Die kleine Hexe (ab 6)

Nach dem Kinderbuch von Otfried Preußler
Fassung von Pierre Schäfer
Ab 6 Jahren

 

„Sieh mal – mit einhundertsiebenundzwanzig Jahren kannst du doch nicht verlangen, dass dich die großen Hexen für voll nehmen. Wenn du erst älter bist, wird sich das alles geben.“
Der Rabe Abraxas

Die kleine Hexe lebt zusammen mit ihrem klugen Raben Abraxas in einer kleinen Hütte im Wald. Sechs Stunden übt sie täglich das Hexen, denn ihr größter Wunsch ist es, auch zu den großen Hexen zu gehören. Doch mit ihren einhundertsiebenundzwanzig Jahren ist die kleine Hexe noch zu jung und unerfahren, um mit den großen Hexen in der Walpurgisnacht ums Feuer tanzen zu dürfen. Doch Ungeduld und Übermut siegen und so schleicht sie sich heimlich auf die Feier. Da helfen auch die Warnungen des Raben Abraxas nicht. Doch ausgerechnet ihre Tante, die gemeine Wetterhexe Rumpumpel, entdeckt die kleine Hexe auf dem Walpurgisfest. Sie kennt keine Gnade und stellt die Übeltäterin vor das Gericht der Oberhexe. Zur Strafe muss die kleine Hexe ihren Besen abgeben; ihr wird aber auch Hoffnung gemacht: Wenn sie im nächsten Jahr bei der Walpurgisnacht dabei sein möchte, muss sie bis dahin beweisen, dass sie eine gute Hexe ist. Gemeinsam mit dem Raben Abraxas macht sich die kleine Hexe sogleich daran, fleißig Zaubersprüche zu lernen und den Menschen im Dorf zu helfen. Die gemeine Wetterhexe Rumpumpel beobachtet ihre Nichte dabei ganz genau. Als die kleine Hexe ein Jahr später wieder auf den Blocksberg kommt, soll die Oberhexe über ihr Schicksal entscheiden. Hat sie genug gute Taten vollbracht? Und was bedeutet Gutes eigentlich in der Welt der Hexen?

Die kleine Hexe ist einer der Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler (1923-2013). Geschrieben 1957, wurde das Buch in 47 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Die Geschichte von der Hexe, die unbedingt erwachsen werden will, ist eine liebenswerte Erzählung über den Wert von Freundschaft und die Freude daran, sich für seine Mitmenschen zu engagieren.