, u.a. als Artist in Residence beim STIMMEN Festival Lörrach oder bei der Bachwoche Stuttgart. Kein Wunder also, dass Calmus mit der einzigartigen Besetzung aus Sopran, Countertenor, Tenor, Bariton und Bass überall auf der Welt immer mehr Fans hat.

Banater Philharmonie Temeswar

Das Banater Symphonieorchester, welches 1947 entstanden ist, bereichert nun seit vielen Jahrzehnten das künstlerische Leben der Stadt. Dabei haben die Konzerte von Beginn an ein breites Spektrum des Repertoires umfasst- von Barock bis hin zu zeitgenössischer Musik- wobei der Förderung Rumänischer Musik besondere Bedeutung beigemessen wurde.
Das Symphonieorchester Banat war bereits auf renommierten nationalen und internationalen Festivals zu Gast: Dem Gerorge Enescu Festival, der New Music International Week (Bukarest), dem Romanian Music Festival (Iaşi), dem BEMUS Festival (Belgrad), dem SAM-90 Festival (Salon Aquitain des musiques Bordeaux in Frankreich), dem ROMA-EUROPA Festival (Italien), dem Primavera ’91 Festival (Spanien), dem Montreux-Vevey International Music Festival (Schweiz) und dem São Luis International Music Festival (Brasilien), sowie auf Tourneen in Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Deutschland, Griechenland, Luxemburg, Norwegen, den Niederlanden, Frankreich, Polen, Portugal, Taiwan, Südkorea und Ungarn.
Neben den Konzerten, welche in der Konzerthalle Temeswar gegeben werden, organisiert die Banater Philharmonie Konzerte im Freien, die häufig an unkonventionellen Orten stattfinden. Sie organisiert ebenfalls seit 1969 das Timişoara Muzicală International Festival und seit 1981 die George Enescu Musical Days.
Die Diskografie der Institution beinhaltet LP- und CD-Aufnahmen von Electrecord, sowie von Plattenfirmen aus England, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Deutschland.
Die Hausdirigenten der Banater Philharmonie sind derzeit George Pavel, Mircea Popa, Paul Popescu, Nicolae Boboc, Alexandru Şumski, Remus Georgescu und Peter Oschanitzky. Als Chefdirigenten fest angestellt sind Gheorghe Costin und Radu Popa.
Zu den erinnerungswürdigsten Gastdirigenten, die in Temeswar tätig waren, gehören Horia Andreescu, Jean François Antonioli, Ion Baciu, Roberto Benzi, Erich Bergel, Antonin Ciolan, Emanuel Elenescu, George Georgescu, Emin Haciaturian, Cristian Mandeal, Theodor Rogalski, Constantin Silvestri, Carlo Zecchi; sowie folgende Solisten: Dmitri Bashkirov, Lola Bobescu, Monique de la Bruchollerie, Li Min Chan, Aldo Ciccolini, Valentin Gheorghiu, Yvri Gitlis, Dan Grigore, Pompei Hărăşteanu, Rudolf Kehrer, Radu Lupu, Silvia Marcovici, Mihaela Martin, Eugenia Moldoveanu, Daniel Podlovski, Jean Bernard Pommier, Ştefan Ruha, Eugen Sârbu, Ludovic Spiess, Vladimir Spivakov, Daniil Şafran, Alexandru Tomescu, Ion Voicu.
In Zusammenarbeit mit Solisten der Wiener Staatsoper hat das Symphonieorchester Banat im Juni 2009 ein außergewöhnliches Konzert gegeben, ebenso wie das Jubiläumskonzert Ioan Holender and Guests  während der sechsunddreißigsten Saison des Timişoara Muzicală International Festival im Mai 2012. Unter den Gästen war das Moskauer Philharmonische Orchester, zusammen mit den Dirigenten Iuri Simonov und Iuri Botnari.

Thüringer Staatsballett

Die Ernennung der Ballettcompagnie von Theater&Philharmonie Thüringen, die in den letzten Jahren unter dem Namen ThüringenBallett firmierte, zum Thüringer Staatsballett ist das Resultat einer rund neunzigjährigen Geschichte. Geprägt wurde diese von herausragenden Tänzern, Choreografen und Ballettdirektoren, welche der Kunstform Ballett erst ihre Daseinsberechtigung als eigenständige Sparte erkämpfen und dann mit jeder Premiere neu behaupten mussten. Zuvor war Ballett vor allem als integraler Bestandteil des Musiktheaters gefragt. Gastspiele und die über drei Jahrzehnte veranstalteten Geraer Balletttage gaben wichtige Impulse von außen. Möglich wurde diese beachtliche Entwicklung aber vor allem auch, weil ein enthusiastisches Ballettpublikum in Ostthüringen diese Sparte stehts zu würdigen wusste.
Die Geschichte des Balletts in Gera begann in der Spielzeit 1923/24, als erstmals der Versuch unternommen wird, Tanz als eigenständige Kunstgattung einzuführen. Die „Josephs Legende“ von Richard Strauss erlebte drei Aufführungen im Rahmen eines Strauss-Konzertes. Für die Hauptrollen wurden Anni Schwanninger (Schweiz) und Iril Gadescow (Metroplitan Opera New York) engagiert. In den folgenden Spielzeiten gab es immer wieder Tanzabende.
Einen ersten Aufschwung erlebte das Ballett durch das Engagement von Yvonne Georgi, einer Schülerin von Mary Wigman. Georgi wurde zunächst nur für einen Soloabend verpflichtet. Sie blieb für die ganze Spielzeit 1925/26 als Solistin und Leiterin des Tanzensembles. Ihr 1. Tanzabend nach Musik von Felix Petyrek, Darius Milhaud, Egon Wellesz und Igor Strawinsky feierte große Erfolge, auch bei Gastspielen in Berlin, Leipzig und Hannover.

In den 1930er Jahren gastierten vermehrt Tänzer in Gera, die als innovatorische Persönlichkeiten auch die internationale Entwicklung stark prägten, wie z.B., Gret Palucca, Mary Wigman und Harald Kreutzberg sowie das Indische Ballett Menaka.

Erst 1937 gab es einen erneuten Versuch, den Tanz als eigenständige Kunstgattung zu etablieren. Unter der Leitung des Choreografen Wilmo Kamrath entstanden Ballettabende. Seine Nachfolgerin Inge Ziegler leitete die Tanzgruppe in seinem Sinne weiter. Jährlich brachte sie einen mehrteiligen Tanzabend heraus. Die Tanzgruppe bestand in den ersten Nachkriegsjahren aus 10 bis 12 Damen, von denen allerdings die wenigsten eine professionelle Ausbildung absolviert hatten. Die Tänzer wurden häufig durch einen Bewegungschor und das Kinderballett sowie die Damen und Herren des Chores verstärkt. 1950/51 erlebte das Geraer Publikum mit „Der Teufel im Dorf“ (Fran Lhotka) das erste abendfüllende Handlungsballett des eigenen Ensembles.
Nach Inge Zieglers Weggang übernahm 1952 Alice Uhlen von Gregory die Leitung, eine erfahrene Choreografin mit klassischer Ausbildung. Sie strebte verstärkt eine klassische Schulung des Ensembles an. Von Gregory blieb nur eine Spielzeit, in der ein mehrteiliger Tanzabend und das Ballett „Der Zauberladen“ nach Musik von Gioacchino Rossini und Ottorino Respighi entstanden. Unter dem Solotänzer und Choreografen Heinz Lieker arbeitete die Compagnie die nächsten drei Spielzeiten. In dieser Zeit entstanden Werke wie „Die Geschöpfe des Prometheus“ (Ludwig van Beethoven) und „Die Liebenden von Verona“ (Leo Spiess).

Der Bühnentanz erreichte unter der Leitung von Ruth Wolf, die von 1956 bis 1962 in Gera wirkte, bald eine neue Qualität. Aus der Tanzgruppe wurde allmählich eine Ballettcompagnie. Zielstrebig verbesserte Ruth Wolf die Struktur des Balletts. So entstand ein Herrenballett mit 6 bis 7 Tänzern. Die führende Solistin dieser Zeit war Anne-Margret Herr. Es war die Ära der großen russischen Ballettabende mit Choreografien wie „Scheherazade“ (Nikolai Rimsky-Korsakov) und „Flamme von Paris“ (Boris Assafjew), „Aschenbrödel“ (Sergej Prokofjew) oder „Fontäne von Bachtschissarai“ (Boris Assafjew).
Auch unter ihrem Nachfolger Horst Jentsch wurden Laien und Kollegen anderer Sparten in die Choreografien mit einbezogen. In seine Zeit fiel die DDR-Erstaufführung des Märchenballetts „Die Prinzessin mit dem goldenen Stern“ (Radovan Fest-Spisiak).

1973 übernahm Inge Berg-Peters die Leitung des Balletts. Ihre wichtigste Aufgabe sah sie darin, den technischen und künstlerischen Leistungsstand des Ensembles zu heben und leistungsfähigen Solistennachwuchs  heranzubilden. Die Ballettarbeit wurde professioneller; die Einbeziehung von Laien verlor an Bedeutung bzw. verschwand fast vollständig. 20 Jahre leitete sie die Geschicke des Geraer Balletts. Das Ballett wurde zu einer anerkannten und beliebten Sparte der Bühne wie eine Rezension aus dem Jahre 1986 zeigt:

"Nicht nur Tanzprofis wissen, dass Gera inzwischen eine Ballettoase in der DDR geworden ist, gewachsen an der Ensemblearbeit durch Chefchoreografin Inge Berg-Peters und den alljährlich durchgeführten 'Geraer Ballett-Tagen', dem einzigen regelmäßigen Treffen in der DDR."
Martin G. Butter, Neues Deutschland

Unter ihrer Leitung wurden die Geraer Ballett-Tage ins Leben gerufen, die von 1976 bis 2009 regelmäßig stattfanden. International renommierte Ensembles wie das Russische Nationalballett, Nederlands Dans Theater, Ballett Preljocaj aus Aix-en-Provence, Introdans aus Arnheim, die Compania Nacional de Dansa aus Madrid und die Londoner Henri Oguike Dance Company gastierten in Gera. Das Festival bot zudem dem Tanznachwuchs eine Plattform. Das Programm des Festivals legt seinen Schwerpunkt auf das klassische Ballett – auf seine Überlieferung, seine Weiterentwicklung, seine Umschreibung, seine analytische Reflexion – und es fragt nach der Zukunft dieser Kunstform.

In den 1990er Jahren entwickelte sich die Ballettsparte zum erklärten Liebling des Publikums. Nach dem Ausscheiden von Inge Berg-Peters prägte ihr ehemaliger Schüler und Hauschoreograf Peter Werner-Ranke zusammen mit dem Dramaturgen Wolfgang Ranke das Profil des Balletts. Er choreografierte u.a. die überaus erfolgreichen Ballett-Inszenierungen Play Goethe“  und „Dix“.
Unter der Leitung des Ballettdirektors Siegfried Martin Wende arbeiteten renommierte Gastchoreografen wie Ton Wiggers, Nils Christe, Uwe Scholz, Dietmar Seyffert, aber auch junge Choreografen wie Mario Schröder, Silvana Schröder und Stela Korljan in Gera. Zum ersten Mal wurde mit „Giselle“ (Adolphe Adam) ein abendfüllendes Ballett in der überlieferten klassischen Originalchoreografie aufgeführt.

Ballettdirektor Ivaylo Iliev setzte die Entwicklung fort, indem er Gastchoreografen wie Gregor Seyffert, Hugo Viera und Birgit Scherzer engagierte und so unterschiedliche künstlerische Handschriften zur Geltung brachte.

2011/12 kehrte Silvana Schröder, die einst ihre Karriere als Tänzerin am Theater Gera begann, als Ballettdirektorin zurück ans Haus. Mit ihren Choreografien „Freaks“, „Zeit.Punkt.“ und „27“ kreierte sie für das ThüringenBallett einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Auf Basis der Neoklassik erarbeitete sie mit der Compagnie aktuelle, mal athletisch-zirzensische, mal humoristische Bewegungsabläufe, stets emotional packende Choreografien zu selbst gestellten Themen, in denen alle Tänzerinnen und Tänzer gleich wichtig sind. Große Ensemblechoreografien sind eines ihrer Markenzeichen.

Im Zuge der Finanzierungsvereinbarung für die Jahre 2013-2016 beschloss die Landesregierung, der Ballettcompagnie von Theater&Philharmonie Thüringen zum 1. Januar 2013 den Titel Thüringer Staatsballett zu verleihen.

Philharmonischer Chor Gera

Auf Initiative des damaligen Intendanten Prof. Matthias Oldag und seines Chefdramaturgen Tobias Wolff wurde 2006 der Philharmonische Chor Gera ins Leben gerufen. Die erste Chorprobe fand am 19. Oktober 2006 statt, und bereits am 30. April 2007 präsentierte sich der Philharmonische Chor mit Antonín Dvořáks Messe in D-Dur im Rahmen eines Gründungskonzertes.
Über die Jahre stand der Philharmonische Chor Gera unter der musikalischen Leitung verschiedener Chordirektoren. Bernhardt Ott begleitete den Chor von seiner Gründung bis März 2009. Nikolaus Müller leitete den Philharmonischen Chor von Mai 2009 bis Juni 2010 und trat diese Stelle dann an Ueli Haesler ab, der sie bis November 2013 übernahm. Seit Dezember 2013 bekleidete Holger Krause dieses Amt bis Gerald Krammer im September 2018 sein Nachfolger wurde.
Während seiner nun schon zehnjährigen Existenz kann der Philharmonische Chor auf diverse Höhepunkte zurückblicken, wie zum Beispiel die 2. Sinfonie von Gustav Mahler (2007), Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy (2007), die Messa di Gloria von Giacomo Puccini (2007) sowie Die Schöpfung von Jospeh Hayden (2009) unter der Leitung von Bernhardt Ott. Zusammen mit Nikolaus Müller kam u. a. Herkules von Georg Friedrich Händel (2010) zu Gehör, während unter der Leitung von Ueli Haesler das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart (2010), der Messias von Georg Friedrich Händel (2012) und das Requiem von Giuseppe Verdi (2013) erklangen. Mit Holger Krause gelangten bereits Werke wie die Carmina Burana von Carl Orff(2014), die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach (2015), die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart (2016) sowie die Oper Cavalleria Rusticana von Peitro Mascagni (2016) zur Aufführung.
Ein Höhepunkt des Chores ist die alljährliche Mitwirkung bei der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven zum Jahreswechsel.
Derzeit besteht der Philharmonische Chor Gera aus ca. 70 Sängerinnen und Sängern und wird von Andreas Fischer bei der Stimmbildung unterstützt. Andreas Fischer ist Mitglied im MDR Rundfunkchor und dem Philharmonischen Chor sehr eng verbunden. Zudem bietet er außerhalb der regulären Chorproben halbstündige Stimmbildung für Chormitglieder an.

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Reußisches Kammerorchester

Reußisches Kammerorchester

1960 gründete der damalige 1. Konzertmeister Herbert Voigt das "Kammerorchester der Bühnen der Stadt Gera“ aus Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Gera. Die Umbenennung 1989 in "Reussisches Kammerorchester e. V." wurde vollzogen in Würdigung der Verdienste des Fürstenhauses Reuss jüngere Linie beim Bau und bei der künstlerischen Leitung des Reussischen Theaters in Gera.

Konzertreisen führten das Kammerorchester durch ganz Deutschland, nach Bulgarien und Österreich. Höhepunkte waren Konzerte mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Dresdner Kreuzchor. Namhafte Solisten wie z.B. Gerhard Bosse, Michael Sanderling, Andreas Hartmann, Ludwig Güttler arbeiteten und musizierten mit dem Reussischen Kammerorchester. Mit Georg Fritzsch als Dirigent und Felix Friedrich (Orgel) wurde eine CD mit Werken von Dvořák und Respighi eingespielt.

Herausragend in der Geschichte des Reussischen Kammerorchesters war die musikalische Begleitung der ersten beiden Gottesdienste zum Fest der Weihe der Dresdner Frauenkirche. Seitdem besteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem Frauenkirchenkantor Matthias Grünert, die sich in vielen gemeinsamen Konzerten und mehreren CD Produktionen widerspiegelt. Im Herbst 2016 ist eine CD des Reussischen Kammerorchesters und dem Kammerchor der Frauenkirche Dresden mit der Harmoniemesse von Joseph Haydn veröffentlicht worden.

Im Gedenken an den Thüringer Komponisten J. M. Molter übertrug 2015 MDR Kultur das Philharmonische Konzert unter der Leitung des renomierten Dirigenten Werner Ehrhardt. 2017 erschien die aktuelle CD als Weltersteinspielung mit Werken von J. M. Molter bei dem Klassik-Label CPO.

Kontakt: Robert Hartung, E-Mail: reussisches-kammerorchester@web.de

Duo Vlasova/ Pawlica

Duo Vlasova/ Pawlica

a.G.

Katerina Vlasova (*1986) und Amadeus Pawlica (*1987) haben einander im Theater Lüneburg kennengelernt. Dort haben sie auch ihre erste gemeinsame Arbeit Der Weg realisiert.
Katerina Vlasova studierte an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie arbeitete als Gasttänzerin am Aalto Ballett in Essen und war dann 2010 bis 2015 festes Ensemblemitglied am Theater Lüngeburg.
Amadeus Pawlica absolvierte sein Studium an der Akademie des Tanzes in Mannheim und an der Royal Ballet School in London. In der Spielzeit 2009/10 war er an der Staatsoper Bydgoszcz engagiert, bevor er 2010 ebenfalls an das Theater Lüneburg wechselte. 2012 bis 2016 war er dann am Theater Osnabrück festes Ensemblemitglied.
Seit 2016 arbeiten die beiden als Duo Vlasova/ Pawlica zusammen. Sie entwickelten u. a. den Tanzabend NA ZD(O)ROWJE, der ursprünglich für das Theater Osnabrück entwickelt, dann auch auf vielen Festivals und im Gallus Theater Frankfurt präsentiert wurde. Seit 2017 kooperieren Vlasova/ Pawlica mit dem Theateratelier in Offenbach. Im Oktober 2017 hatte ihre Produktion LIEBE Premiere, die ebenfalls auf Gastspielreise durch Deutschland, u. a. an das Landestheater Altenburg von Theater&Philharmonie Thüringen, ging. Im März 2018 erarbeiteten sie unter der Regie von Axel Brauch die Choreografie zu Haydens Vier Jahrezeiten am Forum am Schlosspark in Ludwigsburg. Darüber hinaus zeichnet sich das Duo auch für die Choreografien im Musical Cabaret bei Theater&Philharmonie Thüringen zuständig. Choreografisch legen Vlasova / Pawlica Wert auf Qualität und Emotionaliät der Bewegung; sie möchten die Grenzen des Körpers ausloten und dem Publikum emotionale Welten eröffnen.

Leipziger Hornquartett

Leipziger Hornquartett

Das Leipziger Hornquartett existiert bereits seit 1951 und ist damit das älteste aktive Hornquartett der Welt. Die verschiedenen Musiker waren – und sind bis zum heutigen Tag – Hornisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig bzw. des MDR SINFONIEORCHESTER s. Die Mitglieder des Ensembles haben es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht, das Repertoire für diese außergewöhnliche Besetzung zu finden, aufzuführen und aufzunehmen. 1983 hat die Stadt Leipzig das Leipziger Hornquartett mit dem renommierten Kunstpreis geehrt. Ein Werk zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Quartetts: Das Konzertstück für vier Hörner und Großes Orchester op. 86 von Robert Schumann. Seinerzeit ausschlaggebend für die Gründung des Leipziger Hornquartetts, wurde es in der heutigen Besetzung mit Max Hilpert, Tino Bölk, Johannes Winkler und Michael Gühne über dreißig Mal aufgeführt. Die Musiker verstehen sich aber auch als Wegbereiter zeitgenössischer Musik. So wurden dem Ensemble immer wieder bedeutende Werke gewidmet. Vor allem in jüngster Zeit, als die Mitglieder des Quartetts Kompositionen von Jean-Luc Darbellay, Steffen Schleiermacher, Robert Delanoff, Max Beckschäfer, Michael Roth und Jürgen Dietze ur- und erstaufgeführt haben.
Im Verlauf der mehr als 65 Jahre haben die Musiker ungezählte Konzerte in Deutschland gegeben und zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen eingespielt.
So erschienen CDs mit den großen Hornquartetten des 20. Jahrhunderts und Werken der Romantik mit den Männern des MDR Rundfunkchores beim Label Capriccio und die CD Romantische Hornquartette beim Label Querstand. Daneben ist bei Claves eine CD mit Werken von Jean-Luc Darbellay erschienen und seit dem Sommer 2015 liegt die CD-Einspielung von Spiral für Hornquartett und Orchester von Peter Ruzicka unter der Leitung des Komponisten vor - gemeinsam mit dem MDR SINFONIEORCHESTER (Neos).
Gastspiele führen das Leipziger Hornquartett immer wieder quer durch Europa, nach Asien und nach Südamerika. Dirigenten wie Fabio Luisi, Mario Venzago, Alun Francis, Toshiyuki Kamioka, Hans Urbanek, John Roderick Mac Donald und Peter Ruzicka begleiten das Leipziger Hornquartett u.a. mit dem MDR Sinfonieorchester, der Meininger Hofkapelle, den Nürnberger Symphonikern und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz.
Kritiker und Kenner des Genres bescheinigen den Mitgliedern des Ensembles einen hohen Grad an Homogenität und Klangkultur, gepaart mit technischer Brillanz und großer musikalischer Vitalität.

Max An

Max An

Der Tenor Max An gehört seit Spielzeitbeginn 2014/15 zum Musiktheaterensemble von Theater&Philharmonie Thüringen. Einen furiosen Auftritt legte er schon mit Bravourarien seines Faches im Konzert des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera zur Eröffnung der Festlichkeiten zum 777 Jubiläum der Stadt Gera im Kultur- und Kongresszentrum hin.
Der Orest in Glucks Oper Iphigenie auf Tauris, der Rodolfo in Puccins La Bohème und der Tenorpart in Beethovens 9. Sinfonie sind seine ersten Aufgaben auf der Opernbühne gewesen.

1976 als Jung-kee An in Südkorea geboren, nahm er in Deutschland den Künstlervornamen Max an.
Seine Ausbildung begann er an der Han-Young Highschool. Er besuchte die Kyung-Hee Universität in Seoul. Im Hauptfach studierte er Gesang bei Prof. Arm Kim. Nach diesem Abschluss setzte er seine Studien 2005 bis 2007 an der Musikhochschule in Köln fort und schloss mit dem Diplom bei Kammersängerin Edda Moser ab. 2012 legte er auch an der Musikhochschule Köln das Konzertexamen bei Prof. Henner Leyhe ab. Er belegte verschiedene Meisterkurse, u. a. bei Prof. Michael Hampe, wurde Preisträger namhafter Gesangswettbewerbe schon in Seoul und später in Europa, so u. a. 2008 beim Internationalen Gesangswettbewerb Schloss Rheinsberg.

Sein Weg führte ihn quer durch Europa, in die Ukraine, nach Holland, Belgien und Polen. Er machte Station bei Kampnagel in Hamburg, an deutschen Stadttheatern wie Görlitz, Koblenz oder Trier. Er trat erfolgreich auf verschiedensten Opernfestivals auf und stand in Korea in der National Opera auf der Bühne.

Sein Repertoire ist beachtlich, reicht von Nemorino oder Edgardo (Donizetti) über die Mozart-Tenor-Partien Ferrando, Don Ottavio, Tamino bis Don José (Bizet) oder Alfredo, Ismael und Rodrigo in den bekannten Verdi-Opern, Pinkerton (Puccini) natürlich nicht zu vergessen.
Als Prinz Sou-Chong in Lehárs Operette Das Land des Lächelns ist er geradezu eine Idealbesetzung.

Rolf-Dieter Arens

Rolf-Dieter Arens

1945 in Zinnwald geboren, erhielt Rolf-Dieter Arens mit fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Von 1963 bis 1968 studierte er an der Hochschule für Musik Leipzig Klavier bei Prof. H. Volger und Kammermusik bei Prof. L. Schuster. Außerdem nahm er an Meisterkursen bei Paul Badura-Skoda in Wien teil. Nach intensiver Lehrtätigkeit an den Musikhochschulen in Leipzig und Weimar in den Jahren 1970 bis 1986 wurde er 1986 als ordentlicher Professor für Klavier an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar berufen.
Parallel dazu unternahm er bis 1991 als Solist des Berliner Sinfonieorchesters ausgedehnte Tourneen durch ganz Europa und spielte darüber hinaus als Solist und Kammermusiker in Europa, Asien und Südamerika. Er konzertierte u. a. mit den Dirigenten Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Sir Neville Marriner und Marek Janowski. Neben der Ausrichtung von Meisterkursen in Japan und Südkorea wirkt Arens regelmäßig als Juror bei internationalen Wettbewerben in Bolzano, Budapest, Dublin, Santander, Utrecht, Weimar und Wien. Sein Schaffen ist in einer Fülle von Rundfunk- und TV-Aufnahmen sowie CD-Einspielungen dokumentiert.
Von 1993 bis 1999 sowie erneut seit 2007 ist Rolf-Dieter Arens zudem Künstlerischer Leiter der Sommermusikakademie Schloss Hundisburg. 1995 gründete er die Kammermusikvereinigung „Weimarer Solisten“. Seit 2000 ist er Künstlerischer Leiter des Internationalen FRANZ LISZT Klavierwettbewerbs Weimar-Bayreuth. Seit 2006 wirkt Arens als Kuratoriumsmitglied in der Neuen Liszt Stiftung Weimar. Von 2001 bis 2010 amtierte er als Rektor der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Für seine Verdienste um den Künstler und Musikvisionär Franz Liszt wurde ihm 2011 der „Premio Liszt“ in Grottamare (Italien) verliehen. Als Präsident der Kulturstiftung Leipzig hat Rolf-Dieter Arens die Federführung für die Einrichtung einer Wagner-Dauerausstellung in der Alten Nikolaischule in der Geburtsstadt des Komponisten übernommen. Im Studienjahr 2014/15 lehrt er als Gastprofessor an der Mahidol University Bangkok. Für sein Engagement um die Musiktradition Weimars und die Pflege des musikalischen Erbes Franz Liszts wurde ihm 2014 der Thüringer Verdienstorden verliehen.

Andreas Auerbach

a.G.

Andreas Auerbach wurde in Gera geboren. Von 1990 bis 1996 absolvierte er sein Studium Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee u. a. bei Volker Pfüller, Peter Schubert, Hans-Joachim Ruckhäberle und Gunter Kaiser. Von 1992 bis 1998 machte er Bühnen- und Kostümbildassistenzen u. a. am Berliner Hebbeltheater (Robert Wilson), Theater Graz und am Berliner Maxim-Gorki-Theater bei Peter Schubert, sowie Hausassistenzen an der Volksbühne Berlin bei Anna Viebrock, Bert Neumann und Peter Schubert (Produktionen von Castorf, Marthaler und Petras)
Seit 1994 ist er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Musiktheater, Schauspiel und Tanz tätig.
Er kann auf Zusammenarbeiten mit Regisseuren wie Matthias Brenner, Lukas Langhoff, Tilman Gersch, Sebastian Hartmann, Jürgen Kuttner, Sebastian Baumgarten, Claudia Bauer, Nelly Danker sowie mit den Choreografen Silvana Schröder und Mario Schröder zurückblicken.
Er sammelte Theatererfahrung u. a. am Schauspiel Leipzig (Puntila, Recht auf Jugend), Theaterhaus Jena (Hinkemann), Staatsschauspiel Hannover (norway.today, Hölderlins Reise), Neuköllner Oper Berlin (Der Vampyr), Volksbühne Berlin (Renegaten), DT Göttingen (Ödipus, Höllenangst, Berlin Alexanderplatz), Staatstheater Schwerin (Die Soldaten), Theater Lübeck (Romeo und Julia), Staatstheater Wiesbaden (Törless, Kunstschwimmer), Semperoper Dresden (Atemlos), Deutsche Oper Berlin und Aalto-Theater Essen (The Wall), Theater Altenburg-Gera (The Wall, Das Feuerwerk, Der Auftrag, MTV, Hase Hase, Die kleine Meerjungfrau, Das Opernschiff, Das Dschungelbuch, Die weiße Rose), Staatsschauspiel Dresden (Kater-Trilogie), Theater Kiel (Blue, Das Schloss, Urfaust, Mozart-Requiem, Die verkaufte Braut, Mörderballaden, Salome, Alcina, Julius Caesar, Nibelungenlied), Rundfunkchor Berlin (Der versiegelte Engel), Staatsoperette Dresden (Boccaccio), Theater Magdeburg (Reigen), Theater Heidelberg (Ai-En) und der Oper Leipzig (Carmina Burana).

