Olav Kröger

Olav Kröger

Schauspielkapellmeister

Olav Kröger wurde 1965 in Leipzig geboren. Im Alter von 5 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Mit 9 Jahren kam er an die Musikschule Leipzig und trat dort bereits mit ersten Kompositionen hervor. 1976 wurde er in die Kinderklasse der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig aufgenommen. Nach dem Schulbesuch begann er 1982 am gleichen Institut seine Studien in den Hauptfächern Komposition und Klavier. Schon während des Studiums legte er Kompositionen verschiedenster Genres vor, u. a. auch ein Konzert für Streichorchester, das 1985 im Gewandhaus zu Leipzig uraufgeführt wurde. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium absolvierte Kröger noch ein zweijähriges Meisterstudium für Komposition an der Berliner Akademie der Künste. 1989 kam er als Schauspielkapellmeister an das Landestheater Altenburg. Seine kompositorische Arbeit hat er aber nie vernachlässigt. Es entstanden eine Reihe von Schauspielmusiken. 2001 beispielsweise wurde Krögers Konzert für Violine und Orchester im Leipziger Gewandhaus mit dem Solisten Frank Michael Erben und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Dimitri Kitajenko erfolgreich uraufgeführt. Auch in Altenburg und Gera stehen Kompositionen von ihm immer wieder auf dem Spielplan.
Von 2002 bis 2006 war Olav Kröger als Dirigent, Pianist, Liedbegleiter und natürlich als Komponist freiberuflich tätig. 2007 kehrte er ans Theater Altenburg-Gera zunächst als Solorepetitor zurück. Heute ist Olav Kröger Schauspielkapellmeister am Theater Altenburg Gera.
 

Mechthild Scrobanita

Mechthild Scrobanita

Schauspielerin

Die in Magdeburg geborene Flötistin und Schauspielerin besuchte von 1971 bis 1976 die Spezialschule für Musik in Halle und studierte im Anschluss Musik im Hauptfach Flöte an der Hochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Direkt danach wurde sie am Landestheater Altenburg als Flötistin engagiert. Von 1982 bis 1987 belegte sie ein Extern-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, das sie mit Diplom abschloss. Sie wechselte am Landestheater Altenburg von der Musikerin zur Schauspielerin. Von 1993 bis 1996 ließ sich Mechthild Scrobanita privat für Gesang (Chanson) ausbilden. Seit 1995 ist sie nun Schauspielerin am Theater Altenburg Gera.
1996 erarbeitete sie den Chanson-Abend Grundlos zärtlich, mit dem sie im Folgejahr Gastspiele u. a. auch in Bozen hatte. 2004 war sie bei einem Gastspiel in Oslo als singende Kellnerin in Brechts Flüchtlingsgesprächen zu sehen. Zu den von ihr gespielten Rollen zählen Roxane in Cyrano de Bergerac, Leonore d’Este in Goethes Torquato Tasso, Edith Piaf im gleichnamigen Abend, die Hermia im Sommernachtstraum und viele mehr. Zuletzt war sie als Lola Blau von Georg Kreisler und in Kassandra von Christa Wolf zu sehen, ebenso in der Rolle der Mutter Courage von Brecht. Außerdem spielte sie im Film Die vierte Gewalt mit und arbeitete als Regisseurin mit einer Laienspielgruppe, dem Folkloreensemble Altenburg. Internationale Produktionen des Theaters wie Die Frauen von Troja und Die Schutzlosen. Les Zéros-Morts sowie Cohn Bucky Levy – Der Verlust führten sie zu Gastspielen in die Türkei, Griechenland, Burkina Faso und Israel.

Sophie Oldenstein

Sophie Oldenstein

Dramaturgin

Sophie Oldenstein (*1988) schloss 2012 ihr Studium der Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Evangelische Theologie in Mainz mit Auszeichnung ab. Parallel dazu hospitierte und assistierte sie an verschiedenen Theatern in Frankfurt, Wiesbaden und Köln und betreute erste eigene Produktionen als Dramaturgin.
Ihre ersten festen Engagements führten sie als Regieassistentin ans Nordharzer Städtebundtheater und das Hessische Staatstheater Wiesbaden. Von 2014 bis 2017 war sie Dramaturgin und Theaterpädagogin am Landestheater Eisenach, wo sie die Eisenacher Bürgerbühne gründete und zahlreiche Produktionen mit generationenübergreifenden Ensembles realisierte. Im Anschluss daran leitete sie von 2017 bis 2019 am Theater Ansbach die dramaturgische Abteilung und war Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 wechselte sie als Dramaturgin für Schauspiel und Puppentheater an das Theater Altenburg Gera.
Im Rahmen ihrer Dissertation über Zauberkunst und die Konstitution der Moderne, die sie 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz verteidigt hat, verbrachte sie als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Forschungsaufenthalte in Wien und Washington D.C. Von 2008 bis 2013 war sie Mitarbeiterin bei „FILMZ – Festival des deutschen Kinos“ in Mainz, das sie 2011 leitete. Während ihres Studiums arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für die Tageszeitung „Rüsselsheimer Echo“ und leitete die Theatergruppen der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Mainz.