Als der Herzog über den Herzog herzog

Satire von Manuel Kressin
Uraufführung
Ab 13 Jahren
In der Reihe Heimat Europa

 

„Es kann in einem Mietshaus nicht zwei Staaten geben.“
Karl-Heinz


Karl-Heinz steckt in einer Lebenskrise. Er lässt sich beurlauben und beginnt zu Hause mit der Ahnenforschung. Als er auf eine Lücke im Stammbaum stößt, erhärtet sich der Verdacht, dass es ein unausgesprochenes Geheimnis in seiner Familie gibt. Zeitlich passt diese Lücke genau in das sagenumwobene Liebesleben des letzten Herzogs von Altenburg. Aus einem anfänglichen Verdacht wird schnell Gewissheit: Karl-Heinz ist der letzte noch lebende, uneheliche Nachfahre des Herzogs – und das, allein das, scheint seine Bestimmung zu sein! Kurzerhand ruft Karl-Heinz in seiner Wohnung sein eigenes Reich aus. Die Verwaltungsarbeit ist nicht leicht und schon bald gewährt er mit Nora auch dem ersten Flüchtling Asyl. Doch innen- und außenpolitische Konflikte sind schnell aufgetan, denn Karl-Heinz‘ Nachbar hat in seiner Wohnung auch einen Staat ausgerufen, in welchem dieser als Souverän regiert. Im Handumdrehen befindet sich Karl-Heinz in einem Machtgerangel voller Intrigen von nahezu weltpolitischer Bedeutung.

Die Satire aus der Feder des Schauspieldirektors Manuel Kressin taucht ein in die Parallelwelt wilder Verschwörungstheorien, schrulliger Spinner und alternativer Fakten – die sich letztendlich doch nicht vollkommen von der Realität verschließen kann. Bereits in Barbarossa ausgeKYFFt hat Kressin sein Talent zu bissigen Dialogen und absurden Überhöhungen bewiesen, bei denen er geschickt historische Figuren, aktuelle politische Themen und eine kräftige Portion Humor verbindet.