SuJin Bae

SuJin Bae

Die koreanische Sopranistin SuJin Bae studierte Gesang an der Kyungpook National University und an der Universität der Künste Berlin, wo sie 2015 mit Bestnote abschloss.
In Korea und Europa konnte sie bereits zahlreiche Bühnenerfahrungen sammeln, u.a. sang sie die Titelpartie in Mascagnis »Iris« und die Adele (»Die Fledermaus«) an der Neuköllner Oper Berlin, die Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«) bei der OPERNALE 2016/17, die Mi (»Das Land des Lächelns«) am Theater Erfurt und die Sopranpartie in Pergolesis »Stabat Mater« in Uekermünde. In Berlin war sie zudem als Ophélie (»Hamlet«), Nella (»Gianni Schicchi«) und Gabriel (»Die Schöpfung«) zu erleben. Weitere Partien waren die Violetta (»La Traviata«) beim Sondershausenfestspiel und in Wonzu in Süd-Korea sowie die Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«)  und Oscar (»Un ballo in Maschera«) beim Deutsches Nationaltheater in Weimar.
SuJin Bae ist vielfache Preisträgerin renommierter Wettbewerbe. Beim Internationalen Giulio-Perotti-Gesangswettbewerb 2015 in Uekermünde gewann sie nicht nur den GRAND PRIX sondern auch mehrere Sonderpreise, darunter den Publikumpreis, den Preis für die beste Interpretation einer klassischen Arie und den Sonderpreis des Kulturfestivals OPERNALE e.V., der ein Engagement als Königin der Nacht in der Festivalproduktion von Mozarts (»Zauberflöte« )beinhaltete. Zudem hat sie 2016 den Sonderpreis beim 67. Internationalen Gesangswettbewerb »Gian Battista Viotti« in Vercelli, Italien gewonnen und im Jahr 2018 hat sie den Pulikumspreis beim  Internationalen Gesangswettbewerb »Grandi Voci« in Salzburg bekommen.
Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Mitglied des Thüringer Opernstudios. In dieser Position brillierte sie am Theater Altenburg Gera bereits als Yvette (M. Weinberg: Die Passagierin) sowie als Bubikopf (P. Kien/V. Ullmann: Der Kaiser von Atlantis).

Andreas Bauer

a.G.

Andreas Bauer wurde in München geboren, wo er an der Ludwig-Maximilians-Universität zunächst Politologie, Geschichte und Kriminologie studierte und 2012 den Aufbaustudiengang »Theater- und Musikmanagement« absolvierte. Als Regieassistent sammelte er Erfahrungen am bat Studiotheater der HfS Ernst Busch sowie am Theater Konstanz. Erste eigene Regiearbeiten verwirklichte er u.a. am Schauspielhaus Graz, dem Stadttheater Gießen sowie am Theater Plauen-Zwickau.
Von 2013 bis 2015 war Andreas Bauer als künstlerischer Leiter der Werkstatt Studiobühne am Theater Konstanz engagiert. Dort leitete er im Rahmen des Programms »Werkstatt Europa« Koproduktionen mit freien Gruppen aus Spanien (»Sala Beckett«), Portugal (»Colectivo 84« ) und Italien (»Babilonia Teatri«), inszenierte Stücke aus dem europäischen Kontext wie den finnischen Beitrag »Fühllosigkeit« von Pirkko Saisio, »Nema Problema« der italienischen Autorin Laura Forti und entwickelte erfolgreich die Shakespeare-Version »Richard III – Revolution, Baby!«.
2014 initiierte er das »Erste Internationale Autorenlabor« mit Neil LaBute, mit dem ihm seither eine enge Zusammenarbeit verbindet. Dort hatten europäische AutorInnen die Möglichkeit, mit dem Schauspielensemble des Theaters Konstanz zusammen Texte zu entwickeln und auszuprobieren.
Als Regisseur wie auch Dramaturg arbeitet er seit 2014 überwiegend an Ur- und Erstaufführungen. So war seine Konstanzer Inszenierung von »Gestern habe ich aufgehört mich zu töten. Dank Dir, Heiner Müller« des kubanischen Autors Rogelio Orizondo 2015 zum 16. Internationalen Theaterfestival nach Havanna eingeladen, 2016 hatte mit Mehdi Moradpours »Mumien. Ein Heimspiel« das Gewinnerstück des 3. Autorenwettbewerbs der Theater St.Gallen und Konstanz Premiere. Die Uraufführung »Vom Gefühl her: Fuck U« von Dirk Laucke wird ab November 2016 am Theater&Philharmonie Thüringen in Altenburg und Gera in seiner Regie zu sehen sein.
Für die Spielzeiteröffnung »Onkel Wanja« in der Regie von Neil LaBute 2016/17 am Theater Konstanz übernahm Andreas Bauer Produktionsleitung und Dramaturgie und inszenierte dort LaButes Shortplay »Die Furien«. Seit 2013 leitet er erfolgreich das Unitheater der Universität Konstanz. Im Februar wird er Juli Zehs schwarzhumorige Terrorkomödie »Der Kaktus« am Mainfranken Theater Würzburg inszenieren.

Andreas Becker

a.G.

Andreas Becker arbeitete neun Jahre im wohl bekanntesten Marionettentheater Deutschlands, der Augsburger Puppenkiste. In dieser Zeit war er neben seiner Haupttätigkeit als Puppenspieler auch als Autor und Regisseur tätig und schnitzte zudem unzählige Marionetten für Fernsehproduktionen des Theaters (z. B. Lilalu im Schepperland, Hokuspokus um Lilalu), den Kinofilm Die Story von Monty Spinneratz und für diverse Bühneninszenierungen, darunter u. a. auch seine eigene Bearbeitung und Inszenierung des Grimmschen Märchens Tischlein deck dich.
Neben seinem Bühnen- und Kostümbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Professor Martin Zehetgruber schrieb er als freier Autor, beispielsweise für die Schillertage in Mannheim oder für den Deutschen Theaterverlag, bei dem u. a. die Adaptionen Das Gespenst von Canterville, Aschenputtel, Der gestiefelte Kater, Rotkäppchen und Peterchens Mondfahrt erschienen sind. Zudem entwarf und baute er zahlreiche Puppen für diverse Theater, mitunter für die Staatsoper Stuttgart und deren Opernproduktion Brundibár, für die er auch die Bühne und die Kostüme schuf.
Nach seinem mit der Diplomarbeit zu Verdis Macbeth erfolgreich abgeschlossenen Studium entwarf er unter anderem die Ausstattungen für die Produktionen Popeye - Der Theatercomic, Angstblau, Zementgarten oder Herz der Finsternis am Theater Freiburg, sowie das komplette Puppenkonzept für William Shakespeares Der Sturm, in einer Inszenierung von Jarg Pataki und das Bühnenbild zu ¡Olé! Die Zarzuela-Show unter der Regie von Joan Anton Rechi. Bei der Erfolgsproduktion Sadako kreierte er nicht nur die Puppen, Bühnenbild und Kostüme, sondern führte auch erneut selbst Regie.
In der Spielzeit 2010/11 war er am Theater Freiburg für das Bühnenbild der Oper Hänsel und Gretel und für die Gesamtausstattung des gleichnamigen Märchens für Kinder verantwortlich. Das Projekt Zwerg Nases Kochshow, bei dem er neben der Ausstattung und dem gesamten Puppenkonzept als Regisseur arbeitete, entstand in der Spielzeit 2010/11 ebenfalls am Theater Freiburg.
Seit Mitte 2010 ist er als freischaffender Bühnen-, Kostümbildner und Figurenbauer tätig. Er arbeitet unter anderem am Theater Naumburg (2011, Der Name der Rose nach Umberto Eco; 2013, Nietzsche - Ich bin ein göttlicher Hanswurst; Hamlet), am Landestheater Coburg (2012, Dracula nach Bram Stoker; 2013, Maria de Buenos Aires, Die lustige Witwe; 2015, Der Vogelhändler), am Theater Aachen (2011, Das Dschungelbuch; 2012, Hänsel und Gretel; 2014, Peer Gynt, West Side Story) und 2015 erstmals bei Theater&Philharmonie Thüringen.

Jörg Behr

Jörg Behr, geboren 1972 in Bremen, studierte während der Schulzeit als Jungstudent Violine an der Bremer Hochschule für Künste. Nach dem Abitur absolvierte er den Studiengang Musiktheater-Regie in Hamburg (Leitung: Götz Friedrich), den er 1997 mit Auszeichnung und der Inszenierung von Luciano Berios Fassung von Mozarts ZAIDE abschloss.

Von 1997 bis 2004 war er als Regieassistent und Spielleiter an der Staatsoper Stuttgart unter Klaus Zehelein engagiert. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Jossi Wieler, Martin Kušej, Christof Nel, Peter Mussbach, Joachim Schlömer und Hans Neuenfels zusammen.

Er inszenierte ua. am Theater Freiburg HYPERION von Bruno Maderna und ARIANNA von Benedetto Marcello, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL am Theater Osnabrück, COSI FAN TUTTE mit dem Schweizer Opernstudio in Bern, Biel und Solothurn. Außerdem am Staatstheater Oldenburg DIALOGUES DES CARMÉLITES von Poulenc, in Aachen PETER GRIMES von Britten, in Krefeld/Mönchengladbach Strawinskys GESCHICHTE VOM SOLDATEN und in Zürich die Schweizer Erstaufführung der DREI WASSERSPIELE von Detlev Glanert. An der Semperoper Dresden entstand die Uraufführung von Georg Graewes Musiktheater QUICKSILVER, in Luzern und Bonn Graewes BARBARA STROZZI ODER DIE AVANTGARDE DER LIEBE.

Am Theater Augsburg folgte – nach Hindemiths CARDILLAC und der griechischen Tragödie HELENA von Euripides – MEETING DIDO, in dem Madernas SATYRICON und Purcells DIDO AND AENEAS ineinander verschränkt wurden. Mit Händel SAUL am Theater Bielefeld und den Freiburger Inszenierungen von Strauss’ ARIADNE AUF NAXOS und dem Doppelabend IL TABARRO / HERZOG BLAUBARTS BURG (Puccini/Bartók) erweiterte er nochmals sein Repertoire, genauso wie mit DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN in Oslo. Danach hat er Haydn IL MONDO DELLA LUNA bei den Osterfestspielen Baden-Baden inszeniert (Kooperation Festspiele/Berliner Philharmoniker/Deutsche Bank Stiftung/Theater Baden-Baden), dann ANATEVKA am Theater Baden-Baden sowie GOLD an der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart. Zuletzt folgten Anno Schreiers WUNDERLAND am Theater Freiburg, LE PORTRAIT DE MANON an der HMT Leipzig und der DER VETTER AUS DINGSDA am Landestheater Coburg.

Jörg Behr war Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung, des Forum Neues Musiktheater Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude. Für seine Inszenierung HYPERION von Bruno Maderna wurde er mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet.

Von 2009-2012 hat Jörg Behr zudem die Leitung der Opernschule und den Szenischen Unterricht am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg übernommen. Danach unterrichtete er Szene an der HfM Saar in Saarbrücken, seit 2015 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Zudem absolvierte er kürzlich erfolgreich die Weiterbildung Theater- und Musikmanagement, eine Kooperation der LMU München mit dem Deutschen Bühnenverein.

Bruno Berger-Gorski

a.G.

Geboren wurde Bruno Berger-Gorski am 8. August 1959 in Hagen. Er studierte an der Universität Wien Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte und inszenierte mittlerweile auf vier Kontinenten mehr als 90 Musiktheaterwerke. In Deutschland z. B. im Theater Aachen, an der Staatsoper Hamburg sowie in Meiningen, Bonn und Schwerin.
Zu seinen wichtigsten Inszenierungen gehören La Bohème im Großen Festspielhaus in Salzburg, La forza del destino am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Tannhäuser in Oviedo, Don Giovanni in Lucca und in Bergamo, Macbeth in Brno und Norma am Nationaltheater Prag. Außerdem wurde Berger-Gorski zu Inszenierungen eingeladen am Alexandri Theater Helsinki (Le nozze di Figaro), von den Opernhäusern in Athen und Thessaloniki. Auch in Budapest und in Cluj/Rumänien sowie an der Vest-Norges Opera Bergen führte er regelmäßig Regie. Für die Opera Zuid in Maastricht inszenierte er La fille du régiment und zuletzt Die Zauberflöte. Außerhalb Europas führte er Regie in Buenos Aires (Der Rosenkavalier am Teatro Colon), Montevideo/Uruguay (L’elisir d’amore am Teatro Solis), Caracas/Venezuela (Lohengrin am Teresa Carreno), Seoul/Korea (Die Fledermaus am Seoul Arts-Center), am Amazonastheater in Manaus/Brasilien (Condor von C. Gomes und Norma), in Ashkelon/Israel (Samson et Dalila) und in Kazan/Tartastan (Il Trovatore). Außerdem führte er Regie am Bellas Artes in Mexico-City (Rigoletto) und in Asmara/Eritrea (Samson et Dalila). Von der Florida Grand Opera in Miami wurde er für Die Zauberflöte, von der Austin Lyric in den USA für Cavalleria/Pagliacci eingeladen und in Mumbai inszenierte er Tosca.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ist er immer wieder auch als Gast-Dozent an der Universität zu Köln, der Musikhochschule von Detmold, der Royal Academy in Kopenhagen, der Sibelius-Akademie in Helsinki, in Luxemburg und in Göteborg tätig. In seiner Wahlheimat Wien unterrichtete er zudem als Gast-Professor an der Universität für Musik und Darstellende Kunst.
Sein besonderes Interesse gilt zeitgenössischen Kompositionen und selten aufgeführten Opern. So inszenierte er u. a. Werke von Udo Zimmermann, Manfred Trojahn, Camille Kerger, Knut Vaage, Giselher Klebe und Tom Johnson. Insbesondere seine Uraufführungen von Dirk D’Ases Einstein am Ulmer Theater und die szenische Uraufführung von Adriana Hölszkys Trilogia in Bonn fanden überregionale Beachtung. Am Theater Trier inszenierte er Offenbachs Oper Die Rheinnixen, die im Jahrbuch der Fachzeitung „Opernwelt“ als Wiederentdeckung des Jahres 2005 prämiert wurde.

Dominik Beykirch

Dominik Beykirch

a.G.

Dominik Beykirch absolvierte seine musikalische Ausbildung am Musikgymnasium "Schloss Belvedere" und der Musikhochschule Franz Liszt in der Dirigierklasse von Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert und Martin Hoff in Weimar. Bereichernde künstlerische Impulse erhielt er parallel bei zahlreichen Meisterkursen u.a. bei Bernard Haitink, Colin Metters, Jukka-Pekka Saraste und Ton Koopman. Er konzertierte u.a. mit der Staatskapelle Weimar, den Sinfonieorchestern des HR, MDR und SWR, der Dresdner Philharmonie, den Duisburger Philharmonikern, der Jenaer Philharmonie, den Bergischen Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Philharmonie Südwestfalen und dem Folkwang-Kammerorchester Essen und leitete die Uraufführung von Ludger Vollmers Jugendoper "Schillers Räuber". Seit 2010 ist er bei der Werkgemeinschaft Musik e. V. Referent für Chorsinfonik; in der Spielzeit 2013/14 war er im Rahmen des Hermann-Hildebrandt-Stipendiums Assistenzdirigent von Michael Sanderling und der Dresdner Philharmonie.
Seit der Spielzeit 2015/16 ist Dominik Beykirch 2. Kapellmeister am Deutschen Nationaltheater Weimar. Hier betreute er die Neuproduktionen von Die Fledermaus und My Fair Lady und brachte George Alexander Albrechts Märchenoper Die Schneekönigin zur Uraufführung. Zuletzt oblag ihm die musikalische Leitung von Rossinis L'Italiana in Algeri in der Regie von Tobias Kratzer.
Dominik Beykirch ist Stipendiat im DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrates und steht seit der laufenden Spielzeit 2016/17 auf der Künstlerliste "Maestros von Morgen".  Zudem ist er Mitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Im Januar 2015 gewann er den 6. Deutschen Hochschulwettbewerb Orchesterdirigieren, ferner wurde ihm ein Förderpreis des Verlagshauses Breitkopf & Härtel sowie der Ernst-von-Schuch-Preis zugesprochen. Zuletzt wurde ihm das Rudolf-Bräuer-Stipendium "für außergewöhnliche künstlerische Leistungen" verliehen.

www.dominik-beykirch.de

Christine Bossert

a.G.

Nach der Schauspielausbildung in München und vielen Jahren auf der Bühne u. a.:
Württembergische Landesbühne Esslingen, Prinzregententheater München, Komödie Kassel,
Tribüne Berlin, bei Rundfunk und Fernsehen, nahm die Liebe zur Regie und zur Leitung
eigener Projekte überhand.
Stationen als Regieassistentin und Spielleiterin an verschiedenen Opernhäusern u. a.:
Staatsoper Stuttgart, Theater Nordhausen, Wilhelma-Theater, Stuttgart.
2009 Gründung des Seniorentheaters "Die Silberdisteln" am Theater Nordhausen.
Seit 2010 ist sie freischaffende Regisseurin und Dozentin. Inszenierungen u.a.: Studio
Theater, Stuttgart, Burgfestspiele Freudenberg, Theater Nordhausen, OST-freie Szene im
Depot, Stuttgart, Sonnentortheater Neustrelitz. Als Dozentin u. a.: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst,Stuttgart; Junge Akademie Stuttgart und Theaterakademie Stuttgart.
2013 Gründung des Theaterlabels WIR.Jetzt!.
Für dieses Spartenübergreifende Theaterlabel entstanden bisher fünf Produktionen.
2015 schrieb Christine Bossert ihr erstes Theaterstück “Talk Talk - Reise ohne Flucht“, eine
Bearbeitung des Romans Talk Talk von T. C. Boyle.
In der Spielzeit 2015/16 war sie Künstlerische Leiterin des Theaterhaus TiG 7 in Mannheim.

In der Spielzeit 2017/18 inszeniert sie u. a. bei Theater&Philharmonie Thüringen in Altenburg und Gera, den Uckermärkischen Bühnen Schwedt, dem Theater Oliv in Mannheim, dem Theater Felina Areal in Mannheim und dem Klang!Festival Bielefeld.

Mark Bowman-Hester

Mark Bowman-Hester

Mark Bowman-Hester studierte an der University of North Carolina, an der Eastman School of Music, der University of Rochester New York und an der Indiana University Bloomington.
Er gewann mehrere Preise bei unterschiedlichen Wettbewerben, so etwa erste Preise bei der Mobil Oil Austria Competition, den Metropolitan Opera Auditions, und den National Opera Association Auditions.
Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als Mitglied des Opernstudios der Houston Grand Opera.

1987 kam der Tenor nach Deutschland. Es folgten Festengagements an den Theatern in Heidelberg, Darmstadt, Münster und Kassel. Gastauftritte führten ihn zudem an die Bühnen in München, Berlin, Essen, Dortmund, Hannover, Mannheim, Leipzig, Lübeck und Dresden, u. a. aber auch nach Lissabon, Ferrara, Limoges, Orlando, Aspen und New York.
Nach erfolgreichen Jahren als lyrischer Tenor wechselte der Sänger 1996 in das Fach des Spieltenors.

Sein Repertoire umfasst mehr als 150 Partien in über 120 Opern, darunter den Prinzen in Liebe zu den drei Orangen, Wenzel in Die verkaufte Braut, Einsiedel in Simplicius Simplicissimus und Piet in Le grand Macabre.
Besondere Erfolge feierte Mark Bowman-Hester als Mime/Loge in Das Rheingold und Siegfried, als David in Die Meistersinger von Nürnberg, als Hauptmann in Wozzeck und als Weißensee im Joseph Süß am Staatstheater am Gärtnerplatz.

Seit Herbst 2004 war der Sänger freischaffend tätig. Zur Zeit ist er als Gast am Theater Augsburg, der Deutschen Oper am Rhein (Düsseldorf), der Staatsoper Hannover, am Theater Münster und bei Theater&Philharmonie Thüringen zu erleben.

Karl-Heinz Brandt

Karl-Heinz Brandt

Unmittelbar nach dem Studium erhielt Karl-Heinz Brandt sein Erstengagement als Spieltenor am Stadttheater Aachen (1984 - 1986) und anschließend ein Festengagement am MiR  Gelsenkirchen, wo er u. a. mit Regisseuren wie Herbert Wernicke, Christoph Nel, Dietrich Hilsdorf und Peter Konwitschny arbeitete. Neben Partien wie Monostatos, Pedrillo, Albert Herring, Tanzmeister, Brighella, Steuermann und Dr. Cajus sang er auch den David in Die Meistersinger von Nürnberg.
Von 1993 bis 1998 freiberuflich tätig, gastierte Karl-Heinz Brandt an verschiedenen Opernhäusern (Deutsche Oper am Rhein, Staatstheater Karlsruhe, Wiesbaden, Darmstadt, Hannover, Stadttheater Wuppertal, Komische Oper Berlin, Semperoper Dresden u. a.) und Festivals.

Als gefragter Konzert- und Oratoriensänger konzertierte er in der Alten Oper Frankfurt, den Tonhallen Zürich und Düsseldorf, in den Philharmonien von Köln und Berlin, im Palais de la Musique Strasbourg mit dem Kammerchor und dem Barockorchester Stuttgart unter Frieder Bernius, in Brüssel und Barcelona, in Bamberg mit den Bamberger Symphonikern unter Hans Zender sowie an gleicher Stelle bei Mozarts Requiem im Gedenkkonzert für den 2001 verstorbenen Dirigenten Giuseppe Sinopoli. 2010 war er mit einer konzertanten Fassung von La Grande-Duchesse de Gérolstein unter Hervé Niquet (in der Titelpartie Anne Sofie von Otter) am Theater an der Wien sowie im Salle Pleyel (Paris).
Seit der Spielzeit 1998/99 ist Karl-Heinz Brandt festes Ensemblemitglied am Theater Basel. In dieser Zeit sang er sämtliche Fachpartien des Repertoires sowie Tenorpartien in der Alten Musik wie auch in der zeitgenössischen. Bei den letzten drei großen Projekten von Herbert Wernicke am Theater Basel unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel bzw. Michael Hofstetter war Karl-Heinz Brandt mit mehreren Rollen beteiligt. In den weiteren Jahren entwickelte sich eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit Calixto Bieito, Christoph Marthaler und Emar Goerden. Aber auch in verschiedenen Uraufführungen u. a. von Klaus Huber, Wolfgang Mitterer, Helmut Oehring und zuletzt beim Lucerne Festival 2013 in einem Stück von Michael Wertmüller wirkte Karl-Heinz Brandt mit.
Eine außergewöhnliche Fassung der Dichterliebe von R. Schumann erarbeitete er mit dem Schauspieler Klaus Brömmelmeier.
Mit der erfolgreichsten Produktion der letzten Spielzeiten Meine faire Dame von Christoph Marthaler gastierte er 2012 bei den Theaterformen in Braunschweig, bei den Festivals in Avignon, in Edinburgh wie auch im Théatre Odéon in Paris.
Am Theater Basel war er u. a. in den Produktionen Don Carlos, Orfeo, Sekretärinnen, Lulu, Aus einem Totenhaus, Carmina Burana, Wozzeck und Katja Kabanowa zu sehen.
Aktuell singt er die vier Diener Rollen in Hoffmanns Erzählungen, Rodrigo in Verdis Otello sowie in der Schweizer Erstaufführung Hölderlin von Peter Ruzicka.

Peter Bruns

Peter Bruns

Künstlerische Glaubwürdigkeit und interpretatorische Authentizität, klangliches Temperament und präzise, nuancierte Tongebung zeichnen sein Spiel aus. Peter Bruns zählt zu den führenden deutschen Cellisten. Solokonzerte und Recitals führten Peter Bruns in die renommiertesten Musikzentren sämtlicher Kontinente, so u. a. in die Berliner Philharmonie, die New Yorker Carnegie Hall, die Londoner Wigmore Hall, nach Tokyo und Hong Kong, in die Semperoper Dresden, ins Leipziger Gewandhaus sowie zu wichtigen Festivals wie in Kuhmo und Bergen, zu den Berliner und Dresdner Musikfestspielen, zum Budapester Frühling und Gidon Kremers Lockenhaus-Festival.
Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, etwa der Akademie für Alte Musik Berlin.
Peter Bruns ist Solist vieler bedeutender Orchester, so z. B. auch auf Tourneen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, des RAI-Sinfonieorchesters, des MDR-Sinfonieorchester und des Berliner Sinfonieorchesters. Er arbeitete u. a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Herbert Blomstedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Christoph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurowski und Bruno Weil zusammen.
In Berlin geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Professor Peter Vogler an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler". Von 1993-2000 war er einer der künstlerischen Leiter des Kammermusikfestivals Schloss Moritzburg. 1998 bis 2005 hatte er eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Dresden inne und ist seit 2005 in gleicher Position an der Hochschule für Musik in Leipzig tätig.
Der Cellist hat eine Reihe preisgekrönter CDs aufgenommen, u. a. Gesamteinspielungen der Brahms-Sonaten, der Bach-Suiten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koechlin, Robert Schumann, Robert Volkmann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außerdem Einspielungen des Konzerts a-Moll von Carl Philip Emanuel Bach (Cannes Classical Award „Best CD of the Year“), des Gesamtwerks von Antonin Dvorak für Violoncello und Orchester mit der Staatskapelle Dresden und die hoch gelobte Aufnahme der Cellokonzerte von Haydn mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.
Peter Bruns spielt auf einem Instrument von Carlo Tononi, Venedig 1730, das sich im Besitz des legendären spanischen Cellisten Pablo Casals befand.

Simon Bürki

Simon Bürki

a.G.

Simon Bürki wurde im schweizerischen St. Gallen geboren und nahm ab dem Alter von fünf Jahren Klavierunterricht bei  Rada Zagorskaya an der Schule für Jazz und Klassische Musik in Kiew während er parallel dazu seine staatliche schulische Ausbildung in der  Schweiz fortsetzte. Nach einigen Studienjahren nahm sein Fortschritt durch Meisterkurse bei Boris Fedorov, Professor an der Nationalen Musikakademie der Ukraine in Kiew, an Fahrt auf. 2011 fand Bürkis Talent Beachtung beim Internationalen Vladimir Horowitz Wettbewerb für Junge Pianisten, wo er drei Preise in allen drei verschiedenen Alterskategorien erhielt. Im Alter von zwölf Jahren spielte er Wolfgang Amadeus Mozarts 20. Klavierkonzert in d-Moll mit dem Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich.
Ab 2015 studierte er am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Farida Nurizade. Darüber hinaus besuchte Bürki Meisterkurse bei namhaften Musikern wie  Vanessa Latarche, Piotr Paleczny, Vincenzo Balzani, Leonel Morales, Balázs Szokolay, Valery Shkarupa, Lali Sanikidze oder Irina Semenyaka.
Bereits 2013 erzielte er einen Preis beim Musikwettbewerb für junge Pianisten in Kiew unter dem Patronat von Denis Matsuev. Daraufhin wurde er eingeladen, beim Annecy Classic Festival in Frankreich aufzutreten.
2017 erreichte Simon Bürkis Karriere durch eine Reihe von Erstplatzierungen bei verschiedenen Wettbewerben – u. a. beim 5. Internationalen FRANZ LISZT Wettbewerb für Junge Pianisten Weimar – ein neues Level. Er spielte Konzerte in Deutschland, Russland, Ukraine, Spanien, Frankreich, Österreich und in der Schweiz.

