Klassik bei Kerzenschein 2017/18

 

60. Klassik bei Kerzenschein

Klangvoller Osterstrauß

Franz Schubert (1797-1828): Ouvertüre im italienischen Stil C-Dur D 591
Eduard Tubin (1905-1982): Konzert für Balalaika und Orchester
Astor Piazzolla (1921-1992): Libertango, Oblivion
Eduard Tubin: Konzert für Kontrabass und Orchester

Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera
Balalaika: Madin Adeniyi Johann Ogunlade
Bandoneon: Matthias von Hintzenstern
Kontrabass: Philip Nelson
Dirigent, Moderator Thomas Wicklein

Anstatt nach bunten Eiern, durchkämmt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera zum diesjährigen Osterfest die Konzertliteratur nach außergewöhnlichen Soloinstrumenten. Der estnischen Komponist Eduard Tubin spielte verschiedene Instrumente, nicht zuletzt die Balalaika. Für diese russische Form der Laute schuf er ein Konzert, das durch den Kontrast mit dem klassischen Instrumentarium ihren ganz besonderen Klang würdigt.
Astor Piazzolla war ein Wanderer zwischen den Welten der Klassik, des Jazz und seiner ursprünglichsten Musik: des Tango. Durch Verschmelzung dieser Einflüsse schuf er seinen Nuevo Tango, dessen Klang vom Bandoneon, dem argentinischen Akkordeon, geprägt ist. Eines der berühmtesten Stücke Piazollas ist der unsterbliche Libertango, der in sich bewegende und melancholische, zugleich aber auch aggressive und lebendige Klänge vereint. Oblivion („Vergessen“) ist ein langsamer Tango, der sich zum klassischen Konzertstück wandelte.
Im Orchester versteckt sich der Kontrabass meist eher hinten – Tubin bringt ihn unübersehbar aufs Podium! Das einzigartige Konzert vereint die Klangsprache seiner Heimat mit zeitgenössischen Ausdrucksmitteln und stellt die virtuosen Möglichkeiten des Kontrabasses in den Vordergrund.
Angeblich komponierte Franz Schubert seine Ouvertüre im italienischen Stil um zu beweisen, dass er dies ebenso gut könne wie Rossini. Und so gefällt das Werk durch seinen heiteren und spritzigen Charakter.