Heidi, der Bär groovt!

Eine heroische Gipfelbesteigung

 

„Heidi, deine Welt sind die Berge!“ – dieses Lied ist beinahe schon zum Volkslied geworden. Die Geschichte des kleinen Mädchens aus der Bergidylle, der Ziegenpeter oder der Alpöhi sind Kult und Teil geliebter Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit. Das alles aufs Korn zu nehmen, hat sich das Schauspielensemble vorgenommen und bringt eine nicht wirklich jugendfreie Version des Stoffes auf die kleinste Bühne unseres Hauses. Der Heidi-Stoff ist Inspiration für einen albernen Abend, in welchem man auf den Bergen die Glocken läuten, die Ziegen meckern hören und in das Alphorn blasen kann.

 


Rezensionen

Rennsteiglied zum Almaufstieg

„In Ermangelung eines schweizerischen Hochgebirges trifft man sich im Kassenraum des Theaters und beginnt den Almaufstieg bis zum Theater unterm Dach mit über 100 Stufen und dem gemeinsamen Singen aller Strophen des Rennsteigliedes von Herbert Roth. Nichtmitsingen wegen mangelnder Textkenntnis gilt nicht: Man bekommt ihn in die Hand gedrückt. Teile der Handlung spielen im Foyer in der 1. Etage. Ab- und Aufstieg dienen der Konditionierung. Und dann sind noch die geistigen Anforderungen. Der ganze Abend ist eine einzige Persiflage auf den Heidi-Kult, die vollkommen überzogen und überdreht ist. Entweder man lässt sich darauf ein und lacht sich halb tot oder bleibt ungerührt und wundert sich stumm, was .... im Theater ... möglich ist. Verpassen sollte man es aber auf keinen Fall.“

Manfred Hainich, OVZ Dezember 2018

Heidi, der Bär groovt!

„Halten wir also fest: Auf dieser Alm groovt nicht nur der Bär, hier feiert die groteske Alltags-Satire mal mehr, mal weniger fröhliche Urständ. Das Publikum sollte sich auf humoristische Grenzerfahrungen einlassen und sich am besten mit einem guten Schluck Kräuterschnaps auf den Abend einstimmen.“

Wolfgang Schilling, MDR Kultur, März 2019

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