Sin Ae Choi

Sin Ae Choi

Die südkoreanische Sopranistin Sin Ae Choi begann mit 17 Jahren ihre Gesangsausbildung und gewann bereits mit 18 Jahren den ersten Preis beim Gesangswettbewerb der Seoul Theological University. Sie studierte zunächst von 2002 bis 2005 Gesang an der Ewha Womans University in Seoul. Dort erlangte sie 2006 ihren Bachelor of Music. Seit 2007 studierte sie Gesang und Musiktheater in der Klasse von Prof. Endrik Wottrich an der Hochschule für Musik Würzburg. 2010 erhielt sie ihr Diplom, führte aber das Studium in der Fortbildungsklasse weiter bis sie 2013 auch das Konzertdiplom erhielt. Ihre Gesangsausbildung ergänzte Sin Ae mit zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei Luba Orgonasova, Axel Bauni, Juliane Banse und Edith Mathis. Opernerfahrung konnte sie auf der Bühne der Hochschule Würzburg sammeln in Der Konsul und Das Medium von Gian Carlo Menotti, als Proserpina in Claudio Monteverdis L’Orfeo, als Anne Truelove in Igor Stravinskys The Rakes Progress sowie in der Oper Paride ed Elena von Christoph Willibald Gluck in der Rolle des Amor. Gleichzeitig wirkte sie bei verschiedenen Konzerten mit und sang Liszts Christus in der Berliner Philharmonie, Bachs Matthäus Passion mit dem Bachchor Stuttgart sowie Mendelssohns Elias und Händels Judas Maccabäus mit dem Essener Bachchor und Concerto con Anima Köln. 2012 wurde sie als Stipendiatin der Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth ausgewählt. In der Spielzeit 2014/15 ist Sin Ae Choi Mitglied des Thüringer Opernstudios und in Gera und Altenburg als Leitmetzerin in Der Rosenkavalier sowie in Iphigenie auf Tauris als Diana zu sehen gewesen.

Judith Christ

Seit der Spielzeit 2018/19 gehört die Mezzosopranistin Judith Christ zum Musiktheaterensemble des Theaters Altenburg Gera.
Judith Christ, geboren in Mainz, studierte am dortigen Peter-Cornelius-Konservatorium in der Klasse von Sead Buljubasic Gesang. Sie schloss ihre Ausbildung mit der Auszeichnung „Staatlich anerkannte Opern- und Konzertsängerin“ ab. Ein Aufbaustudium im Fach Oper führte sie zwischen 1996 und 2001 an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt/Main, wo sie ihr Diplom in der Klasse von Paula Page und Hedwig Faßbender machte. Meisterkurse belegte sie u. a. bei William Cochran, Elio Battaglia, Julia Hamari und Hans-Josef Kasper.
Erste Bühnenerfahrung sammelte die Mezzosopranistin an der Oper Frankfurt/Main. Dort debütierte sie als 3. adelige Waise (R.Strauss: Der Rosenkavalier). Weitere Engagements führten sie zum Festival „Opera Classica“, ans Theater Koblenz, das Staatstheater Mainz sowie das Staatstheater Wiesbaden.
Dabei arbeitete die Sängerin mit Regisseuren wie Nicolas Brieger, Sandra Leupold, Christof Loy, David Mouchtar-Samorai, Arila Siegert und Christof Nel. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von Catherine Rückwardt, Paolo Carignani, Enrico Delemboye und Toshiyuki Kamioka.
Ihr Repertoire umfasst Partien wie Erda (R. Wagner: Das Rheingold, Siegfried), die Stimme aus der Höhe (R. Wagner: Parsifal), 1. Norn (R. Wagner: Götterdämmerung), 3. Dame (W. A. Mozart: Die Zauberflöte), Mutter Gertrud sowie die Hexe (E. Humperdinck: Hänsel und Gretel), Frau Reich (O. Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor), Mércédes (G. Bizet: Carmen), Ludmila (B. Smetana: Die verkaufte Braut), Mamma Lucia (P. Mascagni: Cavalleria rusticana), Flora (G. Verdi: La Traviata).
 
Besondere Erfolge konnte sie als Tante Berta (P. Burkhard: Feuerwerk) am Staatstheater Wiesbaden, als Öffentliche Meinung (J. Offenbach: Orpheus in der Unterwelt) am Theater Koblenz sowie am Staatstheater Mainz als Marcellina (W. A. Mozart: Le nozze di Figaro) und als 3. Hofdame (H. W. Henze: Der Prinz von Homburg) feiern.
Im Frühjahr 2014 verkörperte Judith Christ die Rolle der Mrs. Sedley (B. Britten: Peter Grimes) in Gera und Altenburg, wo sie auch in der Spielzeit 2014/15 als festes Ensemblemitglied in den Partien der Annina (R. Strauss: Der Rosenkavalier), Alte Buryja (L. Janáček: Jenůfa) und Lady Beaconsfield (F. Wildhorn: Jekyll & Hyde) zu hören war.
Außerdem gab sie im Juni 2015 am Volkstheater Rostock ihr Rollendebüt als Ulrica (G. Verdi: Un ballo in maschera).
Im Dezember 2016 kehrte sie erneut an das Stadttheater Koblenz zurück und sang die Partie der Dritten Dame (W. A. Mozart: Die Zauberflöte).
Am Theater Dortmund konnte man Frau Christ 2016/17 als Auntie (B. Britten: Peter Grimes) und Filipjewna (P. I. Tschaikowsky: Eugen Onegin) erleben.
Erstmals als Gast am Theater Nordhausen verkörperte Judith Christ 2017/18 die Madame Croissy (F. Poulenc: Dialogues de Carmelites).

Am Theater Altenburg Gera war Judith Christ u.a. als Adelaide (C. Zeller: Der Vogelhändler), als Bronka (M. Weinberg: Die Passagierin) und als Trommler (P. Kien/V. Ullmann: Der Kaiser von Atlantis) zu erleben.

Nils Christe

a.G.

Nils Christe wurde 1949 in Rotterdam geboren. Er begann seine Tanzausbildung im Alter von sechs Jahren an der Rotterdam Dance Academy und studierte am Konservatorium Rotterdam außerdem Gitarre und Flöte. Im Alter von 17 Jahren wurde er vom Nederlands Dance Theater (NDT) engagiert und trat in den nächsten 15 Jahren in über 80 Balletten auf. 1974 entstand die erste von 12 Choreographien für das NDT, 1982, im Jahr seines Ausscheidens aus der Compagnie, seine letzte. Sein für das NDT2 entworfenes Ballett „Quartett 1“ wurde 1979 beim Choreographiewettbewerb in Köln mit dem Ersten Preis ausgezeichnet.
Von 1986 bis 1993 leitete er als künstlerischer Direktor das Scapino Ballet Rotterdam, wo er sieben Werke zur Uraufführung brachte, darunter sein erstes und sehr erfolgreiches Handlungsballett „Pulcinella“. Sein Repertoire umfasst 82 Titel. Er arbeitete mit über 70 Compagnien in 26 Ländern rund um den Globus: Niederländisches und Finnisches Nationalballett, die Königlichen Ballette von Flandern, Dänemark und Schweden, die Ballette der Wiener Staatsoper, der Pariser Oper, der Deutschen Oper und der Komischen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, Introdans, ballettmainz, Basler Ballett, Zürcher Ballett, Singapore Dance Theatre u.v.m. Er schuf Choreographien zu Musiken von Beethoven bis Strawinsky, Purcell bis Glass, Mahler bis Reich. 2005 wurde Nils Christe mit dem Verdienstpreis der Stiftung Danserfonds '79 ausgezeichnet.
Sehr wichtig ist ihm die Zusammenarbeit mit seiner Frau Annegien Sneep, die seit 1981 seine Assistentin ist, weltweit für die Wiedereinstudierungen sämtlicher Christe-Ballette verantwortlich zeichnet und zudem die Kostüme für seine jüngeren Arbeiten entworfen hat.

Marc Clear

a.G.

Marc Clear wurde 1964 in Deutschland als Kind einer niederländischen Mutter und eines britischen Vaters geboren. Während seiner Kindheit zog die Familie mehrmals von Deutschland nach Großbritannien und wieder zurück. Seine Ausbildung absolvierte Clear am Konservatorium Maastricht. Zunächst wollte er Musiklehrer werden, entschied sich dann aber doch für eine klassische Gesangsausbildung.
Als Opernsänger trat Clear bei Konzerten und Festspielen in ganz Europa auf. Feste Engagements hatte er seit den 1990er Jahren am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an der Deutschen Oper Berlin und am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz. 1997 trat er hier als Tony im Musical West Side Story auf und erhielt dafür den AZ-Kritikerpreis. Von 2003 bis 2004 spielte er im Phantom der Oper und trat außerdem in The Sound Of Music in Kopenhagen auf. Am Theater des Westens Berlin spielte er den Javert und Jean Valjean in Les Miserables. Im Musical 3 Musketiere übernahm er schließlich in der Premierenbesetzung die Rolle des Athos – für diesen Part wurde er 2006, 2007 und 2008 in Folge mit dem Da Capo Award ausgezeichnet. Bei den Freilichtspielen Tecklenburg trat Clear in Mozart! auf, 2008 und 2009 spielte er bei der Europapremiere von Marie Antoinette in Bremen. Im Sommer 2009 spielte er abermals in Tecklenburg, diesmal in AIDA. Als Hauptdarsteller war Clear außerdem mehrmals in Jekyll & Hyde an der Musikalischen Komödie Leipzig zu sehen.
Neben seiner Tätigkeit als Darsteller arbeitet Clear auch als Regisseur und Dozent für den musikalischen Nachwuchs.

 

Gheorghe Costin

Gheorghe Costin

a.G.

Der Dirigent Gheorghe Costin graduierte an der Nationalen Musikhochschule Bukarest, wo er Komposition und Dirigat studierte. Er war Student der bekannten Pädagogen Constantin Bugeanu, Sergiu Celibidache und Erich Bergel.
Seit 1984 ist er Mitglied des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler Rumäniens.
Außerdem war er Dirigent an den Philharmonien Târgu Mureş (1986- 1988) und Iaşi (1988-2001). Seit 2001 ist er Dirigent der Banater Philharmonie in Temeswar.
Gheorghe Costin ist sowohl in Rumänien als auch außerhalb ein sehr gefragter Orchesterdirigent, wobei er Dauergast bei den großen internationalen Events ist: dem Grand Prix Maria Callas in Athen (1990-2008), dem George Enescu International Festival and Competition (1991; 2003), sowie beim Eröffnungskonzert des George Enescu International Festivals 2007, dem Mario del Monaco Opernfestival in Italien (1991), der International Week of Contemporary Music in Bukarest (1992-1993), dem internationalen Festival Toamna muzicală clujeană  in Cluj-Napoca (1995), dem Musikwettbewerb PACEM IN TERRIS in Bayreuth (1997, 1999, 2001) und bei Konzerten mit dem Pro Arte Orchester (Italien - 1997, 1999-2001).
Gheorghe Costin dirigierte bereits in Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Griechenland, England, Holland, Belgien und Portugal, wobei er in einigen der bedeutendsten Konzertsälen der Welt dirigierte, u.a. der Maison de l’UNESCO in Paris, dem Gasteig Konzertsaal und dem Herkulessaal der Residenz München.
Unter den Solisten, mit denen er zusammengearbeitet hat, befinden sich Rudolf Kerer, Grigori Sokolov, Nikolai Suk, Cyprien Katzaris,  Valentin Gheorghiu, Dan Grigore, Ştefan Ruha, Radu Aldulescu, Wolfgang Laufer, Viorica Cortez, Eva Marton, Doris Soffel und Corneliu Murgu. Für die Darbietung der Werke von Yannis Xenakis in Bukarest (1992) und Cluj (1993) in Anwesenheit des Komponisten wurde Gheorghe Costin ausgezeichnet.

Chao Deng

Chao Deng

Der in Tianjin (China) geborene Bariton erhielt seit seinem 6. Lebensjahr Gesangsunterricht und studierte ab 2007 an der Universität seiner Heimatstadt. Ab 2012 setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Prof. Cheryl Studer und Prof. Christian Elsner fort und bestand sein Diplom 2014 mit Auszeichnung. Meisterkurse und wichtige Impulse erhielt er unter anderem durch Michalis Doukakis, Prof. Holger Klembt, Prof. Yuuko Amanuma, Prof. Manfred Roth, Prof. Gerold Huber, Prof. Matthias Beckert, Prof. Jörg Straube, Holger Berndsen, Sylvia Rudolf, Ulrich Pakusch, Camilla Nylund-Saris und Prof. Dr. Michail Lanskoi.
Erste Bühnenerfahrungen sammelte Chao Deng an den Opernhäusern in Tianjin, Harbin und Chongqing, am Chinesischen Nationalen Zentrum für Darstellende Künste und in Lesbos. Während seines Studiums in Würzburg war er im Rahmen von Hochschulaufführungen unter anderem als Papageno in Mozarts Die Zauberflöte, als Buonafede in der Oper Die Welt auf dem Monde und als Förster in der Oper Das schlaue Füchslein von Leos Janacek zu erleben. 2014 nahm der Sänger am Internationalen Festival Dein Lied in Rothenburg ob der Tauber teil und war im Juli mit der Wiener Kinderoper Papageno in Österreich und Deutschland auf Tournee. Zudem sang er die Partien des Oberpriesters und Osias aus der Oper Judith von Siegfried Matthus im Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig und in einer Operngala auf Schloss Rheinsberg.
Im Konzertbereich wirkte Chao Deng als Solist an Aufführungen von Brahms Ein deutsches Requiem sowie am Oratorium Die Apostel von Edward Elgar mit dem Monteverdichor Würzburg und der Jenaer Philharmonie mit.
Chao Deng gewann den Wettbewerb Junge chinesische Sänger. Er ist Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2014 und des Opernwettbewerbs der Hochschule für Musik Würzburg 2015 sowie Stipendiat des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes.
Seit der Spielzeit 2015/16 ist Chao Deng Mitglied des Thüringer Opernstudios.

Randy Diamond

Randy Diamond

Der Musicalstar Randy Diamond ist in Ohio in den USA geboren und absolvierte zunächst eine klassische Tanzausbildung am Harkness House New York, der School of the Performing Arts New York und zuletzt an der John Cranko Schule Stuttgart. Außerdem nahm er Gesangsunterricht bei Prof. Noel Turner an der Folkwang Hochschule Essen.
Bevor er jedoch die Gesangslaufbahn einschlug, arbeitete er viele Jahre sehr erfolgreich als erster Solist im Stuttgarter Ballett unter Marcia Haydée. Er erfüllte sich hierbei den Traum eines jeden Balletttänzers und war in direkter Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Choreografen Hauptdarsteller in Ballettstücken wie Der widerspenstigen Zähmung (John Cranko), Hamlet und Endstation Sehnsucht (John Neumeier), Bolero (Maurice Béjart), Vergessenes Land (Jiri Kylián), Sacre du Printemps (Glen Tetley) sowie Folia Espagnol (William Forsythe). Randy Diamond war der Haupttänzer in Hugo Niebelings Verfilmung der Johannes Passionen. Im Schauspiel Quartett verkörperte er unter der Regie Bob Wilsons und des Autors Heiner Müller die tragende Rolle des „jungen Mannes“. 2010 stand er als Tänzer in der Pfalztheater-Produktion Alice im Wunderland wieder auf der Bühne.
In seiner zweiten Karriere als Musicaldarsteller ist er ähnlich erfolgreich. Zu seinen Paraderollen zählen die Titelrolle des Musicals Jekyll & Hyde, die Rolle des Jesus von Nazareth in Jesus Christ Superstar, Che in der Produktion Evita oder auch der Conférencier in Cabaret. Weitere Hauptrollen spielte er u. a. in den Musicals High Society, Hair, Chess, West Side Story, Kiss me Kate. In Mary Shelleys Frankenstein trat er in Ingolstadt bei der Uraufführung des gleichnamigen Musicals in der Rolle von Frankensteins Monsters auf. Bei der Darmstädter Tanztheaterproduktion The Juliet Letters – Briefe an Julia interpretierte er die Lieder von Elvis Costello. Die Presse feierte ihn 2008/2009 in der Doppelrolle der Könige Belsazar und Darius in Ludus Danielis am Pfalztheater Kaiserslautern. Außerdem war er u. a. in Kaiserslautern bei King and I engagiert, in Regensburg und Saarbrücken in der Rocky Horror Show, in Innsbruck in Der kleine Horrorladen sowie am Staatstheater Darmstadt in Aida und La Cage aux Folles. Bei der Uraufführung der Rockoper Die Chronik der Unsterblichen nach der Romanvorlage von Daniel Hohlbein übernahm er sogar drei Rollen.
Auch als Choreograf ist Randy Diamond aktiv. Nach seinem ersten Erfolg mit Jesus Christ Superstar 2008 in Luzern choreografierte er bereits Der kleine Horrorladen am Theater Regensburg und am Tiroler Landestheater, High Society, Aida und Der Vetter aus Dingsda am Pfalztheater Kaiserslautern sowie Teile von Hänsel und Gretel.

Anne Diemer

Anne Diemer

a.G.

Die gebürtige Würzburgerin Anne Diemer erhielt ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Diplom 2005). Bereits während ihrer Ausbildung wirkte sie bei Theater- und Filmproduktionen mit, spielte am Zimmertheater Tübingen und dem Wilhelmatheater Stuttgart sowie die Rolle der Juli in norway.today am Kapuzinertheater Luxemburg. Außerdem war sie in diversen
Kurzfilmproduktionen der Filmakademie Baden-Württemberg zu sehen.

Von 2005 bis 2009 gastierte sie u. a. am Staatstheater Stuttgart, wo sie 2007 als Cathleen in Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O‘Neill (Regie: Barbara David-Brüesch) vom Magazin theater heute als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert wurde. Am Staatstheater Stuttgart war sie auch als Gudrun Ensslin in Der Umschluss (Regie: Christian Hockenbrink) und als Jane Worthington in Außer Kontrolle von Ray Cooney (Regie: Katja Wolff) zu sehen. Ferner spielte sie am JES (Junges Ensemble Stuttgart, u. a. Bonnie in Bonnie und Clyde, Regie: Klaus Hemmerle), am Theater Heilbronn und bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall.

Im Fernsehen war sie in dieser Zeit im Münchner Tatort Liebeswirren sowie in Gastrollen im Konstanzer und Ludwigshafener Tatort zu sehen; in den folgenden Jahren (2009 - 2012) war sie als Kommissarin Eva Mayerhofer in der RTL-Krimiserie Countdown zu erleben.

Von 2009 bis 2012 war Anne Diemer fest am Mainfranken Theater Würzburg engagiert, spielte dort u. a. die Elektra in der Orestie von Aischylos (Regie: Bernhard Stengele), Eve in Kleists Lustspiel Der zerbrochene Krug (Regie: Johannes von Matuschka), Evelyn in Das Maß der Dinge von Neill La Bute (Regie: Marcus Rehberger), Orsina in Emilia Galotti (Regie: Angelika Zacek) und Tusnelda in Die Hermannsschlacht von Kleist (Regie: Stefan Suschke). Außerdem war sie bei der Co-Produktion mit Burkina Faso Les funérailles du désert dabei.

Seit Spielzeitbeginn 2012/13 gehört Anne Diemer zum Schauspielensemble von Theater&Philharmonie Thüringen. Ihre erste Premiere hatte sie als Karoline in Horváths Volksstück Kasimir und Karoline in der Regie von Schauspieldirektor Bernhard Stengele.

Michael Dissmeier

a.G.

Der 1969 in Lemgo/ Lippe geborene Regisseur und Dramaturg studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Erste Engagements brachten ihn an das Hans Otto Theater Potsdam und das Theater Lübeck. Seit 2000 ebenfalls als Regisseur und Dramaturg am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig, füllte er dort von 2008-2013 die Funktionen des Leitenden Dramaturgen Musiktheater und des Stellvertretenden Operndirektors aus.
Ein Hauptaugenmerk seiner Arbeit liegt auf Ausgrabungen selten gespielter Werke. So inszenierte und rekonstruierte er 2001die hochbarocke Oper Rosalinda von Francesco Maria Veracini nach Shakespeares Komödie Wie es euch gefällt (Musikalische Leitung: Reinhard Goebel), eine der ersten Vertonungen von Shakespeare-Stücken überhaupt. 2002 folgte die Regie der Oper Die verkehrte Welt, oder: Die Herrschaft der Frauen von Baldassarre Galuppi; 2009 inszenierte er Der Menschenfeind von Antonio Caldara nach Molière. Seine Weimarer Inszenierung der Verkauften Braut, die das Stück in der Redoute, dem ehemaligen russischen Offizierscasino der Klassikerstadt, ansiedelte und dabei in eine Hochzeitsmesse in einem Casino in Las Vegas transferierte, war ein großer Erfolg.
Prägende Arbeiten im dramaturgischen Bereich waren die Produktionen von Prokofjews Der feurige Engel (Regie: Christian Sedelmayer), Puccinis Turandot (Regie: Andrea Moses) wie auch Busonis Turandot (Regie: Lydia Steier). Chaya Czernowins Musiktheaterwerk Pnima… Ins Innere (Regie: Karsten Wiegand) war die erste Aufführung an einem Stadttheater nach der Uraufführung bei der Münchener Biennale.
Derzeit arbeitet Michael Dissmeier freiberuflich als Regisseur und Dramaturg sowie als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Seit der Premiere von Ludger Vollmers Oper "Lola rennt" am Deutschen Nationaltheater Weimar im Juni 2015 arbeitet er in einem festen Team mit seinem Regiepartner Christian Wiehle. Dissmeier & Wiehle bereiten zur Zeit zahlreiche weitere Projekte vor, u.a. die Inszenierung von Mozarts Idomeneo am Pfalztheater Kaiserslautern im Juni 2016.

Péter Dobszay

a.G.

In den frühen 1990ern geboren, ist Péter Dobszay ein prominenter und einer der vielseitigsten Vertreter der jungen Dirigentengeneration. Er leitete bereits das  Szolnok Symphony Orchestra und ist erster Organist der Großen Synagoge in Budapest und der Heilige Engel Kirche im Stadtteil Gazdagrét.
Dobszay gibt weltweit Konzerte und trat bereits in Japan, Israel, Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Rumänien, Österreich und Mazedonien auf. Des Weiteren spielte er bereits Orgel an solch prestigeträchtigen Orten wie im Wiener Stephansdom, in der Grabeskirche in Jerusalem, in den Musikakademien in Genf und Leipzig und in seiner Heimatstadt im Palast der Künste (Müpa Budapest) und der Musikakademie wie auch im Kodály Center in Pécs.
Er beendete seine Ausbildung an der Franz-Liszt-Akademie als Organist und Dirigent, während seiner Studien wurde er in ein universitätseigenes Talentprogramm für aussichtsreiche junge Künstler mit einer bevorstehenden internationalen Karriere aufgenommen. Seine Ausbildung rundeten Orgelkurse bei Olivier Latry und Christoph Bossert sowie ein Dirigierkurs bei Peter Eötvös ab.
Er stand u. a. bereits am Dirigentenpult des Philharmonischen Orchesters Pannon (Pannon Filharmonikusok),  des MÁV Sinfonieorchesters (MÁV Szimfonikus Zenekar), des Szegedi Sinfonieorchesters (Szegedi Szimfonikus Zenekar), des Savaria Symphonieorchesters (Savaria Szimfonikus Zenekar) und des Mendelssohn Kammerorchesters. Dobszay dirigiert vorwiegend oratorische Werke auf Wunsch von Kirchen.
2017 war er unter 186 Teilnehmern Finalist des Internationalen Maestro Solti Dirigierwettbewerbs und gewann den Publikumspreis.
Er erachtet die Präsenz zeitgenössischer Musik in Konzertsälen als von entscheidender Bedeutung, so dass er mit Vergnügen das erste Konzert des Studio 5-Formation 2017 im Solti-Saal der Musikakademie leitete.

Lukas Dreyer

Lukas Dreyer studierte in Frankfurt am Main und Aachen. Ein zusätzliches Kammermusikstudium führte ihn für ein Jahr nach Budapest.
Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und am angegliederten Hochbegabtenzentrum Belvedere sowie an der „Latina“ Halle, Saale.
Solistische und kammermusikalische Auftritte in Holland, Italien, Spanien, Frankreich, Schweiz, den Vereinigten Staaten, Türkei, China und Chile belegen seine regelmäßige internationale Konzerttätigkeit. Die Einladung als Solocellist der Bayerischen Kammerphilharmonie zur Europa-Konzerttournee 2006 „In the Spirit of Mozart“ mit der weltberühmten Jazz-Legende Chick Corea war einer der ersten Höhepunkte seiner Konzertkarriere.
Kammermusikalisch arbeitet Lukas Dreyer seit Jahren in verschiedenen Ensembles:
Im Duo con pasión gestaltet er mit der Pianistin Carmen Stefanescu Programme fernab des gängigen Repertoires und prägt seit Jahren den Kern der Kammermusik beim Wave Gotik Treffen Leipzig.
Für quattrocelli arrangierte Dreyer zahlreiche Stücke. Das Celloquartett konzertiert weltweit und ist mit seinen CDs regelmäßig in den Hörfunkprogrammen von SWR, HR, BR und Radio Bremen präsent. SONY veröffentlichte erste Titel auf den CD-Kompilations „Chilling Cello“. Im Rahmen des Eröffnungskonzerts der Cello Akademie Rutesheim 2010 wurde vom Fernsehprogramm der Deutschen Welle weltweit berichtet. Der Hollywood-Komponist Lalo Schifrin (Mission Impossible) widmete quattrocelli ein originales Werk, das von der Ernst von Siemens Stiftung gefördert wurde.
Außerdem ist Lukas Dreyer Gründer der 12 Thüringer Cellisten. Seit seiner Premiere 2007 fand das Ensemble immer wieder große Beachtung in der Presse.

Werner Ehrhardt

Werner Ehrhardt

a.G.

Der aus Köln stammende Geiger und Dirigent Werner Ehrhardt ist als Orchesterleiter beständiger Gast auf internationalen Bühnen. Seine Ausbildung in historischer Aufführungspraxis erhielt er bei Prof. Franz-Josef Maier, Köln, Sigiswald Kuijken, Brüssel sowie im Dirigat bei Prof. Bloemeke in Detmold.
Fortwährende Neugierde und ein ausgeprägtes Interesse an den unterschiedlichen Zugängen zur Musik führten ihn zu weiteren intensiven Studien bei den Pädagogen Kato Havas, Oxford und Prof. Renate Peter, Köln.
1985 bis 2005 leitete Werner Ehrhardt das weltweit renommierte Kammerorchester Concerto Köln, mit dem er einen charakteristischen Interpretationsstil der historischen Aufführungspraxis entwickelte und prägte.
2004 gründete er das Orchester l’arte del mondo und wandte sich als freier Dirigent auch den traditionellen Orchestern zu. Seither gastierte er mit großem Erfolg bei zahlreichen internationalen Opern-, Sinfonie- und Kammerorchestern wie dem Staatsopernorchester Stuttgart, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Berner Sinfonieorchester, den Hamburger Sinfonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Kammerakademie Potsdam, dem Orchestre de Chambre de Genève oder dem Züricher Kammerorchester.
Er arbeitete mit Solisten wie Edita Gruberová, Magdalena Kožená, Barbara Hendricks, Christine Schäfer, Nils Mönkemeyer, Andreas Scholl, Olli Mustonen, Christiane Oelze, Xavier de Maistre, Daniel Hope, Viktoria Mullova, Daniel Müller-Schott, dem RIAS Kammerchor und dem Tölzer Knabenchor zusammen. Durch seine Aufgeschlossenheit für Neuerungen, seine künstlerische Neugierde, seine ansteckende Begeisterung und seine musikalische Weltoffenheit in der Arbeit mit Orchestern fasziniert Werner Ehrhardt seine Musiker, das Publikum und die Presse. Der Dirigent steht für eine eigenständige, unverwechselbare historisch informierte Interpretation von orchestralen und vokalen Werken. Dabei geht sein Interesse auch immer wieder weit über den Tellerrand der westeuropäischen Musik hinaus.
So sind im Bereich Oper, Oratorium und konzertant-sinfonischem Repertoire unter seiner Leitung bereits über 60 CD-Aufnahmen entstanden, die vielfach mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Unter den Einspielungen finden sich etliche Wiederentdeckungen vergessener Komponisten (beispielsweise Joseph Martin Kraus, Pasquale Anfossi, Josef Mysliveček und Franz Xaver Sterkel), die mit großer Begeisterung wieder ins Bewusstsein der Zuhörer gespielt wurden. Im August 2018 erschien bei Sony/dhm seine neueste Wiederentdeckung: Sinfonien von Anton Zimmermann.

Matthias Eisenberg

Matthias Eisenberg

a.G.

Als Matthias Eisenberg 2001 im Gewandhaus Leipzig sein erstes Konzert nach 15 Jahren gab, löste er eine Woge des Enthusiasmus aus: das Publikum des ausverkauften Hauses erklatschte sich mit stehenden Ovationen eine Zugaben-Serie von mehr als einer Stunde.

Der in Dresden geborene Organist hat zwei große Spezialgebiete: das Orgelwerk Johann Sebastian Bachs und die freie Improvisation.

Nach grundlegender musikalischer Ausbildung im Dresdener Kreuzchor studierte Eisenberg in Leipzig an der Hochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Wolfgang Schetelich. Er war Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Auf der Grundlage seines umfassenden, jederzeit abrufbereiten Repertoires hatte er sich eine für einen Organisten ungewöhnliche Popularität erspielt. Bei zahlreichen Orgelneubauten und -renovierungen wird er als Orgelspezialist hinzugezogen.

1980 wurde er als Gewandhausorganist zu Leipzig verpflichtet, wo er gleichzeitig Cembalist des Leipziger Bachorchesters war. 1986 erfolgte die Übersiedlung in den Westen. Nach kirchenmusikalischer Tätigkeit in Frankfurt am Main und Hannover konzertierte er als Organist und Cembalist und spielte zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein. Konzertreisen führen ihn in viele europäische Länder, außerdem in die USA, nach Kanada, Lateinamerika, Indien, Russland und Fernost.
Von 1992 bis 2004 war Eisenberg Kirchenmusiker an St. Severin in Keitum/ Sylt. Von dort aus setzte er seine Konzerttätigkeit auf dem Festland unvermindert fort. Im Jahre 2003 wurde Matthias Eisenberg zum Professor und Kirchenmusikdirektor ernannt. Von 2004 bis 2014 war er Kantor und Organist an der Luther-, Moritz- und Johanniskirche in Zwickau. Seitdem ist er freischaffend tätig.

Judith Eisenhofer

Judith Eisenhofer

Seit Spielzeitbeginn 2013/14 ist Judith Eisenhofer erste Konzertmeisterin des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera. 1984 in Regensburg geboren, erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von 6 Jahren. Mit 10 Jahren wurde sie in die Klasse für Hochbegabte von Herrn Professor von der Goltz, gefördert vom Land Bayern, aufgenommen. Nach einem Jahr Studium an der Musikhochschule Würzburg wechselte Judith Eisenhofer mit 19 Jahren an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar in die Klasse von Prof. Süßmuth. Sie stellte sich in Meisterklassen von Tibor Varga, Ida Haendel und dem Leipziger Streichquartett vor.
Eisenhofer erhielt mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ und bekam ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung verliehen. Sie war unter anderem Konzertmeisterin des bayerischen Landesjugendorchesters, des Kammerorchesters der Hochschule für Musik Regensburg, des Hochschulorchesters Weimar und dem Festivalensemble des Europäischen Musikfests Stuttgart. Engagements als Konzertmeisterin führten sie außerdem an die Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin, Staatstheater Kassel und an das Staatstheater Darmstadt. Sie konzertierte unter Dirigenten wie z. B. David Afkham, Helmuth Rilling, Michael Sanderling und Marek Janowski.
Ihr Debüt als Solistin gab sie mit 14 Jahren mit dem Philharmonischen Orchester Regensburg. Des weiteren folgten solistische Auftritte u. a. mit der Jungen Marburger Philharmonie, der Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach, dem Westbömischen Symphonieorchester Marienbad, der Jenaer Philharmonie, dem European Union Chamber Orchestra und dem Festivalorchester des Europäischen Musikfests Stuttgart.
Ihre große Leidenschaft gilt der Kammermusik – zu ihren Kammermusikpartnern zählen u. a. Jose Gallardo, Frank-Immo Zichner, Prof. Erich Wolfgang Krüger, Stefan Fehlandt, Petra Iuga, Prof. Friedemann Eichhorn, Prof. Gernot Süßmuth und Prof. Martin Spangenberg.

Christina Elbe

Christina Elbe

Christina Elbe erhielt ihre ersten musikalischen Impulse in Lutherstadt Wittenberg. Bereits als Schülerin wirkte sie in Theaterproduktionen im Anhaltinischen Raum (Theater Bernburg, Bauhaus Dessau, Theater Wittenberg) mit und erhielt mehrfach Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.
Es folgte ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden bei Prof. Margret Trappe-Wiel. Wichtige Impulse für ihre musikalische Entwicklung erhielt Christina Elbe außerdem von KS Olaf Bär und KS Andreas Schmidt und als Mitglied des Dresdner Kammerchores von Hans-Christoph Rademann. Während des Studiums gastierte sie an den Landesbühnen Sachsen und der Staatsoperette Dresden.
An den Landesbühnen Sachsen war die Sopranistin von 2007 bis 2013 im Solistenensemble engagiert und sang dort u. a. Gretel (Humperdinck Hänsel und Gretel), Adele (Strauß Die Fledermaus), Despina (Mozart Così fan tutte), Marie (Lortzing Der Waffenschmied) und Ännchen (Weber Der Freischütz).
Christina Elbe gastierte bei den Dresdner Musikfestspielen, dem Festival „Mitte Europa“, den Burghofspielen Eltville (Rheingauer Musiksommer) und dem Bachfest Würzburg. Unter Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann, Kreuzkantor Roderich Kreile (Dresdner Kreuzchor), Frauenkirchenkantor Matthias Grünert und Domkantor Tobias Bromman musizierte sie u. a. in der Tonhalle Düsseldorf, der Liederhalle Stuttgart, der Philharmonie Luxemburg, der Kreuzkirche und der Frauenkirche Dresden sowie dem Berliner Dom.
Für die Saison 2014/15 sind u. a. eine Konzertreise nach Krakau unter Tobias Brommann, eine Tournee des Dresdner Kreuzchores unter Roderich Kreile ins Berliner Konzerthaus, ein Konzert im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele und das Eröffnungskonzert der Händelfestspiele Halle geplant.

Amira Elmadfa

Amira Elmadfa

Die Mezzosopranistin Amira Elmadfa wurde in Lich (Hessen) geboren und wuchs in Wien auf. Im Juli 2009 erfolgte der Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sie besuchte Meisterklassen u. a. bei den Kammersängern Brigitte Fassbaender, Hilde Zadek, Dietrich Fischer-Dieskau und Julia Varady.
Im Lied- und Konzertbereich präsentierte sie sich mit Liederabenden u. a. im Austrian Cultural Forum New York, beim Lucerne Festival, im Konzerthaus Basel und im Arnold Schönberg Center in Wien und trat seit 2009 regelmäßig als Solistin in Luca Piancas „Bachkantaten-Zyklus“ im Wiener Konzerthaus in Erscheinung.
Darüber hinaus wurde Amira Elmadfa mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. So gewann sie u. a. sowohl den 3. Preis als auch den Sonderpreis des 5. Internationalen Hilde Zadek Wettbewerbs 2007 in Wien und 2011 den 1. Preis bei Thomas Quasthoffs „International Song Competition – Das Lied“ in Berlin.
Von 2009 bis 2013 war die junge Mezzosopranistin festes Ensemblemitglied des Theaters Kiel und gab hier ihre erfolgreichen Debüts u. a. als Händels Sesto (Julius Cäsar), als Dorabella (Così fan tutte), als Siébel in Gounods Faust, als Hänsel in Hänsel und Gretel, als Zweite Dame in der Zauberflöte, als Muse/Nicklausse in Hoffmanns Erzählungen, als Rosina in Rossinis Barbier von Sevilla, als Zenobia in Händels Radamisto, als Nerone in Händels Agrippina sowie als Zerlina in Don Giovanni.
Seit der Spielzeit 2014/15 ist Amira Elmadfa Ensemblemitglied bei Theater&Philharmonie Thüringen.

Anja Elz

Anja Elz

Vor ihrem Gesangsstudium studierte die gebürtige Wuppertalerin Anja Elz Psychologie und Gebärdensprachen in Hamburg. Doch die Begeisterung für Musik ließ die junge Sopranistin nicht los, und so nahm sie zeitgleich das Gesangsstudium an der Musikhochschule in Lübeck bei Kammersängerin Heike Wittlieb auf. Seit ihrem Diplom in Psychologie mit Nebenfach Gebärdensprachen konzentriert sie sich voll auf die Musik und erlangte ihren Bachelor in Gesang.
Bereits während der Studienzeit sang sie im Theater Kiel einen Lehrbuben in Die Meistersinger von Nürnberg. Außerdem verkörperte sie in den Produktionen der Musikhochschule Lübeck Anna in Das Feuerwerk und Susanna in Le nozze di Figaro. In der Spielzeit 2012/13 war sie im Opernloft Hamburg als Pamina in einer Bearbeitung der Zauberflöte für Kinder zu erleben.
Neben ihrer Begeisterung für die Oper, erfreut sich Anja Elz auch als Solistin in Konzerten mit anderen zu musizieren: Im Hamburger Michel sang sie im Dezember 2012 mit den Hamburger Symphonikern Mozarts Missa brevis in B. Den musikalischen Beginn in Thüringen machten Konzerte als Solistin mit dem Weimarer Hochschulchor mit Brahms Liebeslieder Walzer und Orffs Catulli Carmina.
Meisterkurse bei Carol Baggott-Forte, Josef Protschka, Klesie Kelly und Brigitte Fassbaender wie auch im Liedduo bei Thomas Seyboldt und ein Praktikum beim NDR-Chor unter Robin Gritton ergänzen ihre Ausbildung.
Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie im Thüringer Opernstudio engagiert und verkörperte u. a. Frasquita in Carmen, Barbarina in Le nozze di Figaro, Mistress in Evita, Loulou in Toi c’est moi, Findus in Petersson und Findus und den Hahn im Korb sowie Sand- und Taumann in Hänsel und Gretel.

Asya Fateyeva

Asya Fateyeva

Die klassische Saxophonistin der jungen Generation gehört zu den herausragenden Vertretern ihres Fachs. Als erste Frau erreichte sie 2014 das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz.

Asya Fateyeva, 1990 auf der Krim geboren, widmet sich als klassische Saxophonistin einem breiten Repertoire. Dazu gehören neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werke aus dem Barock, der Klassik und der Romantik. Die junge Musikerin besitzt einige Erfahrung im Adaptieren von Kompositionen für ihr Instrument. Asya Fateyeva strebt danach, dem klassischen Saxophon einen noch selbstverständlicheren Platz im Musikleben zu erobern. Als Tenorsaxophonistin gehörte sie als ständiges Mitglied zum renommierten Alliage-Quintett. Seit 2014 unterrichtet die Wahl-Hamburgerin als Dozentin klassisches Saxophon an der Musikhochschule Münster.

Die Liste ihrer
Auszeichnungen und Stipendien ist lang. Asya Fateyeva errang neben dem 3. Preis beim Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerb 2014 zuvor etliche erste Preise bei Wettbewerben in Russland, Frankreich und Deutschland. 2006 siegte sie etwa auf Bundesebene bei „Jugend musiziert“. 2012 schließlich erhielt sie den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. Seit 2006 ist die vielfach Ausgezeichnete Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und bekam in diesem Rahmen das Gerd-Bucerius-Förderstipendium der ZEIT-Stiftung. In 2015 wurde Asya Fateyeva der mit 10.000 Euro dotierte Berenberg Kulturpreis verliehen. Kuratoriumsmitglied Professor Hermann Rauhe lobte: „Asya Fateyeva ist ein Ausnahmetalent und überzeugt mit ihrem warmen, eleganten Spiel.“

Asya Fateyeva spielte bereits mit zahlreichen Orchestern. So etwa unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev mit den Wiener Symphonikern im Musikverein Wien. Mehrfach musizierte sie mit den Moskauer Virtuosen unter Leitung von Vladimir Spivakov. Sie gastierte außerdem bei dem Tschaikowski Rundfunksymphonieorchester und der Ukrainischen Nationalphilharmonie, bei dem Staatlichen Sinfonieorchester Istanbul und dem Symphonieorchester Giuseppe Verdi Milano. Hinzukommen Auftritte mit Orchestern aus Bochum, Bonn, Frankfurt/Oder und Kassel. Großen Anklang fanden ihre Konzerte bei Festivals in Colmar, Fermo, Köln, Moskau und Sankt Petersburg sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Musikfest „Spannungen“ in Heimbach.

Ihre Ausbildung vereint die russische Tradition des seelenvollen Musizierens mit der klassischen Schule des französischen Saxophon-Spiels. Nach zwei Jahren als Jungstudentin bei Professor Daniel Gauthier an der Hochschule für Musik in Köln begann Asya Fateyeva mit 17 Jahren ihr reguläres Studium dort in der Klasse des namhaften Franko-Kanadiers. Studienaufenthalte in Frankreich unter anderem bei Claude Delangle in Paris und Jean-Denis Michat in Lyon gaben wichtige Impulse. Zurzeit vervollkommnet sie ihre Ausbildung im Aufbau-Studiengang Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Professor Niklas Schmidt: im Duo mit Valeria Myrosh am Klavier.

Die Basis ihrer Ausbildung bildet der Musikunterricht in ihrer Kindheit und Jugend: Als Sechsjährige begann die Tochter eines Profi-Fußballers mit Klavierunterricht bei Valentina Nikishina, mit zehn Jahren brachte ihr Lilija Russanowa die Tradition der französischen Saxophon-Schule in Simferopol nahe. Es folgten Studien bei Professorin Margarita Shaposhnikova am berühmten Gnessin-Institut in Moskau, Meisterkurse im französischen Gap und schließlich 2004 der Umzug nach Deutschland.

Kathrin Filip

Kathrin Filip

Kathrin Filip, erhielt nach langjährigem Klavier- und Violinunterricht in den Jahren 2005 bis 2008 Gesangsunterricht im Rahmen der Begabtenförderung an der Hochschule für Musik Würzburg. In dieser Zeit war sie auch Mitglied im Extrachor des Mainfrankentheaters Würzburg. Solistisch war sie 2007 als Papagena und Zweite Dame in Mozarts Zauberflöte am Theater am Neunerplatz Würzburg zu hören. 2008 begann Kathrin Filip ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Gabriele Fuchs. 2010 war sie in Mozarts Le nozze di Figaro als Barbarina am Prinzregententheater mit dem Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich zu sehen. 2011 sang sie die Rolle der Rose in Kurt Weills Street Scene unter der Leitung von Ulf Schirmer mit dem Bayerischen Rundfunkorchesters. Darauf folgte Purcells Dido und Aeneas an der Bayerischen Theaterakademie August Everding wo sie als Dido zu hören war. 2012 war sie in dem Pasticcio, „Wohltemperierte Gemütlichkeit“ in der Reaktorhalle München zu sehen und als Frau Fabien in „Volo di notte“ von Luigi Dallapiccola an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Dort war sie Anfang 2013 als Susanna in „Susanna´s Geheimnis“ von E. Wolf-Ferrari zu hören. Später kehrte sie in die Reaktorhalle für eine Stückentwicklung „Händel, Kafka, Klee“ zurück. 2014 sang Sie im Theater Haar die Anna Reich in „Die lustigen Weiber von Windsor“. Seit 2012 ist Kathrin Filip Mitglied der Yehudi Menuhin Förderung Live Music Now und seit 2014 Stipendiatin bei der Christl und Klaus Haack-Stiftung. Im Sommer 2015 schloss sie ihr Studium in München erfolgreich ab und wurde ab September in das Thüringer Opernstudio aufgenommen.

Georg Fritzsch

a.G.

Seit Beginn der Spielzeit 2003/04 ist Georg Fritzsch Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt Kiel. Bevor er sich dem Dirigieren widmete, studierte Georg Fritzsch zunächst Violoncello an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. In den darauffolgenden Jahren von 1984 bis 1988 konnte er als Substitut und später als ständige Aushilfe bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden zahlreiche Erfahrungen für seinen weiteren musikalischen Werdegang sammeln.
Nach dem Violoncellostudium folgte ein Engagement als Solocellist beim Philharmonischen Orchester Gera, parallel dazu begann Georg Fritzsch sein Dirigierstudium in Dresden und Leipzig, das er 1993 abschloss.
1991 ging Georg Fritzsch als Preisträger des Deutschen Dirigentenforums in Halle hervor, 1993 erhielt er das Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung, und nur fünf Jahre später folgte seine Berufung als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Südwestfalen sowie als Musikalischer Oberleiter des Theaters Hagen bis zur Spielzeit 2002/03.
Von 2009 bis 2011 war er zusätzlich zu seiner derzeitigen Position in Kiel als Chefdirigent des Tiroler Symphonie Orchesters Innsbruck sowie des Tiroler Landestheaters Innsbruck berufen.
In den letzten Jahren gastierte Georg Fritzsch u. a. in China, Frankreich, Spanien, Polen, Frankreich, Großbritannien, in der Schweiz, den Niederlanden, in Österreich, Tschechien, Belgien, Korea, China, Taiwan, Italien, Israel, den USA, Südafrika, Estland sowie in der Türkei. Er stand u.a. am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, des Staatsorchesters Stuttgart, des Gürzenich Orchesters Köln, der Düsseldorfer Symphoniker, der Staatskapelle Weimar, der Stuttgarter Philharmoniker und der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Hamburger wie auch der Münchner Symphoniker. Darüber hinaus wurde er zum Radio-Symphonieorchester Basel, zur Königlichen Philharmonie Flanderns Antwerpen, zum Beijing Symphony Orchestra, zum National Symphony Orchestra of Ireland, zum Taipei Sinfonieorchester und zum National Symphony Orchestra Johannesburg eingeladen. In Dublin war er am dortigen Opernhaus mit Verdis Don Carlos zu hören; er dirigierte beim Woodstock-Mozart-Festival (USA), an der Staatsoper Stuttgart (Elektra, Der Rosenkavalier, Salome, Ariadne auf Naxos), der Staatsoper Hannover (Don Giovanni), am Aalto Theater Essen (Elektra), am Deutschen Nationaltheater Weimar (Der Freischütz), sowie an der Deutschen Oper am Rhein (z.B. Der fliegende Holländer, Salome und Don Carlos). Weitere Gastverpflichtungen führten ihn mit Puccinis La Bohème und Madama Butterfly sowie mit Bizets Carmen mehrfach an die Dresdner Semperoper. In den Spielzeiten 2015/16 bis 2017/18 übernahm er in Kiel die musikalische Leitung von Richard Wagners Ring des Nibelungen.
Das Repertoire von Georg Fritzsch umfasst zahlreiche Werke der Konzert- und Opernliteratur aus unterschiedlichen Epochen. Eine besondere Affinität empfindet er für die großen Komponisten der deutschen Klassik und Romantik. Doch auch im Bereich der zeitgenössischen Musik genießt Georg Fritzsch eine hohe Reputation. So leitete er mit großem Erfolg diverse Uraufführungen von Siegfried Matthus, Bernd Franke, Volker David   Kirchner, Rainer Kunad u. v .a. Beachtenswert ist zudem sein Engagement für Cristóbal Halffter, dessen Opern Lázaro und Schachnovelle er zur Uraufführung brachte. Die stilistische Vielfalt des Dirigenten zeigt sich darüber hinaus in seiner regen Tätigkeit im Crossover-Bereich. Hier arbeitete er mit Künstlern zusammen wie z. B. Jon Lord, der NDR Bigband, den King’s und den Swingle Singers, Klazz Brothers & Cuba Percussion, Max Mutzke und Stefan Gwildis,  oder auch Rockmusikern wie KARAT, den Prinzen und Suzi Quatro.
Neben seinem Wirken als Dirigent legt Georg Fritzsch großen Wert auf die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. So hatte er von 1999 bis 2003 eine Professur für Dirigieren an der Musikhochschule Tilburg in den Niederlanden inne und leitet seit 2003 regelmäßig Dirigierkurse für das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, so auch im Frühjahr 2017 in München. Zum Studienjahr 2017/18 übernahm Georg Fritzsch eine Professur für Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in München.

 

Elmar Gehlen

Elmar Gehlen

Elmar Gehlen, geboren 1943 in Hornberg, machte zunächst eine Ausbildung als Dekorateur und Graphiker, nahm später jedoch Privatunterricht bei Hans Dieter Zeidler und absolvierte die Sprach- und Schauspielschule Schneider bei Stuttgart. 1969 holte Rolf Liebermann ihn als Choreograf und Pantomimen an die Hamburgische Staatsoper. Dort arbeitete er mit Penderecki, Marcel Marceau und Maurizio Kagel zusammen, letzterer setzte ihn für sein Werk Staatstheater (1971) ein. Daraus ergab sich eine langjährige Zusammenarbeit und Aufnahme in das Kölner Ensemble für Neue Musik mit zwei großen Welttourneen und Teilnahme an allen wichtigen Festivals. Mit den Musikern Theodor Ross und Wilhelm Bruck aus dem Ensemble entstanden eigene Arbeiten und Konzerte, die über das Goetheinstitut europaweit gezeigt wurden. Engagements als Schauspieler führten ihn unter anderem an das Stadttheater Baden-Baden, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Schillertheater in Berlin und das deutsche Schauspielhaus in Hamburg.
Seit 1973 arbeitete Elmar Gehlen hauptsächlich als Regisseur für Schauspiel und Oper und entwarf auch oft die Bühnenbilder zu seinen Inszenierungen. Ab 1991 war Elmar Gehlen am Staatstheater Kassel engagiert, wo er als Leiter des experimentellen Theaters „Die Vierte Sparte“ als Regisseur und Bühnenbildner arbeitete. Aus seiner Dramatisierung der Schneekönigin entstand 2006 in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Theodor Ross für das Deutsche Nationaltheater Weimar die gleichnamige Oper. Außerdem führte Elmar Gehlen Regie bei diversen RTL- und ZDF-Produktionen und wurde durch die Rolle des Wolfgang Unterbaur in der ZDF-Serie Küstenwache bekannt.

Bernd Glemser

Bernd Glemser

a.G.

"Glemser ist der deutsche Klaviermagier seiner Generation, ein Wunder an Virtuosität bei gleichzeitiger künstlerischer Reife", urteilt die "Badische Zeitung". Auch vom "Klavierdichter" liest man in der Fachpresse immer wieder, die sich mit Lobeshymnen übertrifft, wenn es um den deutschen Pianisten Bernd Glemser geht, der seinen Platz an der Weltspitze nun schon über Jahrzehnte behauptet.
Seine fulminante Karriere begann schon in jungen Jahren, denn noch während des Studiums gewann er bei den wichtigsten Wettbeweben eine Reihe von Preisen, 17 davon in Folge (u.a. Cortot, ARD, Rubinstein, Busoni, Sydney). Trotzdem ist er kein Medienstar und kein Glamourpianist geworden, denn Glemser konzentriert sich voll und ganz auf die Musik. Er ist der Sache verpflichtet, Oberflächlichkeiten haben keinen Raum und musikalisch geht er keine Kompromisse ein. Seine atemberaubende Virtuosität ist gepaart mit höchster poetischer Sensibilität und seine tiefgründigen Interpretationen, individuell und fernab jeglicher Routine, bleiben einem lange im Gedächtnis.
Bernd Glemser hat natürlich mit vielen bekannten Orchestern konzertiert, u.a. mit dem Philadelphia Orchestra, dem Gewandhausorchester, dem London Philharmonic Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich oder dem Orchester von Santa Cecilia Rom unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Myung-Whun Chung, Dmitrij Kitajenko, Andrés Orozco-Estrada, Wolfgang Sawallisch, Muhai Tang oder Franz Welser-Möst. Er hat in der Philharmonie Berlin und der Alten Oper Frankfurt gespielt, dem Leipziger Gewandhaus und dem Herkulessaal in München sowie der Royal Festival Hall in London und dem Musikverein in Wien.
Während seiner langen Karriere sind rund 35 CDs entstanden, zuletzt eine Aufnahme von Haydn-Sonaten bei OehmsClassics. Darüber hinaus wirkte Bernd Glemser bei unzähligen Radio- und Fernsehproduktionen mit und, wie könnte es anders sein, spielt mit vielen befreundeten Kollegen Kammermusik.
Noch während seiner eigenen Studienzeit hatte er in Saarbrücken seine erste Professur übernommen, und ist seit 1996 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Würzburg. Seit 2006 ist Bernd Glemser „Artist in Residence“ bei den Klosterkonzerten Maulbronn, wo er neben einer Kammermusikreihe auch jährlich einen Meisterkurs gibt.
Zusätzlich zu seinen vielen Auszeichnungen erhielt Bernd Glemser den „Andor-Foldes-Preis“ und den „Europäischen Pianisten-Preis“. 2003 erfolgte die Verleihung des „Bundesverdienstkreuzes“ durch den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Im Sommer 2012 wurde Glemser mit dem Kulturpreis Bayern geehrt.

© erika essinger konzertagentur

Peter Gülke

Peter Gülke

a.G.

Nicht erst seit Peter Gülke 2014 den Ernst von Siemens Musikpreis für ein Leben im Dienste der Musik erhielt, ist er unbestritten einer der bedeutendsten Dirigenten und Musikwissenschaftler dieses Landes.

Peter Gülke wurde 1934 in Weimar geboren, studierte Violoncello, Musikwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und an den Universitäten Jena und Leipzig. Er promovierte 1958 in Leipzig und habilitierte 1985 in Berlin an der Technischen Universität. Seit 1959 war er als Dirigent an verschiedenen Theatern tätig, als Chefdirigent u. a. in Stendal, Potsdam und Stralsund, seit 1976 als Kapellmeister an der Staatsoper Dresden mit gleichzeitiger Lehrtätigkeit in der Dirigentenklasse der dortigen Musikhochschule. 1981 wurde er Generalmusikdirektor in Weimar. Im Jahre 1983 verließ er die damalige DDR, war von 1986 bis 1996 Generalmusikdirektor der Stadt Wuppertal und leitete danach bis 2000 die Dirigentenklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg. Seit 1992 arbeitet er im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, von 1996 bis 2007 als Vorsitzender des Hauptausschusses, und leitete zahlreiche Dirigentenkurse in Deutschland, Österreich, Finnland, Frankreich, England und in den USA.

Als Gast leitete er Opernaufführungen u. a. in Berlin, Hamburg, Wien, Paris, Düsseldorf, Köln, München, Rom, Turin, Kassel (Ring), Graz (Ring) sowie Frankfurt und dirigierte Konzerte in fast allen europäischen Ländern, in Japan und in den USA u. a. mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, mit fast allen deutschen Rundfunk-Symphonieorchestern, dem Residenzorchester Den Haag, dem Orchester der Tonhalle Zürich, dem NHK-Orchester Tokyo, dem Detroit Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern und dem ensemble recherche Freiburg. Einspielungen auf Schallplatte bzw. CD umfassen die Sinfonischen Fragmente von Schubert, die er auch wissenschaftlich und editorisch erschloss, Werke von Schönberg, Berg und Webern (mit dem Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie), darüber hinaus Werke von Beethoven, Britten, Baird, Benda, Carl Eberwein, Glasunow, Haydn, Kirchner, Leyendecker, Ravel, Schumann, Tscherepnin, Schreker, Zemlinsky und Komponisten aus dem Weimarer Umkreis Goethes. Er dirigierte etliche Uraufführungen und hat einige vergessene Werke neu in die Öffentlichkeit gebracht, so Zemlinskys Sinfonische Dichtung Die Seejungfrau.

Musikwissenschaftlich arbeitete Gülke über Musik des Mittelalters und der Renaissance, über Bach, die Ästhetik der französischen Aufklärung, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Bruckner, Debussy, Janácek, Schönberg, Berg, Lutoslawski, Petterson u. a. Die letzten Veröffentlichungen umfassen u. a.: Die Sprache der Musik. Essays zur Musik von Bach bis Holliger (2001), Guillaume Du Fay. Die Musik des 15. Jahrhunderts (2003), Auftakte-Nachspiele. Studien zur musikalischen Interpretation (2006), Robert Schumann. Glück und Elend der Romantik (2010), Von Bach bis Beethoven. Streifzüge durch große Musik (2014) sowie Musik und Abschied (2015). Sein Schubert-Buch erschien bereits in dritter Auflage.

Peter Gülke ist seit 1995 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, seit 1997 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, seit 2005 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1995 erhielt er den Edison-Schallplattenpreis für die Gesamtaufnahme von Schrekers Irrelohe und den Sigmund Freud-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 1996 den Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal, 1998 den Karl Vossler-Preis der Bayerischen Akademie der Künste. Im Jahre 2003 ernannte ihn die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zum Ehrensenator, 2006 zum Dr h. c.. Darüber hinaus ist Peter Gülke Dr. h. c. der Universität Bern (2004) und der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (2007).

Am 23. Januar 2015 ist Peter Gülke zum Chefdirigenten der Brandenburger Symphoniker ab Saison 2015/2016 berufen worden.

Megan Marie Hart

a.G.

Gerühmt für ihre „ansprechende, schimmernde Stimme mit Tiefe und Kraft“, erlangt die junge Sopranistin
Megan Marie Hart Anerkennung für ihren überzeugenden stimmlichen Ausdruck und ihre dramatische
Bühnenpräsenz. Seit 2015/16 ist Frau Hart Ensemblemitglied des Landestheater Detmold. Dort
reussierte sie bislang als Mimi in La Bohème, Chrysothemis in Elektra, Rosalinde in Die Fledermaus,
Arminda in Die Gärtnerin aus Liebe, Elle in La voix humaine und den Sopran in Carmina Burana. Sie sang
des Weiteren in einer Opern Gala mit der Philharmonie Südwestfalen. In 2016/2017 debütierte sie als Gilda
in Rigoletto und Sylva Varescu in Die Csárdásfürstin. In der Spielzeit 2017/18 erweitert sie mit Tosca und
Fiordiligi ihr Repertoire. Mit der Partie der Konstanze in Die Entführung aus dem Serail wird sie an den
Bühnen der Stadt Gera/Theater Altenburg gastieren.

In 2014 war Frau Hart als Donna Anna in Don Giovanni in der Zomeropera Belgium zu hören. In der
Saison 2013 sang Frau Hart die Rolle der Gilda in Rigoletto in der Annapolis Opera, nahm an Placido
Domingos Operalia Wettbewerb teil und konzertierte mit dem Instrumentalverein in Darmstadt.

Frau Hart hatte ihr Carnegie Hall Debüt mit einem Liederabend der „Marilyn Horne Legacy at Carnegie
Hall“, war Cover für den Friedensboten in Rienzi mit dem Opera Orchestra of New York und gewann den
ersten Platz beim Liederkranz Foundation Wettbewerb. Sie schloss sich der New York City Opera an, um
die Marie in Rufus Wainwrights Oper Prima Donna zu covern, machte ihr Annapolis Opera Debüt als
Juliette in Roméo et Juliette und trat bei der Union Avenue Opera als Wellgunde in Das Rheingold auf.

In ihrem dreijährigen Engagement im renommierten „Seattle Opera Young Artists Program“ sang Frau Hart
die Zerbinetta in Ariadne auf Naxos; die Tatyana in Eugene Onegin; Tytania in Ein Sommernachtstraum;
Gretel in Hänsel und Gretel; Lauretta und Nella in Gianni Schicchi; Bergère, Chauve - Souris, Pastourelle,
Chiffre und Chouette in L'enfant et les sortilèges; das Mädchen in Trouble in Tahiti; und die Titelrolle in Rita.

Glanzpunkte ihrer Opernkarriere sind Donna Anna in Don Giovanni; Adina in L'elisir d'Amore; die Titelrolle
in Alcina; Almirena in Rinaldo; Geist des Jungen in Curlew River; Lauretta in Gianni Schicchi; Sibyl Vane in
The Picture of Dorian Gray; Venere in Venere, Amore e Ragione; Gianetta in The Gondoliers; die Eule, die
Fledermaus und die Hirtin in L'enfant et les sortilèges; Amina in La Sonnambula; Fiordiligi in Così fan tutte;
Elle in La voix humaine; Blanche in Les Dialogues des Carmélites; die Gräfin in Le Nozze di Figaro; Venus in
Orpheus in the Underworld; Lady Billows in Albert Herring; Gretel in Hänsel und Gretel.

Als Konzertsolistin trat Frau Hart mit der Seattle Symphony unter der Leitung von Marvin Hamlisch auf und
sang in einer Fernsehaufführung von Beethovens 9. Symphonie für den Dalai Lama und Desmond Tutu.
Sie trat in Konzerten mit Rufus Wainwright und der Oregon Symphony auf. Sie arbeitete intensiv mit Music
of Remembrance, einer jüdischen Kammermusik Gruppe zusammen, mit Werken von Komponisten und
Dichtern der Holocaust Ära, darunter Lieder in Jiddisch, Ladino und Hebräisch.

Frau Hart erlangte ihren Bachelor- und Master-Abschluss am Oberlin Conservatory und ihr Professional
Studies Certificate an der Manhattan School of Music.

Sie ist Schülerin von Marilyn Horne, und lebt in Detmold.

Andreas Hartmann

Andreas Hartmann

1960 in Halle geboren, studierte Andreas Hartmann ab 1977 an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Jost Witter; dem Examen folgte 1982 eine zweijährige Aspirantur. Er nahm an nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich teil, u. a. 1980 am Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig und 1982 am Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Andreas Hartmann konzertierte in Europa, Asien und Kanada. Seit 1999 regelmäßig auch in den USA zu Gast, gab er dort im Oktober 2009 sein 300. Konzert. 1984 wurde er an das Große Rundfunkorchester
Leipzig als 1. Konzertmeister engagiert. Diese Position übernahm er 1990 beim heutigen MDR Sinfonieorchester. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit erstreckt sich auf Kammermusikabende sowie auf Solowerke, die er mit dem MDR Sinfonieorchester im Sendegebiet sowie bei Gastkonzerten im In- und Ausland aufführt.
In MDR-Konzerten spielte er u. a. im Januar 2006 gemeinsam mit Rodin Moldovan Brahms’ Doppelkonzert im Leipziger Gewandhaus und in Weimar sowie im April 2006 Mozart-Sonaten und Mendelssohns 1. Sinfonie in der Kammermusikfassung im Alten Rathaus.
Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und CDAufnahmen runden sein Tätigkeitsfeld ab. Die jüngste CD-Einspielung erschien unter dem Titel Romantische Miniaturen im Herbst 2005 bei Querstand. Seitdem wirkte er an zahlreichen CD-Projekten mit, u. a. anlässlich des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie an der Einspielung der Sonate für Violine und Klavier op. 121 von Robert Schumann mit dem Pianisten Prof. Rolf-Dieter Arens. Seit dem Sommersemester 2008 hat Andreas Hartmann einen Lehrauftrag im Hauptfach Violine an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar inne und wurde dort im Juni 2013 zum Professor ernannt. Darüber hinaus gab er 2016 und 2017 Konzerte und Kurse in Seoul sowie in Bangkok.
Andreas Hartmann spielt eine aus dem Jahre 1744 stammende Guarneri.

Duncan Hayler

a.G.

Duncan Hayler wirkte als Kindersolist beim Glyndebourne Festival als Pepik in der Oper Das schlaue Füchslein mit (Regie: Jonathan Miller; Musikalische Leitung: Simon Rattle). Er studierte an der Wimbledon School of Art Bühnen- und Kostümbild, gewann den Thames Television National Design Preis und war Mitglied des National Youth Theatre.
Er entwarf Bühnenbilder und Kostüme u. a. für das Hebbel Theater Berlin, die Staatsoper Berlin, das Royal Opera House Covent Garden, das Theater Wielki Warschau, die Staatsopern Prag und München, sowie die Volksoper Wien, die Vereinigten Bühnen Wien (Musical Romeo und Julia am Raimund Theater) die Opera North, die Opéra Nantes, das Grand Theater de la Ville Luxembourg, das Northern Ballet Leeds (A Midsummer Nights Dream, nominiert für den Laurence-Olivier Preis), das Stadttheater Bielefeld (The Birds nach Alfred Hitchcock), die Staatsoper Stuttgart, das Teatro Nacional Sao Carlos Lissabon, die Oper Bern, das Luzerner Theater und das Theater Magdeburg.
Duncan Hayler arbeitete mit Regisseuren und Choreografen wie Rudolph Nureyev, David Pountney, Nicola Raab, David Nixon, David Freeman, Götz Friedrich, Craig Revel Horwood, Waut Koeken, Steven Edwards, Marek Rozycki, Ansgar Weigner, Emmanuelle Bastet, Henry Akina und Frank Hilbrich.
Er stattete zahlreiche Uraufführungen aus, u. a. Henryk Goreckis Old Polish Musik (Warschau Ballet), Isidora Zebeljans Marathon Familie (Bregenz Festival), William Ward Murtas Birds (Theater Bielefeld), Philip Feeneys Cinderella (Northern Ballet Leeds) und Richard Ayres Peter Pan (Staatsoper Stuttgart).
Außerdem war Duncan Hayler als Associate Designer für das Gastspiel der Deutschen Oper in Tokyo, Jokohama, Washington D.C. und in der Royal Opera London verantwortlich.
Für Theater&Philharmionie Thüringen übernahm er die Ausstattungen der Opern Scharlatan (Deutsche Erstaufführung), Chess, Lady Macbeth von Mzensk, Jekyll & Hyde (nominiert für den Weltenbauerpreis) unter der Regie von Kay Kuntze sowie für Die Zauberflöte (Regie: Ansgar Weigner) und die deutsche Erstaufführung der Operette Toi c'est Moi (Regie: Götz Hellriegel).

Marie-Elisabeth Hecker

Marie-Elisabeth Hecker

a.G.

Wer Marie-Elisabeth Hecker live im Konzert erlebt, könnte leicht auf die Idee kommen, sie sei mit ihrem Instrument im Arm geboren worden. Beim Cellospielen verströmt sie eine geradezu traumwandlerische Selbstverständlichkeit und zwar nicht nur, weil sie gern mit geschlossenen Augen spielt. Alles was sie mit dem Bogen und mit der linken Hand tut, überhaupt ihre ganze Körpersprache und die Bühnenpräsenz, wirkt vollkommen natürlich und zwar mit der ihr eigenenstarken Intensität des Ausdrucks: "Herzzerreißend traurig und traumwandlerisch schön", wie es DIE ZEIT formulierte. Marie-Elisabeth Hecker war Schülerin am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau, bevor sie Cellounterricht bei Peter Bruns erhielt. Im Alter von 12 Jahren gewann sie zum ersten Mal den Wettbewerb Jugend musiziert. Zu ihren wichtigen Auszeichnungen gehören der Sonderpreis beim Dotzauer-Wettbewerb 2001 und der Preis des Borletti-Buitoni Trust 2009. Den internationalen Durchbruch bescherte ihr der sensationelle Erfolg beim Rostropowitsch-Wettbewerb 2005 in Paris: Dort gewann sie - erstmals in der Geschichte des bedeutenden Cellowettbewerbes - sowohl den ersten Preis als auch zwei Sonderpreise. Seitdem gehört Marie-Elisabeth Hecker zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen der jungen Generation. Die deutsche Cellistin studierte bei Heinrich Schiff und in Meisterkursen bei Anner Bylsma, Bernard Greenhouse, Frans Helmerson, Gary Hoffman und Steven Isserlis. Sie wird von der Kronberg Academy unterstützt. Zu den bisherigen Höhepunkten ihrer Karriere gehören etwa Konzerte mit Orchestern wie Antwerp Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Chamber Orchestra of Philadelphia, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Dresdner Philharmonie, Filarmonica della Scala, Gewandhausorchester, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Israel Philharmonic Orchestra, Mariinsky Orchestra, Netherlands Radio Chamber Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Spanish National Orchestra, Staatskapelle Berlin und Wiener Symphonikern unter der Leitung von Barenboim, Gergiev, Harding, Hengelbrock, Herreweghe, Janowski, Luisi, Nagano, Saraste, Thielemann und von Dohnányi. Solorezitale, insbesondere mit ihrem Ehemann, dem Pianisten Martin Helmchen, haben die junge Musikerin auf zahlreiche wichtige Konzertpodien zwischen Aspen, Festspielhaus Baden-Baden, L'Auditori Barcelona, Berliner Philharmonie, Bozar Brüssel, Teatro Colón in Buenos Aires, Alte Oper Frankfurt, Elbphilharmonie Hamburg, Schubertiade in Hohenems, Londons Wigmore Hall, Luzern, Carnegie Hall New York, Toppan Hall in Tokio, Wiener Konzerthaus und Tonhalle Zürich geführt. Des Weiteren spielt sie regelmäßig Kammermusikkonzerte in verschiedenen Formationen mit den Kammermusikpartnern Veronika Eberle, Christian Tetzlaff und Carolin Widmann.

Gemeinsam mit Martin Helmchen spielte sie Brahms' Cellosonaten ein, welche im Mai 2016 beim Label Alpha Classics veröffentlicht wurden. Beim selben Label erschien jüngst ihre Aufnahme von Schuberts Arpeggione-Sonate und dem Klaviertrio Nr. 2 (mit Martin Helmchen und Antje Weithaas) sowie eine CD mit Elgars Cellokonzert (gemeinsam mit dem Antwerp Symphony Orchestra) und dem Klavierquintett. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Marie-Elisabeth Hecker seit August 2017 Professorin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. In Zusammenarbeit mit Music Road Rwanda unterstützt sie zudem eine Musikschule in Ruanda, mit der sie regelmäßig vor Ort musikalische Projekte realisiert.

Sebastian Heindl

Sebastian Heindl

a.G.

Sebastian Heindl, geboren 1997 in Gera, erhielt seine musikalische Grundausbildung als Chorknabe im Thomanerchor Leipzig. Dort nahm er ersten Orgelunterricht bei Universitätsorganist Daniel Beilschmidt und trat schon früh als Begleiter des Chores und solistisch an der Orgel im Amte des praefectus organus in Erscheinung. Im Alter von 17 Jahren nahm er im Magdeburger Dom seine Debüt-CD auf, außerdem produzierte er Live-Aufnahmen für den MDR, BR und wirkte als jugendlicher Organist mit in der BBC-Filmdokumentation von Sir John Eliot Gardiner „Bach – A Passionate Life“ an der berühmten Trostorgel der Schlosskirche Altenburg. Nach einem Sonderpreis als jüngster Teilnehmer beim Bachwettbewerb Leipzig wurde er von der Fachzeitschrift ORGAN als „Organist des Jahres 2016“ ausgezeichnet. In seinem ersten Studienjahr an der Musikhochschule Leipzig bei Prof. Martin Schmeding gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb Nordirland 2017. Deutschlandweit konzertierte Sebastian Heindl an vielen historischen Barockorgeln so z.B. an der Bachkirche Arnstadt, St. Jacobi Lübeck und dem Dom zu Freiberg. Konzertreisen führten ihn nach Ungarn (Budapest Palace of Arts), Großbritannien (Westminster Abbey, Trinity College Cambridge, Belfast Ulster Hall) und Irland (Dublin). 2017 gab er sein Debüt mit Orchester im Gewandhaus zu Leipzig und dem Theater Gera mit Poulencs Orgelkonzert. Während der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION) 2018, einem der meistbeachteten Orgelwettbewerbe Deutschlands, erhielt er den dritten Preis, Publikumspreis und Max-Reger-Sonderpreis. Für die laufende Saison stehen Konzerte u. a. in Manchester, Oxford, London, Wien, New York und Kanada bevor.

Verena Hemmerlein

Verena Hemmerlein

a.G.

Verena Hemmerlein studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde Meisterschülerin von Prof. Karl Kneidl. Sie assistierte namhaften Bühnenbildnern an der Staatsoper Stuttgart, bei der RuhrTriennale, am Musiktheater im Revier und an der Opéra National du Rhin und war für Opera Ireland als Produktionsleiterin tätig.
Seit 2003 entwirft Verena Hemmerlein Bühnenbilder und Kostüme für Ballett, Oper, Musical und Schauspiel und wurde mit dem Kulturförderpreis ihrer Heimatstadt Würzburg ausgezeichnet. Sie schuf Ausstattungen u.a. für die Deutsche Oper am Rhein, das Staatstheater Nürnberg, das Tulsa Ballet Theater in den USA, das Gwangju City Ballet in Korea, das Musiktheater im Revier, das Mainfrankentheater Würzburg, die Theater Augsburg, Kaiserslautern, Fürth, Trier und Baden bei Wien, sowie für die Theaterakademie August Everding in München.
Sie  arbeitete u. a. mit den Regisseuren Rosamund Gilmore, Andreas Baesler, Hanfried Schüttler und Kai Huesgen, sowie den Choreografen James Sutherland, Terence Kohler, Young Soon Hue, Anna Vita, Douglas Lee, Can Arslan und Regina van Berkel. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit Goyo Montero am Staatstheater Nürnberg, wo sie u. a. für Romeo und Julia, Vasos Comunicantes und Der Traum der Vernunft Bühne und Kostüme entwarf, sowie die Bühnenbilder für Carmen, Der Nussknacker, Faust und Cinderella. Für seine Neueinstudierung von Romeo und Julia mit der Compania Nacional de Danza gestaltete sie am Teatro Real in Madrid Bühne und Kostüme. Diese Produktion wurde in Dance Europe als „beste Wiederaufnahme 2013“ nominiert. Cinderella erhielt in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne eine Nominierung in der Kategorie „Herausragender Beitrag zur aktuellen Entwicklung von Bühnenbild/ Kostüm/ theatraler Raumsituation“. Am Theater Augsburg gewann Romeo und Julia, Ballett von Young Soon Hue, den Publikumspreis als „Beste Produktion 2015“.

Giselle ist nach Dracula und Liberace - Glitzer Schampus und Chopin Verena Hemmerleins dritte Ausstattung für Silvana Schröder und das Thüringer Staatsballett.

www.verenahemmerlein.de

Anna Herrmann

a.G.

Anna Herrmann wurde 1998 in Leipzig geboren. Ihren ersten Cellounterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren von Helga Kaufmann und wechselte 2013 in die Klasse von Anna Niebuhr. 2015 hatte sie ihr Konzertdebüt mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von Thomas Wicklein, mit welchem sie in den Folgejahren mehrmals als Solistin konzertierte.
Sie erhält Kammermusikunterricht von Prof. Frank Reinecke (Vogler Quartett) und Günter Pichler (ehem. Primarius Alban Berg Quartett). Außerdem bekam sie wichtige Impulse von Prof. Peter Bruns, Prof. Wen-Sinn Yang, Yves Sandoz (Cellistin Amaryllis Quartett), Prof. Eberhard Feltz und Norman Fischer (Shepherd School of Music, Houston).
Sie ist Preisträgerin im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" und erhielt 2016 einen Förderpreis beim enviaM Wettbewerb. 
Von Juni 2014 bis Juni 2017 war Anna Jungstudentin in der Nachwuchsförderklasse der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig. Seit Oktober 2017 studiert sie ebenda in der Klasse von Prof. Peter Bruns.
Konzertreisen mit dem Gyldfeldtquartett führten sie nach Paris, Houston, Zürich, Schweden und Siena. Sie ist Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now sowie des Bayreuth Stipendiums 2018 des Richard Wagner Verbandes.
Ab Oktober 2018 wird Anna Herrmann mit ihrem Quartett Mitglied der Streichquartettklasse Günter Pichlers an der Escuela de Música Reina Sofía in Madrid sein.
Sie spielt auf einem Violoncello von Ehrfried Wunderlich, Markneukirchen 2011.
 

Paul Höchstädter

Der gebürtige Nürnberger Jean Paul Höchstädter ist ein gefragter Jazz- und Bigband- Schlagzeuger in ganz Deutschland und somit in vielen Produktionen und Projekten namhafter Ensembles der unterschiedlichsten Stilrichtungen aktiv.

Den ersten Teil seines Musikstudiums absolvierte er am Hermann Zilcher Konservatorium Würzburg bei Bill Elgart, einem der kreativsten Drummer der deutschen Jazzszene. Während dieser Zeit arbeitete Jean Paul Höchstädter mit dem Bayerischen Landes-Jugendjazzorchester und dem Summit Jazz Orchester und diversen Jazzbands im süddeutschen Raum.
Nach zwei Jahren Würzburg verlegte er seinen Wohnsitz nach Berlin und führte dort sein Studium bei Holger Nell, einem der gefragtesten Bigband Schlagzeuger des Landes, fort und schloss es im Oktober 2000 mit Diplom ab.

Bis heute trommelte er für die Rias Bigband, die HR Bigband, die NDR Bigband, die WDR Bigband, die Al Porcino Bigband, das Summit Jazz Orchestra, Berlin Jazz Orchester, das Concert Jazz Orchestra Vienna, die Thilo Wolf Bigband, das Sunday Night Orchester Nürnberg, die Ed Partycka Bigband, die Bobby Burgess Bigband Explosion u.a. und hat auf der Bühne bzw. im Studio mit Clark Terry, Jiggs Wigham, Bobby Shew, Judy Niemack, Tony Lakatos, Till Brönner, Tanja Maria, James Morrison, Axel Schlosser, Johannes Enders, Julian Arguelles, Scott Hamilton, Geetje Kauffeld, Ack van Rooyen, Nils Landgren, Jim Mc Neely, Jocelyn B. Smith, Valery Ponomarev, Clay Jenkins, Maria Joao und Mario Laginha, Toshiko Akioshi, Fred Sturm, Chuck Leavell, Frank Möbus, Philipp Catherine, Ferdinand Povel, Roberta Gambarini, Dave Douglas, Richie Beirach, Dave Liebman, Luciana Souza u.v.a. produziert, konzertiert und aufgenommen.

Seit Januar 2007 ist er festes Mitglied der HR Bigband in Frankfurt. Zu hören ist er als Schlagzeuger auf verschiedenen CDs, beispielsweise des Summit Jazz Orchestra, des Sunday Night Orchestra, des Axel Schlosser Quartetts, Till Brönner, Chuck Leavell, des Berlin Jazz Orchestra, der HR Bigband und darüber hinaus auf vielen Rundfunkaufnahmen.

Seit 2012 hat Paul Höchstädter einen Lehrauftrag für Jazz-Schlagzeug an Dr. Hoch’s Konservatorium.

Simon Höfele

Simon Höfele

a.G.

Simon Höfele, geboren 1994, erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Trompetenunterricht in seiner Heimat Darmstadt, fünf Jahre später wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, der ihn als 14-Jährigen in seine Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe aufnahm. Ein Jahr später wurde er Mitglied im Bundesjugendorchester, anschließend auch im Gustav-Mahler-Jugendorchester und der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Zudem besuchte er Kurse beim Ensemble Modern, bei German Brass und erhielt Unterricht bei renommierten Professoren wie Edward H. Tarr, Klaus Schuhwerk, Wim van Hasselt, Frits Damrow, Urban Agnas, Luis Gonzalez, Peter Lohse, Hannes Läubin, Kristian Steenstrup, Eric Aubier und Jeroen Berwaerts.

In der Saison 17/18 gibt er seine Debüts beim BBC Scottish Symphony Orchestra, beim Konzerthausorchester Berlin, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, beim SWR Symphonieorchester, bei der Staatsphilharmonie Nürnberg u.a., sowie im Bozar Brüssel, im Konzerthaus Berlin, in Birmingham, beim MiTo Festival in Mailand und Turin, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, u.a.  Als Solist spielte er bereits mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, Shanghai Philharmonic, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Münchener Kammerorchester und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Seit September 2017 ist Simon Höfele BBC Radio 3 New Generation Artist, außerdem ist er Preisträger des Sonderpreises „U21“ des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD, des deutschen Musikwettbewerbs 2016 sowie „SWR2 New Talent“.

Neben dem bekannten Trompetenrepertoire von Telemann über Tartini, Haydn, Hummel, Mozart bis zu Jolivet, Arutjunjan und Zimmermann widmet sich Simon Höfele immer wieder auch zeitgenössischer Musik. So brachte er 2012 zusammen mit Reinhold Friedrich und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter Leitung von Matthias Pintscher das Doppelkonzert für zwei Trompeten von Pintscher zur Uraufführung, 2015 folgte „Tangle“, ein Werk für Solotrompete und Brass Quintett von Nina Senk, sowie „Imaginary Garden“ von Hope Lee im Rahmen eines Meisterkurses an der School of Creative and Performing Arts der University of Calgary. Mit ebenso großer Begeisterung spielt Simon Höfele Kammermusik in verschiedensten Besetzungen. Zu seinen Partnern zählen unter anderem die Pianisten Frank Dupree, Magdalena Müllerperth und Eriko Takezawa.

Zu seinen weiteren Preisen und Auszeichnungen gehören der 1. Preis der  Reinhold Friedrich International Trumpet Competition Lissabon (11/2016), der zweimalige Gewinn des Concours Européen de Jeunes Trompettistes in Alencon/Frankreich, der 1. Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2015 sowie diverse 1. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Höfele ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben (u. a. Gerd Bucerius-Stipendiat), der Hummel-Gesellschaft Weimar, der Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen, der Oscar und Vera Ritter Stiftung und der Da Ponte Stiftung Darmstadt. Außerdem wurden ihm der Förderpreis Kultur der Stadt Darmstadt (2012), der Bruno Frey Musikpreis (2013) und der Förderpreis der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e.V. (2016) verliehen.

Simon Höfele engagiert sich neben seinen musikalischen Projekten auch kulturpolitisch und gründete den Verein „Kunstverlust“, für den er als Fotograf Menschen porträtiert, die sich aktiv für Kunst und gegen deren Zerstörung einsetzen.

Video Simon Höfele im Porträt

Daniel Hope

Daniel Hope

a.G.

Der Geiger Daniel Hope ist seit 25 Jahren als Solist auf den Bühnen der Welt unterwegs. Der Gewinner des Europäischen Kulturpreises 2015 ist für seine musikalische Kreativität und für sein Engagement für humanitäre Zwecke weltweit  bekannt.  Seit  Beginn  der Saison  2016/17  ist  Daniel  Hope Musikdirektor  des  Zürcher  Kammerorchesters,  einem  Orchester,  welches seit seiner Kindheit eine besondere Bedeutung für Daniel Hope besitzt. Daniel Hope war Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron und  Yehudi  Menuhin,  der  ihn  auch  nach  seinem  Studienabschluss  1996 unterstützte.  Von  2002  bis  2008  war  Daniel  Hope  jüngsten  Mitglied  des legendären  Beaux-Arts  Trios,  mit  dem  er  in  allen  europäischen  und nordamerikanischen  Musikzentren  über  vierhundertmal  konzertierte.  DerBoston Globe bezeichnete diese Formation als „stärkste in der Geschichte des Trios“. Für  seine  inzwischen  mehr  als  25  Aufnahmen  erhielt  Daniel  Hope Auszeichnungen wie den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Diapason d’Ordes Jahres, den Edison Classical Award, den belgischen Prix Caecilia,   sieben   ECHO-Klassik-Preise   und   zahlreiche   Grammy-Nominierungen.  Seine  Aufnahme  des  Mendelssohn-Violinkonzertes  und -Oktetts bezeichnete die New York Times als eine der besten des Jahres. Die preisgekrönte  Aufnahme  von  Alban  Bergs  Violinkonzert  wählte  das Gramophone Magazine zur „top choice of all available recordings“. Die DG-Veröffentlichung von Max Richters Vivaldi Recomposed, die es auf Platz 1 der internationalen Klassik-Charts in 22 Ländern schaffte –gehört mit über 140.000 verkauften Exemplaren zu einer der meist-verkauften CDs eines klassischen Künstlers.
Daniel Hope tritt regelmässig in den bedeutenden Konzertsälen, wie z.B. in der Alten Oper Frankfurt, in der Carnegie Hall, dem Pariser Theatre-des-Champs-Elysés,   der   Londoner   Wigmore   Hall,   dem   Amsterdamer Concertgebouw,  auf.  Er  ist  regelmässiger  Gast  bei  allen  grossen internationalen Festspielen, u.a. BBC Proms, Lucerne Festival, Salzburger Festspiele,  Schleswig-Holstein  Musik Festival,  Festspiele  Mecklenburg-Vorpommern, wo er von 2011 bis 2013 künstlerischer Direktor war, Verbier Festival, Aspen Music Festival, Hollywood Bowl und Tanglewood. Seit 2004 ist er Associate Artistic Director des Savannah Music Festivals. Ab der Saison 2018/19 wird er als MusicDirector des New Century Chamber Orchestra  San  Francisco  jeweils  mehrere  Projekte  pro  Saison  mit  dem Orchester von der Geige aus leiten, nachdem er schon die vergangenen Jahre als Artistic Partner mit diesem Orchester verbunden war. Im  Herbst  2017  wurde  Hope  die  neu  geschaffene  Position  des Künstlerischen Leiters der Frauenkirche übertragen, zuständig ab 2019 für die  musikalische  Vermittlung  der  Botschaft  des  Gotteshauses,  sowie  das Verdienstkreuz am Bande der BundesrepublikDeutschland verliehen. Daniel Hope arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Thomas Hengelbrock und  Christian  Thielemann  zusammen  und  spielt  mit  den  international renommiertesten  Orchestern  in  Boston,  Chicago,  Berlin,  Paris,  London, Barcelona, Los Angeles und Tokyo. Die  künstlerische  Vielseitigkeit  spiegelt  sich  auch  in  themenbezogenen Projekten  mit  Künstlern  wie  Klaus  Maria  Brandauer  oder  Sting  sowie  in Rundfunk-und Fernsehmoderationen wieder. So moderiert er seit Januar 2016 wöchentlich eine Sendung auf WDR3.
Seit  der  Saison  16/17  findet  im  Berliner  Konzerthaus  seine  Reihe „Hope@9pm“ statt. Als Gastgeber lädt Daniel Hope Talkgäste aus Kultur und Politik ein, um mit ihnen über ihre Beziehung zur Musik zu sprechen oder mit ihnen zu musizieren. Auch als Buchautor ist Daniel Hope erfolgreich. Er ist inzwischen Verfasser von vier Büchern, erschienen beim Rowohlt-Verlag, die alle in die deutschen Bestseller-Listen  kamen.  Sein  erstes  Buch  „Familienstücke“ –Eine Spurensuche -erzählt  die  Geschichte  seiner  weitverzweigten  Familie –seinen  jüdischen  Vorfahren.  Aus  diesem  Grund  legt  Daniel  Hope  auch grossen Wert darauf, bei Projekten jüdischer Komponisten mitzuwirken, wie z.B.  in  dem  Album Terezín mit  Anne-Sofie  Otter.  Er  ist  ausserdem Koproduzent  eines  Dokumentarfims  über  Theresienstadt  mit  dem  Titel Refuge in Musik, der 2013 bei DGG erschien. Anfang Oktober 2017 startete der von ARTE/NDR koproduzierte Kinofilm „DANIEL HOPE –Der Klang des Lebens“ in den europäischen Kinos. Kommunikation mit und für die Musik ist für Daniel Hope sehr wichtig und so engagiert er sich auch gesellschaftlich in Zusammenarbeit mit Live Music Now sowie Amnesty International. Er spielt die Guarneri del Gesù "Ex-Lipinski" von 1742, die ihm zur Verfügung gestellt wird. Seit Januar 2016 lebt Daniel Hope mit seiner Familie in Berlin.

Dominique Horwitz

Dominique Horwitz

a.G.

Dominique Horwitz wurde 1957 in Paris geboren und wuchs in der französischen Metropole auf. 1971 zog seine Familie nach Berlin, wo er das Deutsch-Französische Gymnasium besuchte. Durch die Empfehlung eines Freundes stand er mit neunzehn Jahren das erste Mal für das Fernsehen vor der Kamera, nur wenig später gab er als Leo Singer in Peter Lilienthals preisgekröntem Film David sein Debüt auf der großen Leinwand.
1978 legte Horwitz für ein Jahr ein kabarettistisches Zwischenspiel im Berliner CaDeWe (Cabaret des Westens) ein, gefolgt von einem Engagement am Tübinger Zimmertheater von 1979 bis 1983. 1985 war er am Bayerischen Staatsschauspiel in München unter Vertrag und von 1985 bis 1988 auch am Hamburger Thalia Theater. Dieter Wedel holte ihn für Der große Bellheim wieder vor die Kamera, wo ihm 1993 mit der Hauptrolle in Josef Vilsmaiers Stalingrad endgültig der internationale Durchbruch gelang. Seither ist er in vielen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen, ist aber der Bühne gleichermaßen treu geblieben. Er spielte u. a. in The Black Rider in der Regie von Robert Wilson, in der Dreigroschenoper in der Regie von Katharina Thalbach und in Mondlicht von Harold Pinter in der Regie von Peter Zadek. 2015 feierte er einen großen Erfolg in der Titelrolle von Schillers Wallenstein in der Regie von Hasko Weber am Nationaltheater Weimar.
Mit Jacques Brels Chansons aufgewachsen, entschloss sich Dominique Horwitz 1984 einen Abend mit Liedern des großen Chansonniers zusammenzustellen und zu präsentieren. Eine Erfolgsgeschichte, die ihm Kritiken mit dem Tenor einbrachte, seine Interpretation sei besser als die von Brel selbst. Im Frühjahr 2017 war Horwitz singt Brel erstmals im Wiener Musikverein zu erleben.
Sein ausgeprägtes Gespür für Musik macht Dominique Horwitz zu einem der gefragtesten Künstler des musikalisch-literarischen Genres: Ob Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten, Ludwig van Beethovens Egmont, Felix Mendelssohn Bartholdys Sommernachtstraum oder der Waljäger Ahab aus der gleichnamigen symphonischen Bühnen-Parabel nach Melville – Horwitz singt, spielt und spricht die Figuren dieser Abende mit unvergleichlicher Intensität.
Zu den Künstlern, mit denen Dominique Horwitz bei vielfältigen Gelegenheiten zusammenarbeitet, zählen Daniel Barenboim, Valery Gergiev, Christoph Eschenbach oder Isabelle Faust. Er erhält Einladungen von renommierten Festspielen wie dem Lucerne Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival oder dem Rheingau Musik Festival.
Zahlreiche der Werke hat Dominique Horwitz zudem auf CD eingespielt, darunter die Melodramen Antigone, Athalia und Oedipus in Kolonos von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit dem MDR Sinfonieorchester, sowie die Geschichte vom Soldaten mit Solisten der Berliner Philharmoniker.
Im Januar 2012 gab Horwitz sein Opernregie-Debüt mit Webers Freischütz am Theater Erfurt.
Horwitz wurde 1992 mit dem Goldenen Löwen als bester Darsteller ausgezeichnet und erhielt 2002 für sein Brel Chanson Programm den Mephisto-Preis.

Prof. Hartmut Hudezeck

Prof. Hartmut Hudezeck

Hartmut Hudezeck stammt aus München und hatte Unterricht in Klavier sowie Komposition. 16-jährig gewann er den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit Klaviertrio; im Jahr davor war er beim Bayrischen Tonkünstlerfest in Regensburg jüngster teilnehmender Komponist. Sein Studium schloss er am Mozarteum in Salzburg mit den Diplomen Dirigieren sowie Klavierkammermusik und Liedbegleitung ab, letzteres mit Auszeichnung und Würdigungspreis. 1984 bis 2009 war er an sieben Opernhäusern in der musikalischen Einstudierung tätig, u. a. an der Deutschen Oper Berlin und der Volksoper Wien, zuletzt als Studienleiter bei Theater&Philharmonie Thüringen. Seit 2009 hat er eine Professur für Vokale Korrepetition und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig inne.
Hartmut Hudezeck konzertiert als Solist, Kammermusik- und Liedpianist (Liederabende u. a. mit Rita Streich und Angelika Kirchschlager), spielte Rundfunkaufnahmen und CDs ein. Sein besonderes Engagement gilt Komponistinnen und verfemten Komponisten: als musikwissenschaftliches Zusatzgebiet an der HMT Leipzig und mit Konzerten.
Mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von GMD Laurent Wagner führte er 2015 das Klavierkonzert von Hans Gál auf – mit MDR-Livemitschnitt und Sendung in MDR Figaro und Deutschlandradio Kultur. Dieses Werk hatte er 2009 mit der österreichischen Erstaufführung im Wiener Musikverein aus einem halben Jahrhundert Ver-gessenheit gehoben.
Auch die Hebridentänze von Walter Braunfels erklingen durch Hartmut Hudezecks Wiederentdeckung nach sechs Jahrzehnten zum ersten Mal wieder im Konzertsaal.

Ştefan Ignat

Ştefan Ignat

a.G.

Ştefan Ignat, seit Dezember 2017 Intendant der Staatsoper Bukarest, absolvierte 1995 die Nationale Musikuniversität Bukarest, erhielt im selben Jahr ein Stipendium an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg und promovierte 2010 in Musik am „George Enescu“ in Iasi (Rumänien).
Stefan Ignat ist seit 1999 Solist der Bukarester Nationaloper und war drei Jahre lang Solist des Landestheaters in Salzburg. Während seiner Karriere arbeitete er mit dem Théâtre du Capitole in Toulouse (Frankreich), dem Theater für Voralberg in Bregenz (Österreich), dem Symphonieorchester Castilla y Leon (Spanien), dem Symphonieorchester von Euskadi (Spanien). Auftritte führten in u. a. zum St. Margarethen Festival (Österreich), an das Teatro National Sao Carlos Lissabon (Portugal), zum Opernfestival Gars am Kamp (Österreich) und zum George Enescu International Festival.
Er erhielt den 3. Preis beim Busseto International Voice Canto Contest (Italien, 1997), 2001 den Sonderpreis der japanischen Regierung, ein Jahr später den Ohanesian Award des Rumänischen Musikforums und 2006 den News Magazine Award Musical für die Interpretation der Titelrolle von George Enescus Oedipe.
Sein Repertoire ist umfangreich und umfasst Werke von Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Gioachino Rossini, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Richard Strauss, Camille Saint-Säens, Jules Massenet und Richard Wagner. Er wandte sich auch dem vokal-symphonischen Repertoire zu und interpretierte u. a. Werke von Johannes Brahms, Carl Orff, Dimitri Schostakowitsch, Gustav Mahler, Ludwig van Beethoven.

Jueun Jeon

Jueun Jeon

Jueun Jeon, geboren 1984 in Ulsan (Südkorea), kann bisher auf eine erfolgreiche und internationale Laufbahn als Solist zurückblicken. Nach Abschluss eines Bachelors an der Hanyang Universität in Seoul, legte er sein Diplom, einen Master in der Opernklasse sowie die Meisterklasse Oper an der Hochschule für Musik Dresden ab. Zu den Höhepunkten seiner bisherigen Karriere zählen zahlreiche Wettbewerbe, bei denen er mit höchsten Auszeichnungen geehrt wurde. Besonders hervorzuheben sind hierbei der 1. Preis beim Internationalen Antonín Dvorák Wettbewerb im Jahr 2008, der Edition Bärenreiter Publishing Company Award, der North-Bohemian Theatre Ustinad Labem Award, der Slovak National Theatre Bratislava Award sowie eine Auszeichnung beim 66. Concours de Geneve im Jahr 2011.
Dresden prägte das Leben von Jueun Jeon nicht nur, weil er dort studierte, sondern auch, weil er mit dieser Stadt viele solistische Erfahrungen verbinden kann. In einer Opernproduktion der Musikhochschule im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden sang er Tamino in Mozarts Die Zauberflöte. Darüber hinaus wirkte er in zwei von Joseph Haydns berühmtesten Oratorien mit: Die Jahreszeiten, ein Projekt der HfM Dresden und Die Schöpfung in Seoul. Er arbeitet zum einen bereits mit dem Orchester der Landesbühnen Sachsen zusammen, indem er anlässlich des Galakonzertes als Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto auftrat, zum anderen mit dem Orchester der Staatsoperette Dresden, wo er als Octavio zu sehen war.
Jueun Jeon stellte sein Talent ebenfalls in Österreich, besonders an der Oper Graz, unter Beweis. In der Spielzeit 2013/14 konnte man ihn im Rahmen des Benefizkonzertes und des Konzertes Veruschka auf der Bühne erleben. Zudem debütierte er an der Grazer Oper in der Neuproduktion der Zauberflöte als Tamino. Seit dem Beginn seines Engagements bei Theater&Philharmonie Thüringen 2014 sang er Partien wie Lyonel in Flotows Martha, Borsa in Rigoletto oder Pylades in Iphigenie auf Tauris.

Margarete Joswig

Margarete Joswig

a.G.

Margarete Joswig, geboren in Mannheim, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main zunächst Klavier, dann Gesang bei Gisela Pohl und Elsa Cavelti. Sie besuchte die Liedklasse von Charles Spencer sowie die Opernschule und beendete ihr Studium 1994 mit dem Operndiplom. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender und Laura Sarti sowie die Zusammenarbeit mit Rudolf Piernay vervollständigten ihre vokale Ausbildung. Derzeit arbeitet die Sängerin mit der Gesangspädagogin Margreet Honig in Amsterdam.
Ihr erstes Engagement hatte Margarete Joswig von 1994 bis 2000 als Mitglied des Ensembles des Saarländischen Staatstheater Saarbrücken. Sie debütierte dort mit der Partie des Hänsel in Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ und sang wichtige Partien des lyrischen Mezzofachs. Bis Sommer 2003 war die Mezzosopranistin anschliessend Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart.
Die Künstlerin ist darüber hinaus eine gefragte Lied- und Konzertsängerin; ihr Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne. Sie wirkte u. a. bei der Uraufführung der Oper „Benedetto Marcello“ von Raff im Rahmen der Herbstlichen Musiktage 2002 in Bad Urach mit. Ebendort sang sie im Herbst 2003 die Partie der Sigilgaita in der Uraufführung von Siegfried Wagners Oper „Rainulf und Adelasia“ die auch als CD erschienen ist.
Als CD-Einspielung liegen außerdem Durantes „Lamentationes Jeremiae Prophetae“ und Dvoṙáks „Stabat Mater“ vor. Unter der Leitung von Lothar Zagrosek singt Margarete Joswig die Partie der Floßhilde im „Rheingold“ in der vielbeachteten Produktion der Staatsoper Stuttgart von Wagners „Der Ring des Nibelungen“, die auf DVD und CD erschienen ist.
Seit Herbst 2003 ist die Künstlerin freischaffend tätig. Gastverträge führten sie unter anderem ans Teatro San Carlo, Neapel (Die Walküre), nach Rom, ans Theatre de Chatelet in Paris (Das Lied von der Erde), zum Rheingau Musik Festival (Verdi-Requiem) und zum Kunstfest Weimar (Eisler, DeutscheSinfonie).
Sie arbeitete u.a. mit folgenden Dirigenten und Regiesseuren: Lothar Zagrosek, Sylvain Cambreling, Alexander Joel, Andrea Breth, Martin Kusej und Heinz Kresnik.
Nach einer längeren Periode der Abstinenz von der Opernbühne debütierte Margarete Joswig im November 2015 mit der Partie der Mutter in der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seitdem war sie ebendort als Fricka und Waltraute in Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Uwe Eric Laufenbergs von Publikum und Presse gefeierter Inszenierung der Tetralogie zu hören sowie als Magdalene in Wagners Meistersinger.
Darüber hinaus sang sie die Gräfin in „Der Wildschütz“ von Albert Lortzing am Gärtnerplatztheater München. Gastspiele führten sie 2018/2019 nach Odense, Dänemark und ans Grand Theatre, Bordeaux. Debütieren wird die Mezzosopranistin 2020 mit der Brangäne in Wagners Tristan und Isolde am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Alexander Kalajdzic

Alexander Kalajdzic

Alexander Kalajdzic, geboren in Zagreb, Kroatien, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks.
Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent des Nationaltheaters Weimar und von 2008-2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien.
Alexander Kalajdzic ist sowohl in der Oper als auch im Konzertbereich gefragt. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur Moderne, wobei sein besonderes Interesse der französischen Musik gilt. So führte er fast das gesamte Orchesterwerk von Ravel und Debussy mehrmals auf. Auch war er lange Zeit als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv und hatte bis vor kurzem einen Lehrstuhl für Orchestererziehung in Zagreb inne.
Alexander Kalajdzic leitet als GMD seit Spielzeitbeginn 2010/11 die musikalischen Geschicke des Theater Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

Kristopher Kempf

a.G.

Kristopher Kempf arbeitet seit der Spielzeit 2015/2016 als freiberuflicher Kostüm- und Bühnenbildner. Zuletzt begeisterte seine detaillierte Ausstattung zur Uraufführung der Oper Der Geisterritter nach Cornelia Funke in Bonn sowie zu Eine Nacht in Venedig in Magdeburg.
Als Ausstatter blickt er auf eine lange Reihe an Produktionen in Deutschland und Österreich zurück. Seine Arbeit führte ihn an die Opern Bonn, Chemnitz, Magdeburg, Koblenz, Aachen, Krefeld, Hof und Coburg, ans Staatstheater Nürnberg, die Theater Würzburg, Altenburg/Gera, Ulm und Nordhausen sowie an das Landestheater Linz.
Vor seiner Selbstständigkeit war er von 2013 bis 2015 Leitender Kostümbildner am Theater Münster. Dort entwarf er unter anderem die Ausstattungen zum Ballett Lulu,  der Oper Die verkaufte Braut, den Schauspielen Der einsamste Ort auf der Welt und Oopicassoo. Mit letzterem Stück erhielt Kempf Einladungen zum Westwind Festival und zu einem Gastspiel in Indien und Sri Lanka.
Von 2010 bis 2013 zeigte er sich als Kostümassistent und Kostümbildner am Mainfranken Theater Würzburg verantwortlich für eine Vielzahl von Produktionen in allen vier Sparten. Nebenher gastierte er an der Pocket Opera Nürnberg und dem Theater Ingolstadt, wobei seine Produktionen Das Ende des Regens und Erste Stunde bei den Bayerischen Theatertagen jeweils als beste Produktion ausgezeichnet wurden.
Kristopher Kempf begann seine Karriere mit einer handwerklichen Ausbildung zum Maßschneider in Frankfurt und zum Maßschneidermeister in München, die er jeweils als Jahrgangsbester abschloss. Danach vertiefte er als Schneider im renommierten Atelier „Das Gewand“ in Düsseldorf, als Kostümassistent am Staatstheater Wiesbaden sowie als Designassistent bei LEA creative knit in Lima/Peru seine Erfahrungen. Der gewonnene Wettbewerb „Weltgewänder – Mode auf Reisen“ führte ihn in dieser Zeit auf einem Studienaufenthalt nach Mali.

Kyungho Kim

Kyungho Kim

a.G.

Der koreanische Tenor Kyungho Kim schloss zunächst ein Bachelor-Studium für Gesang an der National University of Arts in Seoul bei Sangho Choi ab. Danach absolvierte er einen Diplomstudiengang an der Universität der Künste in Berlin bei Enrico Facini. Der junge Tenor ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, wie dem Competizione dell´Opera und dem Vincenzo Bellini Wettbewerb in Italien.
Kyungho Kim war Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth, der Stiftung LYRA in Zürich sowie der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung. Erste Konzerterfahrungen sammelte Kyungho Kim 2009 und 2010 in Venedig mit der Solopartie in Beethovens 9. Sinfonie sowie bei Auftritten in Salzburg und Berlin.
Von 2011 bis 2013 war er Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und übernahm Rollen wie 1. Geharnischter in Die Zauberflöte, Prinz in Wolf-Ferraris Aschenputtel und Flavio in Norma.
Am Theater Dortmund debütierte er erfolgreich als  Des Grieux in Massenets Manon. In den letzten Spielzeiten präsentierte er sich an der Oper Bratislava erstmals als Duca in Rigoletto, als Rodolfo in La Bohème und als Macduff in Macbeth. An der Oper Leipzig sang er ebenfalls Rodolfo und den Ismaele in Nabucco und am Theater Dortmund gab er sein Rollendebüt als Sänger in Der Rosenkavalier. Es folgten der Tamino in Die Zauberflöte an der Oper Graz und sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen in Puccinis Turandot. An der Dresdner Semperoper und der Staatsoper Stuttgart gastierte er ebenfalls als Rodolfo. Ein erfolgreiches Rollendebüt gab er zudem als Gabriele Adorno in Simone Boccanegra  an der Oper Bratislava. Letzthin war er als Tamino, Rodolfo und Ismaele an der Oper Leipzig sowie als Roméo in Roméo et Juliette von Gounod an der Oper Graz und am Theater in Kassel zu erleben.
Neben seinem derzeitigem Festengagement an der Oper Leipzig mit Rollen wie z.B. Tamino, seinem Rollendebüt als Edgardo in Lucia di Lammermoor und Alfredo in La Traviata, singt er den Duca in Rigoletto in Bratislava und debütierte am Theater St. Gallen als Rodolfo in La Bohème.

Sebastian Knauer

Sebastian Knauer

Seit seinem Konzertdebüt mit 14 Jahren in der Laeiszhalle seiner Heimatstadt Hamburg, kann der Pianist Sebastian Knauer inzwischen auf eine über 25 Jahre dauernde Konzertkarriere zurückblicken. Das seriös wirkende „Understatement“, kombiniert mit höchster Musikalität, prägt sein Spiel und seinen Stil, hat ihm zahlreiche Erfolge eingebracht und seinen Namen in der internationalen Musikwelt etabliert.
 
In über 50 Ländern auf 4 Kontinenten hat er bereits konzertiert und besucht dabei immer wieder bedeutende Bühnen, wie das Konzerthaus und die Philharmonie in Berlin, die Kölner und Münchner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, das Concertgebouw Amsterdam, die Wigmore Hall London, das Théatre des Champs - Elysées Paris, die Tonhalle Zürich, das Wiener Konzerthaus, das Audi- tori Barcelona, den Sala Verdi Mailand, oder in Übersee den Lincoln Center New York, das Herbst Theater San Francisco, die Knight Concert Hall Miami, das Téatro Municipal in Sao Paulo und Rio de Janeiro, die Oriental Concert Hall in Shanghai, die Forbidden City Concert Hall Peking, die Toppan Hall Tokio oder dem Performing Arts Center Hong Kong.
 
Mit dem Dirigenten Sir Roger Norrington verbindet er seit vielen Jahren eine besonders enge Zusammenarbeit und Freundschaft. Bereits 2006 hat er mit ihm und der Camerata Salzburg eine Mozart CD bei Warner Classics veröffentlicht, die von der ZEIT als eine der besten Mozartaufnahmen aller Zeiten bezeichnet worden ist. 2011 erschien dann bei Berlin Classics eine weitere gemeinsame Aufnahme, „Bach & Sons“ gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester.
 
Auch diese Einspielung erhielt international höchstes Lob. Von „Brilliant“ (Stern) über „Fantastisch“ (Neue Zürcher Zeitung) bis zu „Exzellent“ (Die Presse Wien) mangelte es nicht an Begeisterung der Presse. Im Oktober 2013 erschien die dritte, diesmal von ihm selbst produzierte CD mit Sir Roger Norrington, „Vienna 1789“ mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven. „Großer Wurf“ (Fono Forum), „Ein Genuss“ (RBB Berlin), „Unglaubliche Anschlagskultur“ (BR Klassik) waren u.a. die jüngsten Zitate der Presse dazu.
 
Sebastian Knauer hat aber auch mit zahlreichen anderen Dirigenten gearbeitet, wie Fabio Luisi, Thomas Hengelbrock, Neeme Järvi, Vladimir Fedosseyew, Vladimir Spivakov, Ingo Metzmacher, John Axelrod, Jesús López Cobos, Simone Young, Michael Sanderling oder Jaap van Zweden.
Dabei zur Seite standen ihm die Dresdner Staatskapelle, die Bamberger Symphoniker, das NDR Sinfonieorchester, das Konzerthausorchester Berlin, die Hamburger Philharmoniker und Sinfoniker, das Orchèstre Les Siècles, die Real Filharmonia de Galicia, das New York City Opera Orchestra, die Russische Nationalphilharmonie, das Shanghai Philhamronic, sowie das Chamber Orchestra of Europe und die Kammerorchester aus Basel, Wien und Tel Aviv.
 
Sebastian Knauer hat sich über die vielen Jahre auch einen Namen durch seine vielseitige Kreativität in der Programmgestaltung gemacht.
Sei es in seinen Solo Abenden, in denen er stets einen Zusammenhang aller gespielten Werke sucht, oder aber auch in seinen zahlreichen Projekten mit seinem langjährigen Duopartner und Freund, dem Geiger Daniel Hope.
 
Ob in Europa, den USA oder in Japan – das Duo erlebt durchweg Begeisterung von Publikum und Presse. Ihr gemeinsam eingespieltes Projekt „East meets West“ wurde 2005 sogar mit einem Klassik Echo und einer Grammy Nomminierung belohnt. Auch sonst ist Sebastian Knauer der Kammermusik sehr eng verbunden und konzertiert immer wieder in zahlreichen Produktionen mit großartigen Kollegen wie dem Emerson String Quartet, dem Philharmonia Quartett Berlin, den Cellisten Sol Gabetta und Jan Vogler, den Sängern Anne Sophie von Otter, Bernarda Fink, Michael Schade, Olaf Bär und (zu Lebzeiten) Hermann Prey, sowie dem Choreographen John Neumeier und dem Schlagzeuger von „The Police“, Steward Copeland.
 
Er ist regelmäßiger Gast auf Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, in Mecklenburg Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, Klavierfestival Ruhr, Beethovenfest Bonn, Musikfest Bremen, Schubertiade Hohenems, Wien, den Salzburger Festspielen, Gstaad, Vevey/Montreux, Bath, London, Colmar, Lincoln Center New York, Ravinia, Savannah, Santo Domingo sowie dem Shanghai Arts Festival.
 
Das Repertoire von Sebastian Knauer ist daher besonders vielseitig und umfangreich. Immer wieder sucht er neue Schwerpunkte, die er in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt.
So hat er 1998 zum 100. Geburtstag von George Gershwin eine CD mit dessen gesamten Solowerk veröffentlicht, unter anderem mit der Klaviersoloversion der Rhapsody in Blue.
2001 kombinierte er die drei großen Amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein, Aaron Copland und Samuel Barber auf einer Aufnahme.
Zwischen 1999 und 2002 hat er alle 27 Mozart Klavierkonzerte mit den Hamburger Philharmonikern in einem eigens für ihn organisierten Konzertzyklus gespielt und zudem vom Klavier aus geleitet. 2007 spielte Sebastian Knauer die völlig unbekannte „Sonate Oubliée“ von Franz Schubert als Weltersteinspielung auf CD ein, welche als „Meisterhaft und ein Wunder von großer Eleganz“ von der Presse gelobt wurde. 2009 hat er sich besonders mit Felix Mendelssohn zu dessen 200. Geburtstag auseinandergesetzt, und hat ihm seine Aufnahme „Pure Mendelssohn“ bei Berlin Classics gewidmet, die den „Editor’s choice“ des Gramophone Magazine’s bekam.
 
An 4 Abenden hat er 2009 sämtliche Haydn Klavierkonzerte in einem von Ihm programmierten Zyklus mit den Bamberger Symphonikern gespielt und geleitet.
Seit 2001 hat er über 25 seiner „Wort trifft Musik“ Programme geschaffen, in denen er stets einen Komponisten in den Mittelpunkt stellt, dessen Werke selbst spielt und zudem Texte über dessen Leben konzipiert, die von berühmten Schauspielern auf der Bühne rezitiert werden. In über 200 Auftritten dieser Art hat er regelmäßig die Schauspielerinnen Hannelore Elsner, Martina Gedeck, Iris Berben, Gudrun Landgrebe und Barbara Auer an seiner Seite. In besonderen Projekten tritt er außerdem gemeinsam mit dem Golden Globe Gewinner Klaus Maria Brandauer auf. Einige Programme sind auf CD erschienen, so wie „Bettina v. Arnim und Ludwig v. Beethoven - In einem Weltmeer von Harmonie“ bei der Deutschen Grammophon.
 
Die bereits immer vorhandene Begeisterung für das Organisieren, hat Sebastian Knauer 2012 mit der Gründung seines eigenen Festivals mozart@augsburg, dessen Künstlerischer Leiter er zusätz- lich ist, bestätigt. Jeweils in der ersten Septemberhälfte, veranstaltet und programmiert er in der Mozartstadt Augsburg Konzerte, wo er Künstler wie András Schiff, Menahem Pressler, Philippe Entre- mont, Sir Roger Norrington, Daniel Hope, Jan Vogler, das Emerson String Quartett, Lars Vogt, Christian Tetzlaff, das Artemis Quartett, Hannelore Elsner, Klaus Maria Brandauer, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, das Zürcher Kammerorchester oder den Wiener Concertverein präsentiert.
 
Sebastian Knauer lebt in seiner Heimatstadt Hamburg, in der er 1971 geboren wurde und mit der er familiär seit dem 18. Jahrhundert eng verbunden ist.

Laura Knoll

Laura Knoll

Laura Knoll wurde 1989 in Bayreuth geboren und machte dort ihr Abitur am musischen Gymnasium. Neben zahlreichen Aktivitäten als leidenschaftliche Posaunistin war sie parallel zur Schule für einige Semester Jungstudentin mit Hauptfach Posaune an der Hochschule für Musik und Theater München. Während ihres Bachelorstudiums im Studiengang Musiktheaterwissenschaft an der Universität ihrer Heimatstadt absolvierte sie Praktika in verschiedenen Bereichen beim Festival junger Künstler Bayreuth, den Münchner Philharmonikern sowie in der Programmheftredaktion von BR Klassik. Verschiedene Dramaturgiehospitanzen führten sie ans Theater Augsburg, die Hamburgische Staatsoper, Volksoper Wien, Staatsoper Stuttgart sowie ans Staatstheater am Gärtnerplatz, wo sie u. a. mit Regisseuren wie Rosamund Gilmore, Marguérite Borie und Balázs Kovalik zusammenarbeitete. Während ihres Studiums schrieb sie außerdem als freie redaktionelle Mitarbeiterin für den Nordbayerischen Kurier Kritiken und Konzertberichte. Darüber hinaus war sie für einige Monate als vertretende Dramaturgieassistentin an der Komischen Oper Berlin tätig. Von 2013 bis 2016 studierte Laura Knoll in den Masterstudiengängen Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding in München. Dort betreute sie als Dramaturgin die Opernproduktionen Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók (Regie: Maike Bouschen) sowie Die arabische Nacht von Christian Jost (Regie: Balázs Kovalik).
Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie als Konzertdramaturgin und Musikpädagogin bei Theater&Philharmonie Thüringen engagiert.

Olga Kozlova

Olga Kozlova

Die Russin Olga Kozlova (*1986) wurde nach nur drei Jahren Klavierunterricht mit acht Jahren in die Gnessin Musikspezialschule in Moskau aufgenommen. 2004 begann sie ihr Studium am Tschaikowski Konservatorium Moskau, das sie mir cum laude abschloss. Daraufhin setzte sie ihre Studien in Europa fort – in Groningen in den Niederlanden (Prins Claus Conservatoire, Abschluss: Master of Music) sowie an der Musikhochschule Hannover (Konzertexamen) – und hatte Unterricht bei Natalia Zdobnova, Vera Gornostaeva, Bernard Ringeissen, Rian de Waal und Karl-Heinz Kämmerling. Olga Kozlova wurde mit zahlreichen Preisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u. a. gewann sie den zweiten Preis beim Premio Jaén in Spanien 2008 sowie beim Maria Canals International Piano Competition in Barcelona 2010 und zusammen mit ihrem Partner den ersten Preis in der Duo-Wertung beim Grand Prix of X International Maria Yudina in St. Petersburg 2008 sowie den zweiten Preis des International Taneev Chamber Music Competition in Kaluga, Russland 2011. 2006 gewann die den Liszt-Wettbewerb in Weimar und 2011 des zweiten Platz sowie des Pressepreis beim internationalen Lisztwettbewerb in Utrecht. Außerdem kann sie auf zahlreiche Sonderpreise wie die beste Darbietung eines Pflichtstücks in Jaén, Beste Interpretation eines Schubert Werkes der Deutschen Schubert-Gesellschaft oder Beste Darbietung eines französischen Werks in Barcelona zurückblicken.
Als Gewinnerin des Liszt-Wettbewerbs in Weimar ging Olga Kozlova auf eine erfolgreiche Europa-Tournee im Rahmen der Europäischen Liszt-Nächte. Sie tritt außerdem regelmäßig mit Symphonie- oder Kammerorchestern in Russland und Europa auf wie der Jenaer Philharmonie unter Nicholas Milton, oder dem Hochschulorchestern des Prins Claus Conservatoire und der Musikhochschule Bremen unter Peter Dijkstra. Sie ist ein gern gesehener Gast bei unterschiedlichen Festivals. Beim Peter de Grote Festival in Groningen ist sie sowohl als Solistin als auch mit Kammermusikensembles regelmäßig aufgetreten. Liszts h-Moll Sonate hat sie bereits bei AVI-music eingespielt. Außerdem haben MDR und Deutschland Radio Kultur ihr Rezital in Dresden 2008 und ein Konzert mit der Jenaer Philharmonie 2007 mitgeschnitten und übertragen.

Anne Luisa Kramb

Anne Luisa Kramb

a.G.

Anne Luisa Kramb studiert seit 2017 in der Violinklasse von Antje Weithaas an der Kronberg Academy.
Beim Internationalen Violinwettbewerb „Młody Paganini“ 2014 in Legnica (Polen) wurde Anne mit dem 1. Preis und zwei Sonderpreisen ausgezeichnet. Ebenfalls Erstpreisträgerin war sie 2015 beim Telemann-Wettbewerb in Poznań (Polen), beim Mendelssohn-Wettbewerb in Kronberg sowie beim Bacewicz-Wettbewerb in Łódź (Polen). 2016 war Anne Preisträgerin im renommierten Internationalen Menuhin-Wettbewerb in London sowie Erstpreisträgerin im Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb in Weimar, bei dem sie zusätzlich zwei Sonderpreise gewann. Im September 2017 erhielt sie den Preis des Manhattan Music Competition.
Anne Luisa konzertierte unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg, der Filharmonia Sudecka (Polen), dem St. Andrew Orchestra Edinburgh, dem Göttinger Symphonieorchester, der Staatskapelle Weimar und bei internationalen Festivals, so beispielsweise bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musik Festival, den Weilburger Schlosskonzerten und dem „Festiwal Emanacje“ Krakau. Ebenso sammelte sie solistische Erfahrung mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks. Im Herbst 2017 debütierte sie in der Carnegie Hall New York und der Philharmonie Kiew. Darüber hinaus ist sie auch kammermusikalisch aktiv, so konzertiert sie etwa regelmäßig mit dem Pianisten Julius Asal. Das Aufeinandertreffen mit großen Musikern wie unter anderem Anne-Sophie Mutter, Sir Simon Rattle, Ana Chumachenco, Tabea Zimmermann, Christoph Eschenbach und Gidon Kremer bereicherte ihre Ausbildung sowohl solistisch als auch im Bereich der Kammermusik.
Die junge Geigerin spielt eine Violine von Enrico Rocca (Genua, um 1900), die ihr aus dem Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben (Hamburg) zur Verfügung gestellt wird. Anne ist Stipendiatin der Reinhuber und Rühland-Stiftung, der Jürgen-Ponto-Stiftung, des RC Alte Oper Frankfurt, der Fa. WIKA Klingenberg sowie der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg.

Sebastian Krause

Sebastian Krause

a.G.

Sebastian Krause wurde 1962 in Gera geboren. Er wuchs in einem musikbegeisterten Pfarrhaus in Auma/ Thüringen auf. Mit 4 Jahren bekam er ersten Geigenunterricht, später zusätzlich Trompetenunterricht beim Vater.
In Gera hatte er mehrere Jahre Trompetenunterricht an der Musikschule bei Klaus Recknagel und machte dort 1977 seinen Abschluss, bevor er im gleichen Jahr zur Posaune wechselte und von 1978 bis 1984 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Manfred Eidner studierte.
Nach dem Konzertdiplomabschluss war er von 1983 bis 1986  Soloposaunist der heutigen Robert -Schumann-Philharmonie Chemnitz. Seit 1986 ist er Soloposaunist des heutigen MDR-Sinfonieorchesters in Leipzig.
Neben seinem Orchesterdienst ist ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Interpretation von Originalwerken für Posaune aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte auf den jeweils möglichst authentischen Instrumenten. Besonders intensiv beschäftigte er sich mit der Musik des 16./17. Jahrhunderts. So gastierte er bei führenden Ensembles für Alte Musik, wie Musica Fiata Köln oder Akademie für Alte Musik Berlin. Nachhaltig prägend war die Mitwirkung bei mehreren Konzertprojekten mit dem Concentus musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt.
Eine weitere Leidenschaft entwickelte der Posaunist für die Entdeckung und Wiederaufführung vergessener oder selten gespielter Werke des 19. Jahrhunderts. Seine CD „Sonntagsposaunenstück“ enthält überwiegend mitteldeutsche Originalkompositionen, die er mit der Leipziger Organistin Gabriele Wadewitz eingespielt hat.
Er tritt regelmäßig als Solist mit Orgel, aber auch mit verschiedenen Orchestern auf, z.B. mit dem eigenen MDR-Sinfonieorchester, aber auch mit dem Reußischen Kammerorchester Gera.
Seit seiner Studienzeit ist Sebastian Krause auch pädagogisch tätig: Seit 1992 unterrichtet er als Lehrbeauftragter der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Zahlreiche Meisterkurse hat er im In- und Ausland geleitet und ist gefragter Juror bei nationalen und internationalen Wettbewerben.
Seine berufliche Tätigkeit wird abgerundet durch seine musikhistorische Forschung und den Vorsitz des „Vereins für mitteldeutsche Posaunengeschichte“.

Ines Agnes Krautwurst

Ines Agnes Krautwurst

a.G.

Ines Agnes Krautwurst studierte an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Barthody“ in Leipzig Gesang.
Schon während ihrer 8-jährigen Ausbildung erhielt sie Engagements an führenden Theater- und Opernhäusern, u.a. in Eisenach, Bremen, Mannheim, Dortmund, Halle, Leipzig, Kaiserslautern, Liege, Montpellier etc.
Sie verkörperte Rollen wie Aldonza in „Der Mann von La Mancha“, die Erzählerin in „Sorbas“, Sarah Brown in „Guys and Dolls“, Shila in „Hair“, Magenta in „The Rocky Horror Show“, die Hexe in „Into the Woods“, Samiel im „Freischütz“, Maria Magdalena in „Jesus Christ Superstar“, Sally Bowles in „Cabaret“, Annie in „Annie get your Gun“, Anita in „West Side Story“, die Titelfigur „Evita“, Mr. Green in „Abydos“, Lady Thiang in „The King and I“ etc.
Weiterhin arbeitet sie in Variete-Shows: „Der Spätsommernachtstraum“, „Im weißen Röss`l“ , „Die Schneekönigin“, „Märchenhaft“.
Ines Agnes Krautwurst sang in verschiedenen Ballettproduktionen des Balletts Rossa im Opernhaus Halle: u. a. „Und heimlich schauernd sehn ich mich…“,  „Juliet Letters“.
Im April des Jahres 2009 wurde eine Bearbeitung des Streichquartettes „Juliet Letters“ durch den Komponisten und Pianisten Stephan König mit dem Leipziger Streichquartett aufgeführt.
Ines Agnes Krautwurst hatte das Glück mit Pina Bausch („Die 7 Todsünden“/ „Fürchtet Euch nicht“) singen zu dürfen. Desweiteren reiste sie mit dem Leipziger Vocalensemble „Armacord“ nach Beirut, um dort „Die 7 Todünden“ zur Aufführung zu bringen.
Sie wirkte an zahlreichen Uraufführungen mit (z. B. „Abydos“ Rockmusical, „Ludus Danielis“ Rockoratorium in lat. Sprache).
Ines Agnes Krautwurst ist mit über 30 eigenen Soloprogrammen, erarbeitet und dargeboten mit Stephan König (von Chanson über Jazz, von Improvisation bis hin zur Bearbeitung klass. Gesangszyklen) eine gefragte Solokünstlerin. Ihr Interesse liegt im Verbindenden, Genreübergreifenden. Unter diesem Gesichtspunkt bildet sie Gesangsschüler an der Musik- und Kunstschule in Jena und an der Musikschule „Neue Musik Leipzig“ aus.
Darüber hinaus bietet sie Gesangsworkshops für Jazz, Musical, Chanson und Improvisation an. Sie entwickelt Stücke, Dramaturgien und führt Regie.
Seit 2010 abeitet sie mit der Bläserphilharmonie Leipzig und dem Polizeiorchester Brandenburg zusammen. Sie gründete das Ensemble „BRASSINEZZ“.
Weitere intensive Zusammenarbeit mit der Pianistin Lora Kostina und dem Sänger und Pianisten Jens Pflug.
Weitere Infos unter
www.kalantan.de

Martin Lattke

Martin Lattke

a.G.

Der Tenor Martin Lattke (*1981) ist in Pirna/Sachsen geboren und erhielt mit sieben Jahren seine erste Gesangsausbildung.
Er war Mitglied des Thomanerchores Leipzig (1990-1999), Mitbegründer des Leipziger Vokalquintetts Calmus (1999-2006) und Mitglied des ensemble amarcord (2006-2013).
Er ist 1. Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und mit amarcord Preisträger des Echo-Klassik 2010 für die CD „Rastlose Liebe“ mit Leipziger Romantik und Preisträger des Echo-Klassik 2012 für die CD „Das Lieben bringt groß Freud!“ mit Deutschen Volksliedern.
Nach Abschluss seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur studierte er Operngesang an der ältesten Musikhochschule Deutschlands, der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, bei Prof. Hans-Joachim Beyer.
Sein Repertoire umfasst neben umfangreicher Ensemble- und Liedliteratur von der Renaissance bis zur Moderne, Oratorien und Kantaten, bevorzugt aus dem Schaffen Bachs, auch
Opernliteratur.
Konzerttourneen führten ihn im Rahmen seiner sängerischen Tätigkeit mittlerweile in über 50 Länder auf allen Kontinenten der Erde.
Höhepunkte seiner bisherigen Sängertätigkeit sind 2010 die Einspielung des Weihnachtsoratoriums für Decca mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Leitung von Riccardo Chailly, 2012 die Einspielung der Matthäus-Passion mit dem Gewandhausorchester Leipzig und 2013 die Einspielung der h-Moll-Messe mit dem Freiburger Barockorchester unter
Leitung von Georg Christoph Biller auf DVD/Blu-ray.
Zahlreiche weitere CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren seine künstlerische Arbeit. In der laufenden Saison ist Martin Lattke u.a. mit Gastspielen in den USA beim Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck und in Ungarn mit dem Orfeo Orchestra unter der Leitung von Helmuth Rilling zu erleben. Konzerte führen ihn außerdem mit Bachs Passionen nach Hong Kong, Moskau und in die Thomaskirche nach Leipzig.

Anette Leistenschneider

Anette Leistenschneider begann ihre Theaterlaufbahn als Assistentin und Abendspielleiterin am Staatstheater Saarbrücken. Nach ihrer ersten Inszenierung im Jahr 1988 begann ihre Gastspieltätigkeit als Regisseurin am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper München und am Theater Hagen. Ihre Inszenierung der frühen Mendelssohn-Oper Die beiden Pädagogen am Opernstudio der Bayerischen Staatsoper wurde für die Musikfestspiele Saar vom Fernsehen aufgezeichnet und mehrmals gesendet.
Seit 1996 ist sie als freischaffende Musiktheater-Regisseurin in Deutschland (u. a. Oper Dortmund, Theater Magdeburg, Pfalztheater Kaiserslautern, Theater Augsburg, Theater Hagen, Opernhaus Kiel, Staatstheater Saarbrücken und Staatstheater Mainz), in der Schweiz, in Österreich, in den Niederlanden, Polen (Lublin und Breslau) und Bulgarien sowie bei etlichen Festivals tätig. Anette Leistenschneider ist Mitgründerin des Festivals „Oper Schenkenberg“ im schweizerischen Aargau und inszenierte 2010 die Eröffnungspremiere Carmen.
Im Jahr 2009 erhielt Anette Leistenschneider das Zertifikat als Kulturmanagerin. Seitdem berät sie neben ihrer Regietätigkeit Festivals im In- und Ausland bei Stückauswahl und Besetzung sowie in organisatorischen Fragen. Als Coach betreut sie junge SängerInnen in der Vorbereitung auf Vorsingen für Musikhochschulen und Theater.
Anette Leistenschneiders erste Inszenierung bei Theater&Philharmonie Thüringen war Martha von Friedrich von Flotow im Mai 2015.

Nanine Linning

Nanine Linning

a.G.

Nanine Linning studierte an der Rotterdamer Tanzakademie (CODARTS) und schloss ihr Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Während ihrer Ausbildung assistierte sie William Forsythe und Dana Caspersen bei deren Tanzfilm From A Classical Position im Jahr 1999.
Von 2001 bis 2006 war Nanine Linning Hauschoreografin des Rotterdamer Scapino Balletts. Im März 2006 verließ Linning Scapino um sich ihrer eigenen, in Amsterdam gefestigten Stiftung zu widmen, mit der sie sich verstärkt auf die Kreation von Tanz, Oper, Musiktheater und Film ausrichtete. Neben der Entstehung von vier erfolgreichen Produktionen in dieser Zeit, widmete sie sich auch ihrem Forschungsprojekt ,Cortex‘ zum Thema emotional states of audiences gemeinsam mit 9 Neurowissenschaftlern, Neurobiologen und Neuropsychologen. Es folgte eine sehr dynamische und erfolgreiche Zeit (ab 2009) als künstlerische Leiterin der Tanzsparte am Theater Osnabrück, wo sie auch ihr Debut als Opern-Regisseurin im Jahr 2010 mit Puccinis MADAMA BUTTERFLY feierte und später auch in den Fokus der TV-Medien rückte.
In der Spielzeit 2012|13 setzte Nanine Linning ihre Arbeit als Künstlerische Leiterin und Chefchoreografin der neugegründeten Dance Company Nanine Linning am Theater und Orchester Heidelberg fort. Ihre erste Heidelberger Produktion ZERO mit ungewöhnlichen Kostümen/und Masken von Haute Couture-Designerin Iris van Herpen kam im Januar 2013 zur Uraufführung und wurde mit außerordentlichem Lob seitens des Publikums und der Presse bedacht. Die Dance Company Nanine Linning / Theater Heidelberg wurde eingeladen, die Mercedes-Benz Fashion Week in Amsterdam mit ZERO zu eröffnen. Die Süddeutsche Zeitung kürte die Company 2013 zur „Kompanie des Jahres“. Die Zeitschrift tanz widmete sich der Produktion und Kompanie in der Märzausgabe 2013 mit Titelbild und ausführlichem Artikel. Im Oktober 2013 gab die neue Tanzcompagnie Konzert Theater Bern mit der Schweizer Erstaufführung von ZERO ihren Einstand.
Nanine Linning erhielt für Ihr Schaffen zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Der Fernsehsender NPS bezeichnete sie 2007 als „Diva des Tanzes“, das Magazin Quote 2008 als „Business Woman des Jahres 2008“ und das Magazin Viva wählte sie im selben Jahr unter die 400 erfolgreichsten Frauen der Niederlande. Für die Choreografie von VOICE OVER wurde sie 2012 für den deutschen Theaterpreis Der FAUST nominiert, im darauffolgenden Jahr mit ZERO. In der Autorenumfrage von Die Deutsche Bühne war sie in den letzten Jahren mehrfach in der Kategorie »Herausragender Beitrag zur aktuellen Entwicklung des Tanzes« und in der Saisonbilanz als eine der „bemerkenswertesten Choreografen“ genannt. Das Magazin tanz bedachte sie in der Kategorie „Choreografin des Jahres 2017“.
Nanine Linning verließ nach sechs Jahren ihre Heidelberger Wirkungsstätte im Sommer 2018, um sich neuen Herausforderungen zu stellen und ihre künstlerische Arbeit verstärkt über internationale Partnerschaften mit Theatern, Museen, Künstlern, Kompanien und Festivals fortzuführen. Im März 2019 schuf Nanine Linning die Choreographie „REVOLT“ für das Stuttgarter Ballett im Rahmen des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses Weimar und der Weimarer Verfassung. Anlässlich der Opernfestspiele München wird Nanine Linning Im Juli 2019 mit dem Bayerischen Staatsballett die Produktion DUO für 16 Tänzer und 9 Musiker zur Uraufführung bringen.

Christel Loetzsch

Seit 2015 gehört die Mezzosopranistin Christel Loetzsch zum Musiktheaterensemble des Theaters Altenburg Gera.
Nach ihrem Abitur am Musikgymnasium in Karlsruhe studierte sie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar. Ab Oktober 2010 studierte die junge Sängerin am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand. Wichtige Impulse erhielt sie in der Zusammenarbeit mit KS Prof. Brigitte Fassbaender.
Im Sommer 2012 debütierte sie in einer Neuproduktion von Franco Zeffirelli als Zerlina (W. A. Mozarts: Don Giovanni) in der Arena di Verona unter der Leitung von Daniel Oren.
Im Sommer 2013 gab sie mit großem Erfolg ihr Hausdebüt an der San Francisco Opera in der Partie der Dorabella (W. A. Mozart: Così fan tutte) unter der Leitung von Nicola Luisotti.
In den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 war Christel Loetzsch Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden. Sie debütierte hier in den Rollen Hänsel (E. Humperdinck: Hänsel und Gretel), Rosina (G. Rossini: Il barbiere di Siviglia), Cherubino (W. A. Mozart: Le nozze di Figaro) sowie in den Neuproduktionen von G. Verdis Simon Boccanegra, D. Sarros L’impresario delle Canarie und D. Schostakowitschs Moskau, Tscherjomuschki und arbeitete mit Regisseuren wie Axel Köhler und Christine Mielitz.
Zurzeit studiert sie im Meisterklassenstudium bei Prof. Carola Guber an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.
Sie ist zudem Trägerin der Richard-Wagner Stipendiums der Stadt Weimar.
Zu ihrem Repertoire gehören auch die Hosenrollen des Idamante (W. A. Mozart: Idomeneo) und Sesto (W. A. Mozart: La clemenza di Tito), sowie Komponist (R. Strauss: Ariadne auf Naxos) und Octavian (R. Strauss: Der Rosenkavalier). Außerdem erweitert sie ihr Repertoire in den Partien Charlotte, Carmen und Leonora (La Favorita) und arbeitet an Partien wie Fricka und Venus (R. Wagner: Der Ring des Nibelungen).
Am Theater Altenburg Gera war Christel Loetzsch bereits als Gräfin Viktoria (Paul Abraham: Viktoria und ihr Husar), Nancy (F. v. Flotow: Martha), Octavian (R. Strauss: Der Rosenkavalier), Maddalena (G. Verdi: Rigoletto), Brigitte (H. Sommer Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße), Leokadja Begbick (K. Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny) und als Lioubov (P. I. Tschaikowski: Masepa) zu erleben.

Miklós Lukács

Miklós Lukács

a.G.

Miklós Lukács ist einer der bekanntesten und vielfältigsten Zymbal-Spieler unserer Zeit. Sein einzigartiger Stil ist von zeitgenössischer klassischer Musik inspiriert; seine musikalischen Wurzeln liegen in seiner Heimat Ungarn und im Balkan, aber auch nicht zuletzt im Jazz.
So trat er bereits mit Jazzvertretern von Weltruhm wie Charles Lloyd, Archie Shepp, Chris Potter, Steve Coleman, Herbie Mann, Uri Caine, Chico Freeman auf. Er erreichte in diesem Genre ein internationales Niveau und machte sich auch in der gegenwärtigen Klassikszene einen Namen.
Werke für Zymbal von Péter Eötvös spielte Lukács bereits als Solist mit namhaften Orchestern wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem BBC Symphony Orhestra, dem RAI National Symphony Orchestra, dem Orkiestra Filharmonii Narodowej, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem ORF Radio-Symphonieorchester, dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música oder dem Kölner Ensemble Musikfabrik.
Zu Gast war Lukács bereits bei den angesehenen Konzertpodien des Covent Garden, der  Royal Albert Hall, dem Barbican Center, der Carnegie Hall, dem Concertgebouw in Amsterdam, der Casa da Música, dem Mozarteum in Salzburg, der Opernhäuser in Lyon and Bordeaux, auch trat er bereits beim Yehudi Menuhin Festival, dem Festival Warschauer Herbst, dem London Jazz Festival, sowie den Jazzfestivals in Ljubljana und Cork auf.
Neben seiner regen Konzerttätigkeit in verschiedenen ungarischen Ensembles gründete er 2006 ein eigenes Quintett (Lukács Miklós Quintet). Eine weitere musikalische Formation, das Lukács Miklós Trió – Cimbiózis, besitzt einen fesselnden und in der Jazzwelt einzigartigen Klang.
Lukács wirkt auch als Komponist. Spielemusik, Kammermusik, Solostücke und Konzerte für Zymbal stehen im Zentrum seines Schaffens.
Seit 2001 lehrt er an der Rajkó-Talentum Schule für Tanz und Musik und wurde 2011 Lehrer und Leiter des Fachgebiets Zymbal  am Snétberger Musik Talent Zentrum.
Er wurde durch zahlreiche ungarische Preise ausgezeichnet, unter anderem mit dem Artisjus-Preis in den Jahren 2000 und 2009 sowie 2011 mit dem Preis für die ungarische Künste  und dem Aegon Kunstpreis.

Caterina Maier

Caterina Maier

Mit Klavierunterricht und Chorgesang aufgewachsen legte die in Montabaur/Rheinland-Pfalz beheimatete Sopranistin Caterina Maier Diplom und Konzertexamen im Fach Gesang an der Hochschule für Musik Köln unter Betreuung von Prof. Mechthild Georg ab.
Meisterkurse und wichtige Impulse erhielt sie u. a. durch Prof. Ulrike Fuhrmann, die Sopranistinnen Lia Montoya-Palmen und Rebecca Or, die Kammersängerinnen Edda Moser und Ingeborg Hallstein sowie die ehemaligen Intendanten der Kölner und Semperoper Dr. Michael Hampe und Gerd Uecker.
Während des Studiums wurde sie bereits mehrfach an der Kölner Oper engagiert (u. a. als Mädchen in Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Regie: Katharina Thalbach) und sang am Theater Aachen die Flaminia in Haydns Il Mondo della Luna. Es folgten Rosalia in Dittersdorfs Doktor und Apotheker an der Musikakademie Schloss Rheinsberg unter der Leitung von Reinhard Goebel, Marie (Zar und Zimmermann) bei den Opernfestspielen in Fürstenfeldbruck und die Titelpartie in der wiederentdeckten Oper Penelope von Francesco Conti beim Festival für Alte Musik Güldener Herbst.
Im Konzertbereich zählen u. a. die Sopranpartien in Händels Messias, Rossinis Petite Messe Solennelle, Orffs Carmina Burana sowie diverse Bachkantaten zu ihrem Repertoire.
Caterina Maier ist Stipendiatin des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes und ist seit der Spielzeit 2013/14 im Rahmen des Thüringer Opernstudios als Solistin an den Theatern in Gera, Erfurt und Weimar zu hören.

Merja Mäkelä

Merja Mäkelä

Die finnische Mezzosopranistin ist eine junge und talentierte Sängerin in den Bereichen Oper, Konzert und Lied. Nach ihrem Studium in Helsinki (bei Anita Välkki), Stockholm (bei Prof. Dorothy Irving) und Berlin (bei Prof. Anneliese Fried) begann sie ihre Laufbahn an der Kieler Oper, wo sie von 2007 bis 2010 Ensemblemitglied war und wichtige Partien ihres Fachs wie Dido in Dido und Aeneas von Henry Purcell, Orlofsky (Die Fledermaus), Mercédès (Carmen), Annio (La Clemenza di Tito), Hänsel (Hänsel und Gretel) sowie Magdalena (Die Meistersinger von Nürnberg) interpretieren konnte. 2010 war sie als die weiße Fürstin in der Uraufführungs-Produktion Die Weiße Fürstin von Marton Illés an der Münchner Biennale zu hören.
Seit der Spielzeit 2010/11 ist Merja Mäkelä freischaffend. Am Theater Osnabrück verkörperte sie 2011 die Titelpartie in der Deutschen Erstaufführung von Kaija Saariahos Adriana Mater, womit sie für den Deutschen Theaterpreis „Der FAUST“ nominiert wurde. In der Spielzeit 2011/12 debütierte Merja Mäkelä an der Nationaloper Finnland als Mélibea in der Oper Il viaggio de Rheims von Rossini.
Seitdem gastierte sie an den Städtischen Bühnen in Münster, am Theater Bielefeld, an der Frankfurter Oper, an der Tampere Oper sowie am Savonlinna Opernfestival in Finnland. Seit Januar 2016 übernimmt Merja Mäkelä als stellvertretendes Ensemblemitglied bei Theater&Philharmonie Thüringen die Partien von Maddalena (Rigoletto), Viktoria (Viktoria und ihr Husar), Nancy (Martha oder Der Markt zu Richmond), Brigitte (Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße) und Lucia (Cavalleria rusticana).
Neben ihrer Operntätigkeit tritt Merja Mäkelä auch häufig in Konzerten auf. Zu ihrem Repertoire gehören Händels Messias, Berlioz’ Sinfonie Romeo et Juliette, Bachs Magnificat, Johannes- und Matthäus-Passion sowie Mahlers Lied von der Erde.
Merja Mäkelä war die Grand Prix-Preisträgerin des Opernvereins von Tampere 2005 sowie die Bayreuth-Stipendiatin des finnischen Richard-Wagner-Verbandes 2012. Auch bei Wettbewerben konnte Merja Mäkelä z. B. beim Timo Mustakallio-Wettbewerbs 2004, beim Renata Tebaldi-Wettbewerb 2011 und beim ersten Zinka-Milanov-Wettbewerbs in Kroatien 2015 große Erfolge erzielen.

Hugo Mallet

a.G.

Hugo Mallet gibt in der Spielzeit 2018/19 als Gast die Titelpartie in Hoffmanns Erzählungen. Der in London geborene Tenor studierte Gesang zunächst in seiner Heimatstadt bei Helena Shenel. Nach gesanglicher Weiterbildung in Rom bei Maestro Paolo Silveri entstanden die ersten Kontakte zu Nicolai Gedda, der bis 2010 sein ständiger Lehrer und Berater war. Zeitweise studierte er am Royal Northern College bei Barbara Robotham, John Mitchinson und Nicholas Powell. Der Sänger absolvierte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Carlo Bergonzi, Alfredo Kraus und Hugues Cuénod. 
Hugo Mallet bewies seinen Facettenreichtum in vielen Hauptrollen wie beispielsweise in Hoffmanns Erzählungen und Andrea Chénier in Nordhausen, Lohengrin in Würzburg und im kroatischen Nationaltheater Zagreb und Siegfried beim Longborough Festival Opera in England und an der chinesischen Nationaloper in Peking. Der Tenor ist aber auch in zeitgenössischen Werken zu erleben, so zum Beispiel in Chemnitz in Péter Eötvös' Love and other Demons oder in Paris und Dijon in Brittens The Turn of the Screw.
Zudem ist Hugo Mallet als Kammermusiker, Lied- und Konzertsänger unter anderem in Singapur, im Konzerthaus Berlin oder in der Laeiszhalle Hamburg tätig. Er arbeitet mit namhaften Regisseuren und Dirigenten wie Dietrich Hilsdorf, Jean-Claude Auvray, Anthony Negus, Frank Beermann, Christof Loy, Ralf Nürnberger, Jeffrey Tate und Oswald Sallaberger.
Er spricht fließend Englisch, Deutsch, Italienisch und Französisch.
 

Mircea Marian

Mircea Marian

a.G.

Mircea Marian studierte an der Nationalen Musikuniversität Bukarest bei Prof. Dr. Marin Cazacu. Derzeit erarbeitet er dort eine Doktorarbeit bei Prof. Dr. Dan Dediu.
Marian tritt regelmäßig als Solist mit dem Radio Chamber Orchestra of the Romanian Radio Society und als Mitglied seiner verschiedenen Ensembles Duo Cello Jaya, Profil Ensemble, 4Cellos, Romanian Youth Orchestra und Violoncellissimo auf.
Er gewann Preise bei angesehenen internationalen Musikwettbewerben: einen ersten Preis beim Internationalen Wettbewerb in Liezen/Österreich, erster Preis und Spezialpreis des Internationalen Wettbewerbes Eugen Coca, erster Preis im Bereich Kammermusik beim Victor Giuleanu-Wettbewerb, zweiter Preis beim „Drumul spre celebritate” („Straße zum Ruhm”)-Wettbewerb, Großer Preis beim Paul Constantinescu-Wettbewerb und erster Preis beim Mihail Jora-Wettbewerb.
Marian nahm an zahlreichen Meisterkursen und Festivals teil, wie dem George Enescu International Festival, Sergiu Celibidache International Festival, SoNoRo Festival, SoNoRo Interferențe, Nocturne Baroce, Meridian Festival, Simn Festival und dem Enescu and the world’s music Festival.
Marian arbeitete und konzertierte bereits mit vielgepriesenen Musikern wie Marin Cazacu, Jan-Erik Gustaffson, Alexandra Guțu, Frans Helmerson, Diana Ketler, Aage Kvalbein, Fenyo Laszlo, Olsi Leka, Robin Pharo, Răzvan Popovici, Marcin Sieniawski und Răzvan Suma.
Als Solist bzw. gemeinsam mit seinen Ensembles trat Marian bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien, Ungarn, Israel, im Libanon, der Türkei, China und Vietnam auf.
Marian nahm ebenso verschiedene Einspielungen auf, als Solist mit der Romanian Radio Society sowie mit seinem Ensemble Duo Cello Jaya.

Maximilian von Mayenburg

Maximilian von Mayenburg

Maximilian von Mayenburg wurde in München geboren. Er studierte zunächst Gesang an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, u.a. bei Alexander Vinogradov und Prof. Thomas Quasthoff. Bereits zu Beginn seines Studiums wurde er 2004 von Christoph Schlingensief als Sänger und Darsteller für die Produktion “Kunst und Gemüse A. Hipler” an der Berliner Volksbühne verpflichtet, die 2005 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.
Ab 2007 studierte Maximilian von Mayenburg zusätzlich Musiktheaterregie an der HfM „Hanns Eisler“. Im Rahmen des Studiums lernte und arbeitete er u.a. bei Jossi Wieler, Vera Nemirova, Hans Neuenfels und Stefan Herheim.
Es folgten Assistenzen u.a. an der Staatsoper Berlin (“Satiesfactionen” Regie: Jürgen Flimm, “Orpheus in der Unterwelt” Regie: Philipp Stölzl), bei den Bayreuther Festspielen (“Die Meistersinger von Nürnberg” Regie: Katharina Wagner) und den Salzburger Festspielen (“Die Meistersinger von Nürnberg” Regie: Stefan Herheim)
Frühe eigene Regieprojekte umfassen unter anderem die Inszenierung der Oper “L’ Heure espagnole” im Rahmen des Projekts “K.O. 10 – La petite mort” (Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin, 2009).
Im Mai 2011 entstand in Eigenproduktion eine Inszenierung von Webers “Freischütz” im Heimathafen Neukölln (ehem. Saalbau) und im Sommer feierte eine Inszenierung des “Ring des Nibelungen” in einer eigenen Fassung für Kinder bei den Bayreuther Festspielen Premiere. Diese vielbeachtete Fassung wurde 2013 an der Oper Leipzig im Rahmen des Wagnerjahres nachgespielt.
Im Dezember 2012 folgte eine Inszenierung von Wolfgang Mitterers “Das tapfere Schneiderlein” an der Werkstattbühne der Staatsoper im Schillertheater Berlin.
Im selben Jahr gewann Maximilian von Mayenburg den neuen Regiewettbewerb der Deutschen Bank Stiftung „Akademie Musiktheater heute“ in Kooperation mit den Berliner Philharmonikern und dem Festspielhaus Baden-Baden und inszenierte dort mit großem Erfolg die Kammeroper “Cendrillon” von Pauline Viardot im Rahmen der Osterfestspiele.
Mit “The King’s Speech” von David Seidler (der Stückvorlage zu dem gleichnamigen Spielfilm) inszenierte Maximilian von Mayenburg in der Spielzeit 2013/14 am Theater Baden-Baden erstmals für das Schauspiel.
Bei der alljährlichen Kritikerumfrage im Jahrbuch der Zeitschrift OPERNWELT wurde Maximilian von Mayenburg 2013 von zwei Redaktionen für die Produktion “Cendrillon” (Osterfestspiele Baden-Baden 2013) als “bester Nachwuchskünstler” der Saison nominiert.
Weitere für 2014/15 geplante Inszenierung: “Xerxes” am Theater Bielefeld.

Ulrich Milde

Ulrich Milde

Der gebürtige Dresdner war nach seinem Abitur zunächst Studiomitarbeiter beim Rundfunksender in Dresden. Im Anschluss nutzte er die Chance, ein Regievolontariat am Staatsschauspiel Dresden zu absolvieren.
Daraufhin studierte er Schauspiel an der Theaterhochschule Leipzig, das er mit Diplom abschloss.
Als Schauspieler arbeitete Ulrich Milde an den Bühnen der Stadt Gera und am Landestheater Altenburg sowie an den Theatern in Weimar, Stendal, Nordhausen, Plauen und Münster.
Als Sänger/Darsteller bekam er das Angebot beim weltgrößten Operettenfestival in Mörbisch (Österreich) zu gastieren.
Wichtige Zusammenarbeiten gab es für ihn u. a. mit Konrad Zschiedrich, Fritz Bennewitz, Klaus-Dieter Kirst, Carl-Herrmann Risse, Dietrich Kunze, Wolf Bunge, Uwe Dag Berlin, Leander Haußmann, Ernst Binder, Michael Jurgons, Michael Grosse, Dominik Graf, Matthias Brenner, Deborah Epstein und Bernhard Stengele.
Des Weiteren übernahm er Rollen in Fernseh- und Filmproduktionen und war als Synchronsprecher tätig.
Neben der Weiterbildung am Regieinstitut Berlin absolvierte er noch ein sechsjähriges Studium der Theaterwissenschaft an der Theaterhochschule/Universität Leipzig.
Als Regisseur war er verantwortlich für Inszenierungen an den Theatern in Gera/Altenburg, Leipzig, Dinslaken, Rudolstadt, Greiz, Döbeln, Eisleben, Münster, Saarbrücken, Dresden, Berlin, Arnhem (Niederlande) und in St. Gallen (Schweiz).
Inszenierungen von ihm sind zu Theatertreffen der Kinder- und Jugendtheater in Nordrhein-Westfalen eingeladen und mit Preisen und Anerkennungen bedacht worden. Es wurde eine Aufführung zu den Werkstatt-Tagen der Kinder- und Jugendtheater nach Halle delegiert und eine Inszenierung für Kinder in der Schweiz als die Zweitbeste in der Spielzeit von Presse und Zuschauern gewählt. Beim Greizer Theaterherbst bekam er u. a. den Theaterherbst Hauptpreis und den Europäischen Regiepreis.
An den Bühnen der Stadt Gera/Landestheater Altenburg erarbeitete er allein 14 Inszenierungen, darunter das ganz besondere Projekt free@heart, in dem Darsteller mit einer Behinderung gemeinsam mit nichtbehinderten Musicaldarstellern, Schauspielern und Schülern auf der Bühne agierten.
Ulrich Milde war lange Jahre künstlerischer Leiter des TIK-Theater im Klub in Gera. Bis heute arbeitet er auch als Schauspieldozent und übernimmt oft die Leitung von Workshops.
Zu seinen musikalischen Tätigkeiten zählt das Akkordeonspiel, außerdem war er mehrere Jahre Mitglied im Neuen Chor Dresden.
Ulrich Milde ist Mitglied der Assitej, der Internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater.

Angelika Milster

Angelika Milster

a.G.

Angelika Milster wuchs in Hamburg auf. Bereits mit zwölf begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen und besuchte von 1968 bis 1971 die renommierte Schauspielschule von Margot Höpfner. Schon für ihre erste Filmrolle in Meine Sorgen möcht` ich haben erhielt sie 1975 den Ernst-Lubitsch-Preis.
Nach einem Ausflug in die Welt des Kabaretts am Düsseldorfer Kom(m)ödchen spielte sie dann 1983 die Rolle, die ihr Leben nachhaltig veränderte: In der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicalwelterfolgs Cats in Wien übernahm sie den Part der Grizabella. „Erinnerung“ wurde zu ihrem Erkennungslied und machte Angelika Milster zum Musicalstar Nummer Eins im deutschsprachigen Raum. Sie bekam ihre erste eigene Fernsehshow (Mein Musicalhaus, 1985) und wurde mit der Goldenen Europa und einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
Auch im Ausland wurde man hellhörig. Für die Europatournee seines Liederzyklus Song & Dance im Jahr 1988 wurde sie von Andrew Lloyd Webber für die Rolle der Emma ausgewählt, und mit der Kurt-Weill-Revue aus dem Theater des Westens Berlin gastierte sie 1991 in Paris und Washington. Dem Theater des Westens blieb sie auch in den folgenden Jahren treu und spielte dort u. a. Hauptrollen in UFA-Revue (1992), Blue Jeans (1994), Hello Dolly (1995) und Gypsy (1996).
Eine völlig andere musikalische Richtung folgte Anfang 2002: Für eine Reihe von Kirchenkonzerten erarbeitete sich Angelika Milster ein völlig neues Repertoire von klassischen und geistlichen Liedern. Publikum und Presse reagierten gleichermaßen begeistert, so dass dieses Programm seither fester Bestandteil ihrer alljährlichen Konzertauftritte ist.

(Foto: Anne Huneck)

Franziska Mölle

Franziska Mölle

1994 geboren, wuchs Franziska Mölle zweisprachig (bulgarisch, deutsch) in einem Künstlerhaushalt in Gera auf. Bereits in ihrer Kindheit wirkte sie in kleinen gesanglichen und schauspielerischen Rollen bei zahlreichen Aufführungen am Theater Altenburg Gera mit.
2012 war sie Nationale Preisträgerin beim 59. Europäischen Schreibwettbewerb unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Vom Kultusministerium als Jahrgangsbeste im Fach Deutsch ausgezeichnet, nutzte Mölle nach dem Abitur den Schwung für ihr Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo sie im Doppel-Bachelor zunächst Kunst- und Filmwissenschaften in der Kombination mit Germanistik/ Dramaturgie, später dann mit Interkultureller Wirtschaftskommunikation mit Schwerpunkt International Management studierte.
Des Weiteren betätigte sie sich schon immer auch sportlich als elffache Thüringer Landesmeisterin der Rhythmischen Sportgymnastik; 2010 erhielt sie die Ehrensportnadel in Bronze der Stadt Gera für „Besondere sportliche Leistungen“. 2011 übernahm Franziska Mölle auf Einladung der Ballettdirektorin des Thüringer Staatsballetts, Silvana Schröder, eine solistische Gastrolle bei der Uraufführung des Ballettabends Freaks. Inspiriert von dieser Erfahrung tanzte sich Franziska Mölle 2014 in der TV-Show Got to Dance Germany vor über vier Millionen Zuschauern ins Halbfinale.
Über die Jahre immer dem Theater Altenburg Gera verbunden geblieben, war Franziska Mölle in der Spielzeit 2018/19 Managerin und Dramaturgin des Thüringer Staatsballetts.

Emma Moore

Emma Moore

Die australische Sopranistin Emma Moore begann ihre Gesangsausbildung am Conservatorium of Music Sydney. Nach ihrem Diplomabschluss mit Auszeichnung setzte sie ihre Studien an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Kammersängerin Julie Kaufmann fort. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Thomas Quastoff, Ann Murray und Kasper Holten ergänzen ihre Ausbildung.
Emma hat im Sommer 2015 Gräfin Almaviva in Die Hochzeit des Figaro bei der Oper Schloss Weikersheim verkörpert, nach dem sie die Susanna als Mitglied des Britten-Pears Young Artist Programms in Aldeburgh, Großbritannien sang. Weitere Partien sind Eurydice in Milhauds Les Malheurs D’orphée, Sandrina in Mozarts La Finta Giardiniera, Konstanze in Die Entführung aus dem Serail sowie Miss Jessel in The Turn Of The Screw und Miss Wordsworth in Albert Herring.
Als Konzertsolistin sang sie u. a. Bachs Magnificat, Faurés Requiem, Händels Messias, Mendelssohn-Bartholdys Elias, Haydns Die Jahreszeiten und Die Schöpfung, Mozarts Große Messe c-moll, Poulencs Gloria und die 4. Sinfonie von Mahler. Als Gast der Deutschen Oper Berlin hat Emma Moore ein Kammermusik-Programm in der Tischlerei präsentiert und ist beim Richard Strauss Festival Garmisch-Partenkirchen, Eppaner Liedsommer (Italien) und im Konzerthaus Berlin aufgetreten.
Sie ist Akademistin des Heidelberger Frühling Festivals 2016, und wird bei mehreren Konzerten für die Internationale Hugo Wolf Akademie Stuttgart mitwirken.
Emma Moore ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u. a. des ersten Preises der Australian Singing Competition, wo sie das begehrte Marianne Mathy Stipendium und den Publikumspreis erhielt. Ihr Studium an der UdK Berlin wurde durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes gefördert. 2014 gewann sie den 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst, Stuttgart, und 2015 den 2. Preis beim ‘Das Lied’ International Song Competition Berlin sowie den 1. Preis beim Richard Strauss Gesang Wettbewerb München.
Seit der Spielzeit 2016/17 ist Emma Moore Mitglied des Thüringer Opernstudios.

Catriona Morison

Catriona Morison

Die schottische Mezzosopranistin hat am Royal Conservatoire of Scotland studiert und ihren Abschluss mit Auszeichnung gemacht. Als Teilnehmerin des Young Singers Project übernahm sie dort in Der Rosenkavalier eine der Adligen Waisen und sang unter der Leitung von Giedrė Šlekytė die Mozart-Arie „Io ti lascio, o cara addio“.
Catriona Morisons Repertoire umfasst Partien wie die der Dorabella (Così fan tutte), des Cherubino (Le nozze di Figaro), des Nerone (L'incoronazione di Poppea), der Bianca (The Rape of Lucretia), der Hermia (A Midsummer Night’s Dream) und der Mercédès (Carmen). Engagements führten die junge Sängerin bisher unter anderem an die Scottish Opera, die Edinburgh Grand Opera und die Litauische Nationaloper in Vilnius. Im Rahmen eines Proms Plus Portraits debütierte sie 2013 bei den BBC-Proms mit Werken der Komponistin Charlotte Seither. 2014 gab sie in E.T.A. Hoffmanns Misere ihr Konzertdebüt mit den Bamberger Symphonikern, sang unter der Leitung von Helmuth Rilling die Mezzo-Partie in Bachs Johannespassion und im Sommer im Chor der Bayreuther Festspiele. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2015 debütierte Catriona Morison neben Christoph und Julian Prégardien in einem Konzert mit Auszügen aus Monteverdis Oper Il ritorno d’Ulisse in patria.
Als Finalistin beim Internationalen Gesangswettbewerb von ’s-Hertogenbosch wurde sie mit dem Toonkunst Oratorio Prize ausgezeichnet. Außerdem war sie 2015 Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs Žd’ár nad Sázavou und kam ins Finale des Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien sowie ins Semi-Finale des Internationalen Gesangswettbewerbs von Clermont-Ferrand. 2013 wurde sie ins Samling Artist Programme aufgenommen.
Seit der Spielzeit 2015/16 ist sie Mitglied des Thüringer Opernstudios.

Michael Mrosek

Der in Wilhelmshaven geborene Bariton erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin bei Professor Dietmar Hackel. Später ließ er seine Stimme bei Alfred Muff, Ivan Konsulov und Michael Rhodes weiter ausbilden. Er war Mitglied der Liedinterpretationsklasse von Professor Dietrich Fischer-Dieskau, absolvierte Meisterkurse bei Christa Ludwig und Elisabeth Schwarzkopf und war Finalist beim Bundeswettbewerb Gesang, Königin-Sonja-Wettbewerb in Oslo, Wettbewerb Jugend-Kulturell Hannover und beim Anneliese Rothenberger-Wettbewerb. Bereits während des Studiums wirkte er in vielen Konzerten und Opernproduktionen mit. Er sang u. a. den Vater in Hänsel und Gretel bei den Gebrüder-Grimm-Märchenfestspielen in Hanau, den Masetto in Berlin, den Apollo in Monteverdis l’Orfeo unter der musikalischen Leitung von Reinhard Göbel (Musica Antiqua Köln) in der Staatsoper Hannover und den Valentin in Pilsen bei den Sommerfestspielen.
Von 2001 bis 2009 war Michael Mrosek Mitglied am Opernhaus Zürich, anschließend war er festes Ensemblemitglied am Theater Koblenz. Dort sang er mit großem Erfolg u.a. folgende Partien: die Partie des Wozzeck in Alban Bergs gleichnamiger Oper, Sancho Pansa in der Oper Don Quichotte von Massenet, Andrej in Drei Schwestern von Peter Eötvös, die Titelpartie in W. A. Mozarts Don Giovanni, den Kowaljow in Dmitri Schostakowitschs Oper Die Nase, die Bösewichter in Les Contes d‘Hoffmann von Jacques Offenbach, den Garrido in La Navarraise von Jules Massenet, sein umjubeltes Debut als Telramund in Wagners Lohengrin, den Nick Shadow in Igor Strawinskis The Rake‘s Progress , die Titelpartie in Verdis Rigoletto, die Titelpartie in R. Wagners Der Fliegende Holländer, den Propheten Jochanaan in Strauss’ Salome und die Partie des Bartolo in Il Barbiere di Siviglia von Rossini. Am Landestheater Niederbayern sang Mrosek erneut Verdis Rigoletto und den Ernesto in Bellinis Il Pirata, am Mainfranken Theater Würzburg sprang er als Jochanaan in Strauss’ Salome ein.

Claudia Müller

Claudia Müller

Die gebürtige Thüringerin ist seit April 2011 Mitglied im Opernchor des Theaters Altenburg Gera. Ihren ersten Gesangsunterricht erhielt sie bei Susanne Krumbiegel in Leipzig. Nach der erfolgreichen Teilnahme an mehreren Wettbewerben von „Jugend musiziert“ auf Bundesebene begann sie 2005 ihr Studium an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden, das sie 2011 mit dem Diplom abschloß. In zahlreichen Hochschulinszenierungen (u.a. der Orpheus in Christoph Willibald Glucks Orpheus und Eurydike und die 3. Dame in Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte) sowie in Meisterkursen u.a. bei KS Prof. Thomas Thomaschke sammelte sie weitere solistische Erfahrungen. Neben einer regen Konzerttätigkeit, sowohl solistisch, aber auch als festes Mitglied im Dresdner Kammerchor (Leitung: Hans-Christoph Rademann), im „vocalis ensemble dresden“ und im Philharmonischen Chor Dresden gastierte sie in mehreren Inszenierungen im Chor der Staatsoperette Dresden. Ihre ersten solistischen Auftritte am Theater Altenburg Gera hatte die Mezzosopranistin im Jahre 2010 mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera. Seitdem wird sie häufig in Konzerten des Theaters solistisch besetzt. Im Musiktheaterbereich hatte Claudia Müller schon oft Gelegenheit, neben ihren Aufgaben im Opernchor auch solistisch aufzutreten, so als 1. Pinguin in der Kinderoper Das Opernschiff oder Am Südpol, denkt man, ist es heiß, als Viviane in der deutschen Erstaufführung der Operette Du bist ich und als Sylviane in der Operette Die lustige Witwe. In der Spielzeit 2014/15 war sie als Chava im Musical Anatevka sowie als Lisa in der Neuproduktion des Musicals Jekyll & Hyde zu erleben. In den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 sang sie die Rollen der Betty Schaefer in Andrew Lloyd Webbers Sunset Bouldevard sowie der Truly Scrumptious in dem Familienmusical Tschitti Tschitti Bäng Bäng.

Claudia Müller-Kretschmer

Claudia Müller-Kretschmer

a.G.

Die gebürtige Chemnitzerin, aufgewachsen in einem musikalischen Elternhaus, stand schon als Kind auf der Bühne und absolvierte eine klassische Gesangsausbildung an der HfM in Leipzig, die sie mit Diplom abschloss. Aber schon während des Studiums spielte sie in mehreren Musicalproduktionen, so u. a. die Grace in der deutschen Erstaufführung von Fame, die Maria in Jesus Christ Superstar, die Garbo in Falco Meets Amadeus oder die Victoria in Victor/Victoria an der Oper Chemnitz. Sie wirkte in mehreren Musicalproduktionen an deutschen Stadttheatern mit, so z. B. in Gera-Altenburg als Fantine&Eponine in Les Miserables oder als Miss Sherman in Fame, in Chemnitz und in Darmstadt und Wiesbaden als Chava in Anatevka, in Chemnitz war sie in der Erfolgsinszenierung Aida als Nehebka und Cover Amneris und in der Stadthalle Chemnitz als Nancy in Oliver! zu sehen. 2007/2008 übernahm sie die Rolle des Fräulein Kosts in der Berliner Cabaret-Inszenierung an der Bar jeder Vernunft, die sie auch schon an der Oper Chemnitz spielte. In Gera-Altenburg verkörperte sie die Melanie in Woodstock und war auch Teil der Beatles-Show All You Need Is Beat in Erfurt und Chemnitz. Zuletzt war sie am Theater Gera-Altenburg als Charlotte in Babytalk erfolgreich wie auch als Miss Sherman in Fame in der Stadthalle Chemnitz. Im Moment kann man sie in der Produktion Chess am Opernhaus Chemnitz und ab Juni als Cathy in Die letzten 5 Jahre am Theater Gera-Altenburg erleben.
Sie arbeitet neben der sängerischen Tätigkeit auch als Lehrkraft im „Studio W.M. - Werkstatt für Musik und Theater Chemnitz“.